Autor Thema: Dark Watch Kapitel 1.3  (Gelesen 231 mal)

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Offline Schreibsuse

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Dark Watch Kapitel 1.3
« am: 24 Juni 2018, 12:19:59 »
Hallo liebe Teufel!
Ich mache es Trippelschritt nach und haue mein überarbeitetes 1. Kapitel noch mal auf den Grill. Ich hab mir Mühe gegeben, all Eure Ratschläge zu befolgen. Ich fühle mich mit dieser Version schon recht wohl. Aber trotzdem bin ich auf Eure geschätzte Meinung neugierig! Kommafehler könnt Ihr außer Acht lassen  :traurig:. (Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr  :'(). Damit müht sich dann final meine befreundete Deutschlehrerin ab.
Ansonsten bin ich wieder für jede Erbse dankbar und sage schon mal ganz lieben Dank!!


Kapitel 1
Freitagabend, der 21.10.2017


Ich saß mit angezogenen Beinen auf dem Sofa, die Knie unter meinem Oversize-Pullover versteckt. Mein Kater, Willow, schlich unruhig durch das Wohnzimmer. Vor der Terrassentür nahm er Platz und schaute auffordernd zu mir herüber. Eric legte das Hamburger Abendblatt bei Seite. »Ich mach schon«, sagte ich, bevor er sich aus dem Ohrensessel erheben konnte.
Auf der Terrasse blieb ich eine Weile stehen und atmete die feucht-kalte Herbstluft in tiefen Zügen. Es half die düsteren Gedanken, denen ich seit dem Treffen in der Selbsthilfegruppe nachhing, zu vertreiben. Die Außenleuchte im Garten erlosch im selben Moment, in dem Willow unter dem Rhododendron abtauchte. Fröstelnd schloss ich die Tür und ließ die elektrischen Jalousien herunterfahren.
Im Wohnzimmer hielt mir Eric die Weinflasche entgegen, die er gleich nach Feierabend demonstrativ auf den Esstisch gestellt hatte. » Ein 2008er Château Loudenne . . . ein sehr guter Tropfen, sagt der Weinhändler unseres Vertrauens.« Er zwinkerte mir lachend zu. Vermutlich hatte der Händler diesen Wein ebenso angepriesen wie jeden anderen Wein auch. In höchsten Tönen und ausschließlich in Superlativen. »Ich finde, wir sollten testen, ob der Wein hält, was sein Preis verspricht. Was meinst du?«
»Nur ein halbes Glas für mich, bitte.«
Eric schenkte das Glas voll. Er lächelte entschuldigend und strich mir zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. »Du nimmst das Antidepressivum nicht mehr. Du darfst Alkohol trinken. Aber ich will dich nicht überreden. Ich kann den Wein auch alleine niedermachen.«
»Schon gut. Cheers!« Unsere Gläser stießen leise klirrend aneinander. Ich nahm einen vorsichtigen Schluck und genoss das schwere, erdige Aroma des Bordeauxweins. Lange her, dass mein Gaumen das erlebt hatte.
»Wie war dein Tag?«, fragte Eric nach einer Weile.
»Ganz okay.« Ich zuckte mit den Achseln. »Ich war in der Gruppe. Das Übliche.« Ich zögerte kurz, bevor ich weitersprach: »Ich bin nicht sicher, ob mir die Treffen noch etwas geben.«
Eric sah mich nachdenklich an, sagte jedoch nichts.
»Die Gespräche drehen sich irgendwie im Kreis. Sie ziehen mich runter, anstatt mich aufzubauen. Heute Morgen war ich gut drauf, voller Tatendrang. Nach dem Treffen war davon kaum noch etwas davon übrig.«
