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Fantasy / Re: Ypsilone
« Letzter Beitrag von Trippelschritt am 14 Juli 2018, 05:49:25 »
Danke, tut es. Ich bin ja auch noch dran. Immerhin ist das Problem halb klar. Aber nicht ganz, weil ich noch nicht so richtig herausbekommen habe, woran es liegt. Aber ich bohre weiter. Perspektive in Kombination mit Nähe/Distanz ist eines der schwierigsten Schreiberhandwerkdingsbumms.

Liebe Grüße
Trippelschritt
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Science Fiction / Lucretias Traum - Anfang
« Letzter Beitrag von Taurussieben am 13 Juli 2018, 22:57:57 »
So, ich habe meinen Anfang komplett überarbeitet. Es wird eventuell doch eine Szene vor dieser geben, aber da bin ich noch unentschieden, ob oder ob nicht.
Im Allgemeinen habe ich so ziemliches alles vom Einstieg weggeschnitten und nur noch die für die Geschichte entscheidende Begegnung drinnen gelassen.

Jede Form von Kritik ist eigentlich willkommen, da mich interessiert ob die Szene einfach wirkt.

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Lucretia zitterte. Angst und Müdigkeit vermischten sich mit der Anstrengung zu einem gefährlichen Cocktail, der sie nicht mehr klar denken ließ. Immer wieder begannen verschiedene Muskelstränge nervös zu vibrieren, ein konstantes Zucken unter der rauen Oberfläche des Raumanzuges. Sie versuchte einen Moment zu ergründen, welche Entscheidung der letzten paar Stunden, sie in diese Lage gebrachte hatte. Wahrscheinlich alle, flüsterte eine Stimme in ihr, die verdächtig nach ihrer Schwester klang. Sie kroch auf dem Boden nach vorne und versucht vorsichtig um die Steinformation herum zu schauen. Mit einem Raumhelm war das mehr als schwierig. Aus den Augenwinkeln konnte sie noch immer Bewegung sehen. Die Schmuggler waren noch immer dabei ihre Rettungskaspel zu untersuchen. Sie haderte. Sie könnte ihn entgegen gehen, sie bitten mit zu nehmen. Konnte sich auf die stellaren Statuten beziehen. Doch hier im Asteroidengürtel, der Niemandszone, waren die Regeln anders. Sie kroch wieder zurück. Der Felsbrocken auf dem sie niedergegangen war, bestand aus Geröll und überraschend festem Untergrund. Ihre Fußspuren waren schnell nicht mehr erkennbar. Die Schmuggler oder waren es Piraten hatten die Umgebung abgesucht. Aber die Kapsel war wohl wertvoller, als ein potentiell gefährlicher Gefangener. Lucretia kontrollierte ihre Sauerstoffanzeige. Sie hatte noch zwei Stunden. Sie musste sich entscheiden. Die Schmuggler waren ihre beste Chance. Sie glaubte nicht, dass der Ortungsbeacon den Absturz überlebt hatte oder die Schmuggler ihn aktiv lassen würden.
Sie hielt inne. Ein Gleiter zog vorbei. Sie konnte ihn deutlich sehen. Kein Gleiter, ein Abfangjäger, die schlanke graue Gestalt, bohrte sich wie eine Nadel am Himmel entlang. Sie kroch wieder zum Ende der Steinwand und lugte herum. Die Schmuggler hielten inne. Einer schien etwas in ein Funkgerät zu sagen. Freund oder Feind? Freund oder Feind? Der Jäger, drehte ab. Sie sackte zusammen. Wohl Freund. Sie würde also keine weitere Chance bekommen-
Der Jäger kehrte zurück. Die Schmuggler hatten es plötzlich sehr eilig und begaben sich zu ihren Gleitern zurück. Ihr wahrscheinlicher Anführer, eine große breite Figur machte hektische Bewegungen. Wenige Minuten später waren sie verschwunden, die halb zerlegte Rettungskapsel glänzte wehmütig. Der Jäger landete. Lucretia suchte nach einem Erkennungszeichen. Freund oder Feind? An der Außenwand fand sie eine Flagge. Sie seufzte Arcon. Sie musste auf arconischer Grenzseite gelandet sein. Aber die Kennzeichnung war Militär, das Militär musste sich an die Statuten halten, oder? Sie fluchte, das Zittern kehrte zurück, sie hatte keine andere Wahl. Mehr Chancen würde sie nicht bekommen. Dies war kein Ort mit ständigem Traffic wie auf der Hauptpromenade von Barros Prime. Noch bevor sie sich weiter davon abhalten konnte, stand sie auf und trat hinter der Formation hervor. Mit erhobenen Händen machte sie sich deutlich sichtbar auf den Weg in Richtung des Jägers.
