Autor Thema: Ausblick  (Gelesen 194 mal)

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Offline Uli

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Ausblick
« am: 28 Juli 2018, 16:31:08 »
hallo, Hölle.

Hier ist mal wieder ein Roman-Anfang ...
Was bedeutet, dass es ein neues Projekt gibt, dass die Schreibflaute abklingt und dass ... eben, geröstet werden kann.

Genaugenommen ist das Projekt keineswegs neu: Die Grundidee ist etwa 20 Jahre alt. Es war das erste größere Ding, das ich angefangen habe - noch vor Eichenburg und Außenland. Genaugenommen ist es auch die Vorgeschichte dazu (aber das würde jetzt spoilern), und - ähm - es ist irgendwas zwischen Fantasy und SiFi, und ... Dingens.

Das Zeug von damals ist seit langem verschollen (glücklicherweise), aber mittlerweile glaube ich, genug zu wissen, um das noch mal - und diesmal richtig - anzufangen.

Also, denn:
Frohes Gabelschwingen!
(Fragen am Schluss)


Ausblick
hier oben in den Bergen ist es ruhig. Ruhig und kühl.

Ganz anders als unten in der Stadt, die heiß und laut und hektisch und von Menschen überlaufen ... war. Und jetzt brennt.

Der Felsvorsprung ist nicht bewachsen, es gibt keinen Schatten. Trotzdem bleibe ich hocken, und schaue hinunter. Obwohl es August ist, ein klarer Tag und die Sonne unfreundlich brennt.

Wie die Stadt.

Wie das Land, der Kontinent, die Welt, wahrscheinlich.

Was die Sonne angeht, so ist das nicht meine Verantwortung. Das nicht.
Und alles andere ... nein. Oder doch?

Ich habe alles richtig gemacht, richtig jeweils zu der Zeit, als ich es tat. Und doch brennt die Stadt, diese und viele andere, und Menschen sterben.
Obwohl ich ... obwohl wir gewonnen haben, letzten Endes.

Nun, ich muss sagen, obwohl ich gewonnen habe, es gibt kein ˋWir´ mehr. Sie sind alle tot, nur ich ...

Irgendwo da draußen ist noch Mia, denke ich.

So leicht ist sie nicht kleinzukriegen, das weiß ich.

Immerhin habe ich es versucht ...

Was sie jetzt wohl tun wird, nachdem sie verloren hat?
Bereut sie, die Seiten gewechselt zu haben, erkennt sie den Fehler? Oder hasst sie mich immer noch so sehr, dass sie mir allein die Schuld zuschiebt?
Hasst sie mich immer noch so sehr, wie sie mich einmal geliebt hat?

Ich hasse sie nicht, nicht einmal jetzt. Sowenig, wie ich ihr die Schuld an der Katastrophe zurechne, obwohl ...

Nun, andere würden wohl anders darüber denken. Bestimmt.
Wenn noch jemand am Leben wäre, der weiß, was geschehen ist und warum.
Aber da ist niemand mehr.

Wir sind die letzten, und ich denke, ich sollte aufbrechen, um sie zu suchen. Um die Sache zu Ende zu bringen.

Um noch einmal zu versuchen, sie zu töten ... oder.

Es ist das ˋOder´, das ˋVielleicht´, das ˋMöglicherweise´, ja.

Ich weiß es nicht, werde es nicht wissen, bevor ich ihr gegenüberstehe.
Es ist so ziemlich das einzige, was ich nicht von ihr weiß.

Dieser Felsvorsprung wäre ein guter Ort, um ein Haus zu bauen, denke ich.
Man könnte hier oben leben, auf die Stadt herunterschauen und über alte Zeiten sprechen ... wenn wir miteinander sprechen würden, Mia und ich. Wenn wir uns nicht umbringen.


Ich nenne mich selbst einen Narren, verflucht.
Ich weiß alles von ihr, und bin dumm genug ...
Ihre Stimme ist weich und traurig und leise.

"Schön, dass du gewartet hast" sagt sie, und eine Sekunde später lacht sie leise.
"Ein wirklich schöner Ort, Gerg."

Ich nicke nur andeutungsweise, lausche auf die Stimme, auf das, was sie nicht sagt. Und warte. Eine Ewigkeit. Auf den nächsten Satz oder auf den Schuss, es liegt bei ihr.


"Möchtest du reden, vorher?" fragt sie und lacht wieder.
Der Tag kann vielleicht doch noch schön werden.