»Wenn dir die Gruppe nicht mehr gut tut, geh nicht mehr hin. Es ist deine Entscheidung, Melissa. Wahrscheinlich bist du einfach so weit.«
Ich schluckte schwer. Eric stellte sein Glas ab. Sein Blick war weich. »Ich vermisse Kathlen auch. Jede Sekunde. Das wird sich nicht ändern und das muss es auch nicht. Dieses Gefühl gehört einfach zu unserem Leben dazu«, sagte er mit sanfter Stimme. Ich nickte mit zusammengepressten Lippen. »Könnten wir wohl das Thema wechseln?«
»Natürlich.« Eric seufzte leise. Ich griff nach meinem Weinglas und leerte es bis zur Hälfte in einem Zug.
»Scheint dir zu schmecken.« Grinsend wischte Eric mit seinem Finger über meine Oberlippe.
Meine Anspannung legte sich wieder etwas und ich lächelte ebenfalls. »Keine Ahnung was der Wein gekostet hat, aber er ist sein Geld wert.«
Eric rutschte näher an mich heran und legte den Arm um mich. Ich lehnte meinen Kopf gegen seine breite Schulter. Eine Weile schwiegen wir, bevor ich die Unterhaltung wieder in Gang setzte: »Ich frage mich, ob die da oben irgendwann mal mit der Renovierung loslegen. Im Treppenhaus stehen immer noch die Fliesenpakete rum. Der Berger scheint´s mit dem Verkauf nicht gerade eilig zu haben.«
»Ist doch ganz nett so. Keiner, der uns auf dem Kopf rumtrampelt oder sich beschwert, dass die Musik zu laut ist oder womit Nachbarn halt so nerven.«
»Ja, das stimmt. Ich find´s nur seltsam, dass er die Wohnung so lange leer stehen lässt. Er könnte ja auch unsaniert verkaufen. Oder erstmal vermieten. Heutzutage bekommst du doch jede Kaschemme verkauft und die Lage ist top.«
»Er wird schon seine Gründe haben. Auf das Geld ist er bestimmt nicht angewiesen. Sonst hätte er für unsere Wohnung auch einen anderen Preis aufgerufen.« Eric verschränkte seine Hand in meiner. »Genießen wir doch einfach die Stille vor dem Baulärm. Allerdings . . . wenn´s dir keine Ruhe lässt, kann ich ihn auch anrufen und nachfragen, was er da oben vorhat.« Eric tat, als würde er nach seinem Handy greifen.
»Das fehlte noch«, erwiderte ich und boxte ihm gespielt in die Seite.
Eric lehnte sich grinsend zurück. Ich trank einen Schluck Wein und betrachtete dabei das Profil meines Mannes. Unglaublich, wie gut er noch immer aussah. Zärtlich ließ ich meine Finger durch das volle, dunkle Haar in seinem Nacken und durch sein ergrautes Schläfenhaar gleiten. Eric senkte den Kopf und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Er erhob sich lächelnd und streckte mir die Hand entgegen. Zögernd ergriff ich sie und ließ mich von ihm auf die Füße ziehen. Ich schwankte leicht. Eine Handvoll Kräcker war offenbar keine geeignete Grundlage für den Rotwein. Eric zog mich an sich und ich spürte seine Erektion. In seinem Blick lag wochenlang aufgestautes Verlangen. Meine Rückenmuskeln verkrampften sich.
»Bella Bellisa«, hauchte Eric.
Ich gab ihm einen flüchtigen Kuss und wollte mich aus seiner Umarmung winden, aber er hielt mich sanft zurück.
»Ich will dich nicht drängen, Mellisa«, sagte er leise, aber die Erregung schwang unüberhörbar in seiner Stimme. 