Nichts geschah. Der Pilot versuchte weder zu funken, noch öffnete er das Cockpit, als sie das Fahrwerk erreichte hatte, sah sie den Gleiter aus den Augenwinkeln über sie hinweg schweben. Kleiner, als die der Schmuggler. Fast zärtlich glitt er über dem Jäger vorbei und setzte hinter ihm auf. Die Eingangsklappe öffnete sich. Eine Gestalt im Raumanzug winkte ihr zu. Machte eine Geste, die andeutete das sie näherkommen sollte. Sie hatte keine Wahl. Sie trat um den Jäger herum, die Arme immer noch erhoben, auf den Gleiter zu. Starke Hände packten sie und zog sie nach oben. Die Klappe schloss sich und das einsetzende leichte Vibrieren machten deutlich, dass sie am Starten waren. Ein leises Zischen und die Person vor ihr löste den Helm. Sie tat es ihm gleich.
Weißgraue Haare, helle wache Augen, ein ernster Mund. Sie suchte in ihrem Gedächtnis nach Erinnerung. Suchte nach etwas Vertrautem. Doch ihre Kenntnisse des arconischen Militärs erschöpfte sich schnell. Sie schluckte. Ob er sie erkannte? In seinem Gesicht zeigte sich keine Regung, doch in seinen Augen lag etwas Seltsames. Sie richtete sich auf. Recto capite gladioque, “Erhobenen Hauptes, erhobenen Schwertes”, war ihr Familienmotto, und wenn sie auch kein Schwert in diesem Augenblick besaß, so konnte sie noch immer alles und jedem die Stirn bieten.
Ihr gegenüber lächelte plötzlich breit, amüsiert.
“Ich muss mich für die späte Ankunft entschuldigen. Doch wir haben nicht mit solch hohem Besuch gerechnet.” Das Grinsen wurde wölfisch. Natürlich hatte er sie erkannte, Arcon war das direkte Nachbarsystem zu Barros. “Doch sagt, was macht eine Lady so weit draußen?” Er trat einen Schritt auf sie zu. Er war groß. Der Raum um sie herum schien zu schrumpfen. Sie standen noch immer bei der Eingangsklappe. Sie konnte nicht ausweichen. Sie schluckte.
“Mein Schiff wurde abgeschossen.” Er hob eine Augenbraue. Er glaubte ihr nicht, stellte sie überrascht fest. Aber war es wirklich so überraschend? Sie alleine, irgendwo wo sie nicht sein sollte auf anscheinend arconischer Grenzseite.
“Welches Schiff?” Sie zuckte zusammen, die Stimme war harsch und kalt. Sie versuchte sich an den Namen des Schiffes zu erinnern.
“Blackwater.” Nun zog er beide Augenbrauen nach oben.
“Die Kapsel gehört der schwarzen Bestie, der Blackwater?” Er schnaubte. “Es steht zu bezweifeln, dass eines der Flaggschiffe der barrischen Galactica Flotte Euch einfach von A nach B transportiert, wie ein glorifiziertes Taxi, ohne das einen prekäreren Hintergrund gibt.” Er beugte sich nach vorne. Sein warmer Atem strich über ihr Gesicht.  “Sollte die Kapsel wirklich von der Blackwater stammen, was ich noch immer anzweifle, schließe ich, dass Ihr auf einer geheimen Mission unterwegs wart und an dieser Mission bin ich äußerst interessiert.” Jede Amüsiertheit war aus seinem Gesicht gewichen, alles an ihm war todernst. Sie schluckte. Panik begann sich über ihren Magen aus zu ihrem Herz auszubreiten, griff mit seinen Fingern nach ihren Gedanken. Ihre Hände festigten sich um den Helmrand, Schmerz gab ihr wieder einen Focus. Drängte die Panik zurück. Er musterte sie einen weiteren Moment, dann zog er sich zurück. Sie wich seinem Blick nicht aus. Etwas huschte über das Gesicht des Fremden, doch es war zu schnell, als dass sie es lesen konnte. “Ich stelle euch nach den Arconischen Statuten unter die Verantwortung meiner Familie. Ihr werdet auf meinem Familienanwesen unter Hausarrest gestellt. Dort werde ich entscheiden, wie weiter mit Euch zu verfahren sein wird, Lady de Veil.” Sie nickte. Noch vor wenigen Minuten hatte sie sich geschworen allem die Stirn zu bieten, doch bisher hatte sie keinen Laut von sich gegeben. Sie kratzte ihre letzte Willenskraft zusammen.
“Ihr kennt meinen Namen, doch mit wem habe ich die zweifelhafte Ehre?” Plötzlich lächelte ihre gegenüber und es wirkte so anders, als das kalte Äußere was er noch einen Moment zu vor an den Tag gelegt hatte.  Er deutete eine Verbeugung an.
“Robert von Holden, zu euren Diensten.”