***
danke fürs Lesen!
Und die Fragen:

OK, das ist eine Szene (fast) ganz am Ende der Geschichte, was bedeutet: Das spoilert gewaltig. Zum Beispiel den Ausgang der epischen Schlachten und das Drama der Beziehung und ... naja, beinahe alles.
Eigentlich könnte man jetzt zur letzten Seite blättern und nachschauen, ob Mia schießt, ob Gerg etwas schlaues einfällt, um Mia zu töten, ob beide umkommen oder ... was auch immer, und der Rest wäre ziemlich egal.
Und genau deswegen: Würdet ihr blättern oder weiterlesen?

Wenn ja: Was erwartet ihr nach diesem Riesen-Spoiler?

Und weil ich weiß, wie sehr komprimiert die Sache (mal wieder ...) ist: Was lest ihr an Information heraus (und ggf, was wirkt infodumpig)

Zu guter letzt: Eine Idee, was ˋThema ´ sein könnte?

viele  :b5: und  :lava:

Uli

Offline Trippelschritt

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Re: Ausblick
« Antwort #1 am: 29 Juli 2018, 15:34:48 »
Hallo Uli,

ich fange mal mit den schweren Kritikpunkten an.
Im vorletzten Absatz taucht das Wort leise zweimal auf. Äh, sonst noch was? Ah ja!!!
Für mich solltest Du die Satzzeichen noch einmal ganz gründlich durchgehen. Es ist für mein Verständnis ganz entscheidend, wie der Text gelesen werden muss, und mit diesen Satzzeichen habe ich zuwenig Anhaltspunkte.

So, das war's

Jetzt noch das bisschen Rest.
Du hast mich eigentlich immer am Haken mit Deinen Anfängen. Ein Romananfang dieser Art ist kein Spoiler. Es geht ja jetzt erst los mit dieser Beziehungskiste. Ein typisches Pärchen, aber keine typische Geschichte. Es ist noch nicht einmal gesagt, dass die beiden menschlich sind. Und alles ist möglich. Sehr gut die Idee, auf dem Vorsprung ein Haus bauen zu wollen. Also umblättern, aber nur eine Seite ... und dann noch eine .. und noch   un ...

An Informationen habe ich nur sehr wenig Handfestes. Sie scheinen verschiedenen Geschlechts zu sein, standen mal auf einer Seite in einem Krieg und dann nicht mehr. Ales andere könnten auch Ablenkungsmanöver und falsche Fährten sein.

Liebe Grüße
Trippelschritt
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Womit kann der alte Vol Jin euch helfen

Offline eska

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Re: Ausblick
« Antwort #2 am: 29 Juli 2018, 22:26:17 »
Hi Uli!

Zunächst: Dein Text hat mir stimmungsmäßig sehr gut gefallen.  :klatsch:
Es hat mich allerdings überrascht, dass du ihn ans Ende plazierst. Ja, klar, der Krieg ist da gelaufen, nicht mehr viel übrig, aber ich könnte ihn mir auch gut am Anfang vorstellen, und die Story wird dann im Rückblick erzählt.
Warum?
Ich glaube, weil es auf mich so wirkt, als sei das Wichtige noch nicht entschieden, das, worum es Gerg eigentlich geht, die Beziehung zu Mia. Und in der Wartezeit könnte er sich klar werden, was er erwartet/will/hofft... und der Leser mit ihm.
Das verstärkt dann aber den Eindruck, hier noch diffus, diese Beziehung habe ihrerseits den Kriegsverlauf beeinflusst oder sogar bestimmt. Oder ihn sogar verursacht.

Das Einzige, was mich (kurz) rausgebracht hat, war der Moment, als Mia plötzlich auftaucht. Wo kommt sie her, wie reagiert sie, oder ist sie überhaupt wirklich da, und träumt er nicht nur?

Infodump sehe ich keinen, wenn du noch verknappen willst, kannst du die eine oder andere Verstärkung weglassen, zum Beispiel:

Zitat
Wenn noch jemand am Leben wäre, der weiß, was geschehen ist und warum.
Aber da ist niemand mehr.

Wir sind die letzten,

Das sagt dreimal fast dasselbe aus, und die Basisinfo haben wir schon früher. Allerdings geht mit einem Kürzen auch die Betonung für Gerg damit verloren.

Nö, ich würde nicht blättern (mit Vorgeschichte vielleicht?), ich würde weiterlesen. Was ich wissen will, ist ja nicht das Ende, sondern die Zusammenhänge.