»Ist schon gut. Es ist nur . . . « Es ist nur dieses unsinnige Gefühl, Kathlen zu verraten, wenn ich glückliche Momente zulasse. Ich fühle mich schlecht dabei. Immer noch! »Ach . . . nichts.« Ich versuchte zu lächeln. In meinem Inneren hörte ich Dr. Krämers überflüssige Mahnung: »Das unterschiedliche Tempo bei der Verlustverarbeitung ist der Haupttrennungsgrund trauernder Paare. Akzeptieren Sie Ihr eigenes Tempo ebenso wie das Ihres Mannes.« Ich biss mir auf die Lippe und griff nach meinem Weinglas. Unsere Tochter hätte sich gewünscht, dass wir glücklich sind. Verdammt, was sollten also diese unnötigen Schuldgefühle?
Eric stand mit hängenden Schultern da. Unentschlossen ging mein Blick zwischen ihm und dem Sofa hin und her. Schließlich streckte ich meinem Mann zaghaft die Hand entgegen. Er zögerte, sichtlich verunsichert, bevor er sie ergriff. Behutsam zog er mich wieder an sich. Eine Weile hielt er mich einfach nur schweigend im Arm. »Melissa«, flüsterte er in mein Haar. Nur dieses eine Wort, in dem sich seine ganze Sehnsucht widerspiegelte. Ich drängte näher an ihn und Eric entfuhr ein wohliger Seufzer. Er küsste mich erneut. Erst zaghaft und, als ich seinen Kuss erwiderte, immer leidenschaftlicher. Vorsichtig löste ich mich wieder aus seiner Umarmung. »Ich gehe kurz ins Bad und bin gleich wieder bei dir.«
»In Ordnung. Ich warte auf dich im Schlafzimmer«, flüsterte Eric mit belegter Stimme.
Auf unsicheren Beinen lief ich ins Bad. Ich zog Jeans und Shirt aus und legte sie ordentlich über den Wannenrand. Ich warf einen kurzen Blick in den Spiegel und wandte mich sofort wieder ab. Ich war so dünn geworden, dass meine Schlüsselbeine wie knorrige Äste über meinen Brüsten hervorragten. Nicht sehr sexy. Ich schloss kurz die Augen und atmete einmal tief durch.
Im Schlafzimmer lag Eric bereits splitternackt auf dem Bett. Die Jalousien waren heruntergelassen und das Licht gelöscht. Eine Kerze auf dem Nachtschrank tauchte seine Silhouette in diffuses, flackerndes Licht. Ich legte mich zu ihm und schmiegte mich in seine Arme. Auf der warmen Haut seiner Brust roch ich den Hauch von Sandelholz und Minze. Das Parfüm, das ich ihm zu seinem letzten Geburtstag geschenkt hatte. Ich schloss die Augen und genoss seine streichelnden Hände auf meinem Körper. Die Entspannung setzte genauso überraschend ein, wie das angenehme Kribbeln zwischen meinen Beinen. Mir entfuhr ein leises Stöhnen, eine Mischung aus Lust und Erleichterung. Eric liebkoste meine Brüste, nachdem er es endlich geschafft hatte, meinen BH zu öffnen und ihn mir abzustreifen. Dann rollte er sich auf mich. Ich schloss die Augen und streichelte seinen Rücken. Endlich konnte ich mich fallen lassen. Ich öffnete die Augen wieder ein wenig . . .  und fuhr zusammen.
In der Nähe der Tür befand sich etwas Großes, Schwarzes.
Etwas, das weit außerhalb dessen lag, was mein Verstand in diesem Moment zu erfassen vermochte.
Ein Schatten.
Im ersten Moment dachte ich, eine der Kleiderschranktüren würde offen stehen. Doch dann nahm ich eine Bewegung wahr und trotzdem dauerte es noch Sekunden bis sich mein Schrei löste.

. . .

Dann lasst mal tüchtig die Röstgabeln glühen  :neuteufel: :diablo: :cheese:
« Letzte Änderung: 24 Juni 2018, 14:49:10 von Schreibsuse »

Offline Trippelschritt

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    • Pentamuria
Re: Dark Watch Kapitel 1.3
« Antwort #1 am: 24 Juni 2018, 16:23:49 »
Hallo liebe Teufel!
Ich mache es Trippelschritt nach und haue mein überarbeitetes 1. Kapitel noch mal auf den Grill. Ich hab mir Mühe gegeben, all Eure Ratschläge zu befolgen. Ich fühle mich mit dieser Version schon recht wohl. Aber trotzdem bin ich auf Eure geschätzte Meinung neugierig! Kommafehler könnt Ihr außer Acht lassen  :traurig:. (Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr  :'(). Damit müht sich dann final meine befreundete Deutschlehrerin ab.
Ansonsten bin ich wieder für jede Erbse dankbar und sage schon mal ganz lieben Dank!!


Kapitel 1
Freitagabend, der 21.10.2017


Ich saß mit angezogenen Beinen auf dem Sofa, die Knie unter meinem Oversize-Pullover versteckt. Mein Kater, Willow, schlich unruhig durch das Wohnzimmer. Vor der Terrassentür nahm er Platz und schaute auffordernd zu mir herüber. Eric legte das Hamburger Abendblatt bei Seite. »Ich mach schon«, sagte ich, bevor er sich aus dem Ohrensessel erheben konnte.
Auf der Terrasse blieb ich eine Weile stehen und atmete die feucht-kalte Herbstluft in tiefen Zügen. Es half die düsteren Gedanken, denen ich seit dem Treffen in der Selbsthilfegruppe nachhing, zu vertreiben. Die Außenleuchte im Garten erlosch im selben Moment, in dem Willow unter dem Rhododendron abtauchte. Fröstelnd schloss ich die Tür und ließ die elektrischen Jalousien herunterfahren.
Im Wohnzimmer hielt mir Eric die Weinflasche entgegen, die er gleich nach Feierabend demonstrativ auf den Esstisch gestellt hatte. » Ein 2008er Château Loudenne . . . ein sehr guter Tropfen, sagt der Weinhändler unseres Vertrauens.« Er zwinkerte mir lachend zu. Vermutlich hatte der Händler diesen Wein ebenso angepriesen wie jeden anderen Wein auch. In höchsten Tönen und ausschließlich in Superlativen. »Ich finde, wir sollten testen, ob der Wein hält, was sein Preis verspricht. Was meinst du?«
»Nur ein halbes Glas für mich, bitte.«
Eric schenkte das Glas voll. Er lächelte entschuldigend und strich mir zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. »Du nimmst das Antidepressivum nicht mehr. Du darfst Alkohol trinken. Aber ich will dich nicht überreden. Ich kann den Wein auch alleine niedermachen.«
»Schon gut. Cheers!« Unsere Gläser stießen leise klirrend aneinander. Ich nahm einen vorsichtigen Schluck und genoss das schwere, erdige Aroma des Bordeauxweins. Lange her, dass mein Gaumen das erlebt hatte.
»Wie war dein Tag?«, fragte Eric nach einer Weile.

Ich bin ja eher fürs Grobe als für den Feinschliff. Also mache ich es mir mal einfach. Das ist ein guter Text. Wenn Du ihn so stehen lässt, machst Du nicht viel verkehrt. Was sich verbessern lässt, werden die anderen Dir schon noch erzählen. Kannst also zufrieden sein. Und doch ...
Bis zum obigen Teil des Zitats fand ich den Text richtig gut. Dann bröckelt er ab. Ich markiere den Teil, den ich für suboptimal halte und kommentiere unten weiter.