Man könnte vermuten, dass es sich bei Gerg und Mia um Überirdische handelt, eine Art Götter, wegen der persönlichen Verantwortung. Dazu sind sie allerdings sehr irdisch, sterblich, schießen, bauen Häuser, also wohl eher nicht.

Zitat
Was erwartet ihr nach diesem Riesen-Spoiler?
Dass der Tag vielleicht doch noch schön wird?

Thema: Weiß ich nicht.  huh?

Grüße

eska
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Offline Schreibsuse

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Re: Ausblick
« Antwort #3 am: 30 Juli 2018, 14:09:20 »
Hallo Uli,

schön, mal wieder frisches Röstgut von dir zu lesen. Du hast ja deinen ganz eigenen Stil. Das finde ich auf jeden Fall positiv! Mir ist es allerdings, wie so oft, etwas zu wirr. Wohl aber interessant.
Allerdings treibst du die Geheimniskrämerei für meinen Geschmack an dieser Stelle (gerade am Romananfang) etwas zu weit. Das kommt für mich etwas gewollt rüber. Macht mich eher ungeduldig, anstatt neugierig. Soviel zu meinem ersten Leseeindruck.

Ein paar Erbsen habe ich auch noch:

Das ist für mich ein Widerspruch:
Zitat
hier oben in den Bergen ist es ruhig. Ruhig und kühl.
und dann
Zitat
Der Felsvorsprung ist nicht bewachsen, es gibt keinen Schatten. Trotzdem bleibe ich hocken, und schaue hinunter. Obwohl es August ist, ein klarer Tag und die Sonne unfreundlich brennt.

Kein Schatten und brennende Sonne passt für mich nicht zu kühl. Da löscht das eine Bild das andere aus.



Zitat
Und doch brennt die Stadt, diese und viele andere, Menschen sterben.
Da du in er Gegenwart schreibst, scheint der Kampf noch anzudauern. Doch dann:
Zitat
Wir sind die letzten,
Zitat
Aber da ist niemand mehr.

Gerade am Romananfang finde ich solche Ungereimtheiten ungünstig (vor allem in dieser Fülle). Ich möchte ja erst mal generell den Prota kennenlernen, bevor ich mir die Hirnwindungen verdrehe, um herauszufiltern, was hier überhaupt los ist.

Zitat
Es ist das ˋOder´, das ˋVielleicht´, das ˋMöglicherweise´, ja.

Ich weiß es nicht, werde es nicht wissen, bevor ich ihr gegenüberstehe.
Es ist so ziemlich das einzige, was ich nicht von ihr weiß.

Puh . . . mein Name ist Hase, ich weiß von nichts . . . hmmm. Warum soll ich lesen, dass Jemand, den ich gar nicht kenne aber auch so gar nichts weiß . .  . oder auch doch weiß? Ich weiß es nicht.  :weissnicht:

Mir ist einfach zu viel auf zu engem Raum angerissen. Krieg? Alte Beziehungskiste? Ende der Welt?

Ich hoffe, ich war nicht zu hart in meiner Kritik. Es ist einfach mein ganz subjektiver Leseeindruck. Wenn du damit nichts anfangen kannst, hau ihn einfach in die Tonne!
 :wink:


Offline Uli

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Re: Ausblick
« Antwort #4 am: 30 Juli 2018, 19:59:55 »
ay Trippelschritt
Danke schön!

Zitat
ich fange mal mit den schweren Kritikpunkten an.
Im vorletzten Absatz taucht das Wort leise zweimal auf.

Ähm ... ja. Liegt wohl an der Hitze, die bringt meine Synonymfunktion immer durcheinander. Gnarf ...

Zitat
Äh, sonst noch was? Ah ja!!!
Für mich solltest Du die Satzzeichen noch einmal ganz gründlich durchgehen. Es ist für mein Verständnis ganz entscheidend, wie der Text gelesen werden muss, und mit diesen Satzzeichen habe ich zuwenig Anhaltspunkte.

OK ... das ist einzusehen. Wird dran gearbeitet.

Dass du diesen Anfang nicht für einen Spoiler hätst, erleichtert mich sehr - tatsächlich ist das eine Grauzone, weil zwar die derzeitige Situation vorab verraten wird - es darum aber eher nicht geht. Also OK.
Dass due die beiden Personen noch nicht einmal zwingend der Menschheit zuordnest, ist wohl zu gleichen Teilen dem Text wie deiner Leseerfahrung geschuldet - und ja, das ist gut so. (Beide sind zwar Menschen, aber halt nicht nur das ...)
Ebenfalls richtig: Verschiedenes Geschlecht, der Ich-Erzähler ist ein Mann, Mia eine Frau. Und es ist eine Beziehungsgeschichte.