Zitat
»Ganz okay.« Ich zuckte mit den Achseln. »Ich war in der Gruppe. Das Übliche.« Ich zögerte kurz, bevor ich weitersprach: »Ich bin nicht sicher, ob mir die Treffen noch etwas geben.«
Eric sah mich nachdenklich an, sagte jedoch nichts.
»Die Gespräche drehen sich irgendwie im Kreis. Sie ziehen mich runter, anstatt mich aufzubauen. Heute Morgen war ich gut drauf, voller Tatendrang. Nach dem Treffen war davon kaum noch etwas davon übrig.«
»Wenn dir die Gruppe nicht mehr gut tut, geh nicht mehr hin. Es ist deine Entscheidung, Melissa. Wahrscheinlich bist du einfach so weit.«
Ich schluckte schwer. Eric stellte sein Glas ab. Sein Blick war weich. »Ich vermisse Kathlen auch. Jede Sekunde. Das wird sich nicht ändern und das muss es auch nicht. Dieses Gefühl gehört einfach zu unserem Leben dazu«, sagte er mit sanfter Stimme. Ich nickte mit zusammengepressten Lippen. »Könnten wir wohl das Thema wechseln?«
»Natürlich.« Eric seufzte leise. Ich griff nach meinem Weinglas und leerte es bis zur Hälfte in einem Zug.
»Scheint dir zu schmecken.« Grinsend wischte Eric mit seinem Finger über meine Oberlippe.
Meine Anspannung legte sich wieder etwas und ich lächelte ebenfalls. »Keine Ahnung was der Wein gekostet hat, aber er ist sein Geld wert.«
Eric rutschte näher an mich heran und legte den Arm um mich. Ich lehnte meinen Kopf gegen seine breite Schulter. Eine Weile schwiegen wir, bevor ich die Unterhaltung wieder in Gang setzte: »Ich frage mich, ob die da oben irgendwann mal mit der Renovierung loslegen. Im Treppenhaus stehen immer noch die Fliesenpakete rum. Der Berger scheint´s mit dem Verkauf nicht gerade eilig zu haben.«
»Ist doch ganz nett so. Keiner, der uns auf dem Kopf rumtrampelt oder sich beschwert, dass die Musik zu laut ist oder womit Nachbarn halt so nerven.«
»Ja, das stimmt. Ich find´s nur seltsam, dass er die Wohnung so lange leer stehen lässt. Er könnte ja auch unsaniert verkaufen. Oder erstmal vermieten. Heutzutage bekommst du doch jede Kaschemme verkauft und die Lage ist top.«
»Er wird schon seine Gründe haben. Auf das Geld ist er bestimmt nicht angewiesen. Sonst hätte er für unsere Wohnung auch einen anderen Preis aufgerufen.« Eric verschränkte seine Hand in meiner. »Genießen wir doch einfach die Stille vor dem Baulärm. Allerdings . . . wenn´s dir keine Ruhe lässt, kann ich ihn auch anrufen und nachfragen, was er da oben vorhat.« Eric tat, als würde er nach seinem Handy greifen.
»Das fehlte noch«, erwiderte ich und boxte ihm gespielt in die Seite.

In dem obigen Text hast du das allgemeine Geplauder in direkter Rede dargestellt. Das Geplauder fing schon vorher an, und da gefiel es mir. Das mit dem Wein war gut. Aber dann wird mir zu viel und zu lange geplaudert, dass es anfängt, mich zu langweilen. Und das ist schade. Theoretisch ist das leicht zu korrigieren. Geh aus der wörtlichen Rede raus in die indirekte Rede und kürze das. Gedankeneinschübe helfen. Wein kommt jetzt zum zweiten Mal, nimm etwas anderes. Fliesen interessieren mich nicht.
Was sich theoretisch so einfach anhört, ist praktisch erheblich weniger einfach. Es ist ein feines Gleichgewicht, das von den Stützen der wörtlichen Rede getragen wird und gar nicht so einfach zu schreiben.
Aber wie oben bereits gesagt. Du kannst es lassen, wenn Dir die Verbesserung nicht gelingt. Es gibt viele, die bekommen nicht hin, was du da geschrieben hast.

Der untere Teil ist in Ordnung bis auf ein paar Erbsen. Den würde ich mir aber erst anschauen, wenn ich die Überleitung zum letzten Teil gelesen habe. Und dann noch eine Bemerkung, etwas über das ich mich amüsiert habe. Offenbar gibt es in jeder Beziehung einmal den Zeitpunkt, an dem die Frauen erst einmal ins Bad gehen müssen. Dann weiß der Mann, dass die Sturm- und Drangphase endgültig zu Ende ist.