Zitat
Du hast mich eigentlich immer am Haken mit Deinen Anfängen.

  :dops:
und  :b5:

Offline Uli

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Re: Ausblick
« Antwort #5 am: 30 Juli 2018, 20:28:14 »
ay eska,

danke für deine Anmerkungen!

Zitat
Zunächst: Dein Text hat mir stimmungsmäßig sehr gut gefallen.  :klatsch:


 :dops:

Zitat
Es hat mich allerdings überrascht, dass du ihn ans Ende plazierst. Ja, klar, der Krieg ist da gelaufen, nicht mehr viel übrig, aber ich könnte ihn mir auch gut am Anfang vorstellen, und die Story wird dann im Rückblick erzählt.


Oh ... das ist ein kleines Missverständnis:
Tatsächlich errscheint diese Szene ganz am Anfang - nur eben, sie spielt halt an einem Endpunkt. Am Ende der Geschichte nämlich, die davon handelt, warum und wie ˋdie Welt untergegangen ´ ist.
Und nun folgt ein Sprung zurück, um die Sache zu erzählen.


Zitat
Warum?
Ich glaube, weil es auf mich so wirkt, als sei das Wichtige noch nicht entschieden, das, worum es Gerg eigentlich geht, die Beziehung zu Mia. Und in der Wartezeit könnte er sich klar werden, was er erwartet/will/hofft... und der Leser mit ihm.


Genau so ist das gedacht.

Zitat
Daks verstärkt dann aber den Eindruck, hier noch diffus, diese Beziehung habe ihrerseits den Kriegsverlauf beeinflusst oder sogar bestimmt. Oder ihn sogar verursacht.

 :applaus: wunderbar!

Zitat
Das Einzige, was mich (kurz) rausgebracht hat, war der Moment, als Mia plötzlich auftaucht. Wo kommt sie her, wie reagiert sie, oder ist sie überhaupt wirklich da, und träumt er nicht nur?

Das ist die neuralgische Stelle, ja:
Mia ist tatsächlich da und Gerg hätte das wissen können, dass sie a) nach ihm suchen wird und b) weiß, wohin er sich verdrückt hat. Das kapiert er aber ziemlich spät ...
Und bislang ˋreagiert ´ Mia noch gar nicht, sie ist nur da und teilt das mit.
Ich kann an dieser Stelle nicht mehr von Mia mitteilen, weil genau dieser Moment so wichtig ist:
Gerg weiß, dass sie da ist, ihn überrascht hat und dass sie ihn hätte töten können - das aber vorerst nicht getan hat. Ohne sich festzulegen, ob sie das nicht doch noch tun wird. Eben, Gerg weiß das nicht ...
Das ist der Einstieg in die Rückblende und eines der Leitmotive der ganzen Sache.
(Die Rückblende wird nach dem aktuellen Plan ein- oder zweimal unterbrochen. Dann wird jeweils der nächste Schritt auf diesem Felsvorsprung erzählt, und ebendort endet die Sache dann auch. Und die Rückblenden nehmen immer ein paar Kleinigkeiten aus diesen Abschnitten auf ...)

noch mehr verknappen möchte ich nicht - eben weil solche Redundanzen das ausmachen, was mit dem Prota passiert: In deinem Beispiel geht er von der Sachinformation (niemand weiß mehr, was geschehen ist) zu der Gefühlsinformation (da ist niemand mehr, ich bin alleine) zu dem, was er eigentlich ... nun, nicht wissen will: Dass da eben doch noch jemamd ist. Das sind für mich drei aufeinanderfolgende Gedanken, die aber ganz verschiedene Wirkung haben.


Zitat
Man könnte vermuten, dass es sich bei Gerg und Mia um Überirdische handelt, eine Art Götter, wegen der persönlichen Verantwortung. Dazu sind sie allerdings sehr irdisch, sterblich, schießen, bauen Häuser, also wohl eher nicht.

 :dops:
Sehr schön!
Zwar sind Gerg und Mia (im großen und Ganzen) Menschen, aber halt mit ˋAber ´.
In ihren Akten (beide gehörten zu einer Organisation) standen die Begriffe ˋWehrwolf´ und ˋDämon ´ in der Rubrik ˋEigenschaften ´ - was allerdings nur Arbeitsbegriffe dieser Organisation waren.

Zitat
Zitat
Was erwartet ihr nach diesem Riesen-Spoiler?
Dass der Tag vielleicht doch noch schön wird
?