Liebe Grüße
Trippelschritt
  • Ich schreibe gerade: Tamalone, hieß früher mal Ypsilone
Womit kann der alte Vol Jin euch helfen

Offline Schreibsuse

  • Höllenhund
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Re: Dark Watch Kapitel 1.3
« Antwort #2 am: 25 Juni 2018, 11:02:13 »
Hallo Trippelschritt,

hab vielen Dank für deine Röstung!
Ja, bei dem Dialog über die Begebenheiten in der darüber liegenden Wohnungetage habe ich auch lange nachgedacht, ob das an der Stelle sinnvoll ist. Am Ende hab ich es erst mal drinnen gelassen und eingestellt, um Eure Meinung dazu zu hören.

Ich wollte mit dem Dialog schon mal ein wenig die Umgebung beschreiben. Aber das kann ich auch gut bei Kommissar Rüppers Befragung im 3. Kapitel mit einbinden.
Da denke ich noch mal drauf rum. Aber offensichtlich scheint der Dialog an dieser Stelle wohl zu stören.

Vielen Dank für dein hilfreiches Feedback!!

Offline eska

  • Röstdämon
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Re: Dark Watch Kapitel 1.3
« Antwort #3 am: 26 Juni 2018, 18:08:13 »
Hallo Schreibsuse.

Die zweite Version deines ersten Kapitels ist dir meines Erachtens gut gelungen. Gratuliere!
Man kann sich viel besser in Melissa einfühlen, erfährt mehr über Eric und ihre Beziehung, sie ist weniger zurückgezogen, obwohl traurig, nichts lenkt mehr ab (Kater, Regal...) - Anmerkungen super umgesetzt, würde ich sagen.  :klatsch:

Ein paar Kleinigkeiten habe ich noch, und am Ende würde ich noch feilen. Und weil ich die bisherige Röstung gelesen habe, ja, die Nachbarn von oben tragen nichts zum Verständnis bei. Ein allgemeines Gespräch passt schon dahin, aber vielleicht findest du etwas, das subtil doch mit Eric und Melissa zu tun hat, oder mit Katleen oder der späteren Entwicklung. So dass man als Leser am Ende denkt: Mensch, da war doch was.
Die erste Szene sollte ja so etwas wie ein Samenkorn sein, aus dem sich die ganze Story entwickeln kann, auch da, wo man es ihr nicht ansieht. Falls du das Thema deines Thrillers in wenige Worte fassen kannst, lass das in irgendeiner verfremdeten Form Gesprächsstoff sein. Oder es sind doch die Nachbarn...

So, hier die Details:
Zitat
und griff nach meinem Weinglas.

Wenn du hier so etwa schreibst: 'und drehte mich nach meinem Weinglas um' oder 'und ging die zwei Schritte zu meinem Weinglas', dann erklärt das, wieso er gleich mit hängenden Schultern dasteht, während er sie eben noch im Arm hielt.

Zitat
Eric liebkoste meine Brüste, nachdem er es endlich geschafft hatte, meinen BH zu öffnen und ihn mir abzustreifen.
Die Reihenfolge der Bilder ist ungünstig, dreh den Satz um: Erst A, dann B.

Zitat
Endlich konnte ich mich fallen lassen. Ich öffnete die Augen wieder ein wenig . . .  und fuhr zusammen.
Mir gefiele ein 'Irgendwann': Irgendwann öffnete ich die Augen wieder... Es signalisiert, dass Melissa sich wirkungsvoll entspannt hat und das Folgende wirklich unvorbereitet kommt.