Das ist jetzt sehr erfreulich! :jubel: :applaus:
Ernstlich!

OK, Gerg wird das in etwa fünf Minuten (seiner Zeit) herausgefunden haben, die geneigte Leserschaft hat, so denn nicht geblättert wird, da noch ein paar Stunden Lesezeit vor sich, aber genau: Er kann immer noch schön werden, der Tag.

 :tanz2: :lover:

alles Liebe! Uli

Offline Uli

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Re: Ausblick
« Antwort #6 am: 30 Juli 2018, 20:58:00 »
ay Schreibsuse, Danke für die Röstng!

Dass du mir ˋganz eigenen Stil´ attestierst, ist schmeichelhaft  :dops:, und dass andere ... schade.
Aber OK: Das gehört dazu, fürchte ich ...
Dieser Einstieg funktioniert (für mich) halt nur über die sehr persönliche Sicht des Ich-Erzählers, und dadurch bleibt immer etwas Klarheit auf der Strecke. Isso ... und billigend in Kauf genommen.
(Ich hatte von dieser Sache Versionen in anderen Erzählmodi, die aber allesamt ˋfalsch´ waren, weil ganz falsche Schwerpunkte erwartet wurden bzw die wichtigen Teile dabei untergegangen sind)
Dass du es trotzdem interessant findest, finde ich toll!

 Die Ungeduld, die das auslöst ... ja, OK, das passiert. Normalerweise passiert mir das bei Prologen, und wenn ich es ganz genau nehmen, ist dies ja einer ... (gnarf)


Der Widerspruch zwischen den ruhigen und kühlen Bergen ist (mE) keiner: Die Berge sind ruhig und kühl, nur eben hier, auf diesem kleinen Stück, brennt die Sonne, weil hier kein Wald ist.
Das ist in etwa so wie ˋich bin in einer lauten, hektischen Metropole in einer ruhigen Seitenstrasse ´ - einfach eine Beschreibung von näherer und weiterer Umgebung.
Für Greg ist ˋBerge, Ruhig, Kühl´ ein wert, deswegen ist er da rauf - und grade im Moment sitzt er eben auf diesem Platz, wo es sonnig ist und er das Caos unten sieht.


Und das andere:
Ja, sicher: Da unten wird noch gekämpft, richtig. Nur: Von den ˋTruppen ´ ist keiner mehr übrig, von Gergs Leuten (und von den direkten Gegnern).
Wie ... ein Bürgerkrieg, nachdem beide Armeen besiegt sind.

Zitat
Ich möchte ja erst mal generell den Prota kennenlernen, bevor ich mir die Hirnwindungen verdrehe, um herauszufiltern, was hier überhaupt los ist.
Ja ... das ist eben die Sache mit dem Ich-Erzähler.
Da hilft nichts. Ein Ich-Erzähler, der sich erstmal vorstellt, löst (von seltenen Ausnahmen abgesehen) Grummel bei mir aus (wobei auch andere Erzählformen nicht davor schützen, Protavorstellungen zu versauen ...)
Sorry, aber das ist so ...
(im nächsten Absatz immerhin gibt es ein wenig Prota-Vorstellungs-Zeug - vielleicht hilft das ja?)


Zitat
Mir ist einfach zu viel auf zu engem Raum angerissen. Krieg? Alte Beziehungskiste? Ende der Welt?

Nun, ja ... ja.
Da ist ziemlich viel drin, in den paar Zeilen, zugegeben. Und dann ist es eben die Frage, was man bevorzugt ...
(Irgendwo gab es mal einen ... Aufsatz, beinahe, von der CheFFin über den ersten Satz von Moby Dick, und was da alles drinsteckt ... drei Worte, die eine gute Seite Interpretation möglich machten. Da bin ich dann doch noch weit entfernt davon ... glaube ich)

Zitat
Ich hoffe, ich war nicht zu hart in meiner Kritik. Es ist einfach mein ganz subjektiver Leseeindruck. Wenn du damit nichts anfangen kannst, hau ihn einfach in die Tonne!

Aber gar nicht!
Nur keine Angst, zu arg rösten geht fast nicht - und auch, wenn ein paar Sachen zurückweise, ist eine Kritik immer nützlich.
Ich meine, OK - du hast Leseerwqrtungen, die ich nicht erfülle, gut und schön. Aber wenn ich nicht davon erfahre, kann ich auch nicht darüber nachdenken, warum das so ist, ob ich das grade für wichtig genug halte oder eben doch dran schrauben könnte.

also, kkeine Sorge - und  :lava:

Uli