Zitat
In der Nähe der Tür befand sich etwas Großes, Schwarzes.
Etwas, das weit außerhalb dessen lag, was mein Verstand in diesem Moment zu erfassen vermochte.
Ein Schatten.
Im ersten Moment dachte ich, eine der Kleiderschranktüren würde offen stehen. Doch dann nahm ich eine Bewegung wahr und trotzdem dauerte es noch Sekunden bis sich mein Schrei löste.
Mir scheint, daran kannst du noch arbeiten.
Satz 1 okay. Satz 2 in der Situation unangemessen. Zu kompliziert und verkopft. Reißt raus.
Vorschlag: 'Satz' 3 vorziehen. Dann in etwa: Mein Verstand streikte. Dann fand ich eine Erklärung: Eine offene Tür. Als sich der Schatten aber bewegte, setzte mein Herz aus. Es dauerte endlose Sekunden, bis mein Schrei sich löste.

Vielleicht fällt ja jemandem noch etwas Zündenderes ein, dies nur zur Verdeutlichung.

Auf jeden Fall freue ich mich auf Fortsetzungen!

Lieben Gruß,
eska
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Offline Schreibsuse

  • Höllenhund
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Re: Dark Watch Kapitel 1.3
« Antwort #4 am: 27 Juni 2018, 11:42:53 »
Hallo eska!

Hab ganz vielen Dank für deine konstruktive Röstung!

Zitat
Die zweite Version deines ersten Kapitels ist dir meines Erachtens gut gelungen. Gratuliere!
Man kann sich viel besser in Melissa einfühlen, erfährt mehr über Eric und ihre Beziehung, sie ist weniger zurückgezogen, obwohl traurig, nichts lenkt mehr ab (Kater, Regal...) - Anmerkungen super umgesetzt, würde ich sagen.  :klatsch:
Jippi!!!!!!!  :jubel:  :whee: DANKE!!  :hach:

Zitat
So, hier die Details:

Zitat
und griff nach meinem Weinglas.


Wenn du hier so etwa schreibst: 'und drehte mich nach meinem Weinglas um' oder 'und ging die zwei Schritte zu meinem Weinglas', dann erklärt das, wieso er gleich mit hängenden Schultern dasteht, während er sie eben noch im Arm hielt.

Da bin ich ganz bei dir! Wird auf jeden Fall umgesetzt! :schreib:

Zitat
Zitat

Eric liebkoste meine Brüste, nachdem er es endlich geschafft hatte, meinen BH zu öffnen und ihn mir abzustreifen.

Die Reihenfolge der Bilder ist ungünstig, dreh den Satz um: Erst A, dann B.

Oh ha . . . und da war sie wieder, die verdrehte Reihenfolge  :kopfwand:
Ich werde mal meinen gesamten Text nach den Schlüsselwörtern "nachdem" und "danach " absuchen. Da werde ich sicher eine ganze Tonne voll mit Reihenfolgefehler aufspüren. Aber so langsam bin ich darauf sensibilisiert und hoffe, dass mir der Fehler zukünftig nicht mehr so häufig unter die Tastatur kommt.

Zitat
Endlich konnte ich mich fallen lassen. Ich öffnete die Augen wieder ein wenig . . .  und fuhr zusammen.


Mir gefiele ein 'Irgendwann': Irgendwann öffnete ich die Augen wieder... Es signalisiert, dass Melissa sich wirkungsvoll entspannt hat und das Folgende wirklich unvorbereitet kommt.

Schon geklaut  :cheese:! Merci!


Ja . . . und hmmm . . . das Ende. Da tue ich mich schwer mit. Mir gefällt das Ende als Überleitung eigentlich gut. Bei mir löst es beim Lesen die richtigen Emotionen aus. Ich werde mir erst mal einen Marker dran pinnen und später noch mal darauf rumdenken. Vermutlich liegst du damit ja auch richtig, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher wie und ob ich das so umsetzen werde.
 :coffeepc:

Auf jeden Fall wieder mal ganz, ganz super hilfreiche Hinweise!!
 :danke:


Offline eska

  • Röstdämon
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Re: Dark Watch Kapitel 1.3
« Antwort #5 am: 28 Juni 2018, 12:36:23 »
 :cheerful:

Freut mich!
 :kaffee2:

eska
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