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Fantasy / Re: Ypsilone
« Letzter Beitrag von Taurussieben am 13 Juli 2018, 21:52:09 »
Wie immer spät zur Party, und das meiste wurde auch schon gesagt.

Zum Guten:
Es ist interessant und hat das potential eine etwas andere Fantasy mit Elfen zu werden als man es normalerweise erwartet. Ich habe auf jeden Fall daran Interesse mehr zu erfahren vor allem über unseren grumpeligen älteren Elfen.  ;)


Womit ich Probleme hatte:
Lilith hat es auch schon angesprochen, die Dynamik zwischen Illrezit und Ypsilone passt nicht. Den Dialog musste ich stellenweise zweimal lesen, weil ich richtig wusste wer nun spricht. Auch Ypsilones plötzliche Unruhe und Angst davor, die ihr bekannte Siedlung zu verlassen, kommt für mich aus dem Blauen heraus, ich fühle nicht mit ihr. Was sehr schade ist. Vom Bauchgefühl würde ich sagen, ist des der Dialog, der nicht seinen Zweck erfühlt.

Aber wie schon Eingangs erwähnt, die Geschichte klingt interessant.
Vielleicht kann dir das noch ein wenig weiter helfen.

 :b2:
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Sonstige Texte / Re: Dark Watch Kapitel 3
« Letzter Beitrag von Schreibsuse am 13 Juli 2018, 20:52:53 »
 Hab ganz vielen Dank, Trippelschritt
Ja, die NDRS hat mich auch so tief in Verwirrung gestürzt, dass ich mich davon einfach nicht mehr erhole. Zum Warmwerden sieht gut aus!

Das leise gemurmelte "Scheiße" sollte den Kommissar menschlich machen. Ich hab auch schon sowas in der Art erlebt. Aber du bist mit der Kritik an diesem Satz nicht allein. Daher fliegt er jetzt raus!

Danke für dein Feedback!!

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Sonstige Texte / Re: Dark Watch Kapitel 3
« Letzter Beitrag von Trippelschritt am 13 Juli 2018, 19:01:14 »

Ein Mix aus abgestandenem Kantinenessen, Filterkaffee und Desinfektionsmittel lag in der Luft. Teilnahmslos betrachtete ich die Staubflocken, die in dem Lichtstrahl tanzten, den die tiefstehende Herbstsonne in mein Krankenzimmer schickte. Die Welt erschien mir so fremd, als hätten mich die Ereignisse in ein Paralleluniversum geschleudert. Ich gab einen lauten, verzweifelten Seufzer von mir. Vorsichtig schwang ich die Füße aus dem Bett und griff nach dem Metallgestell am Fußende. Der Raum schwankte. Mein Kreislauf brauchte etwas Zeit, um nach dem vielen Liegen wieder in Gang zu kommen. Ich sah mich nach den weißen Frotteehausschuhen um, die mir das Klinikum als Leihgabe überlassen hatte. Sie waren nicht mehr da. Vermutlich hatte die Putzfrau sie entsorgt. Die Toilette lag auf dem Gang, meinem Zimmer direkt gegenüber. Auf nackten Füßen huschte ich über den Flur. In dem winzigen Vorraum stützte ich mich auf das Waschbecken und starrte auf die Fremde im Spiegel. Sie blickte mir aus rotgeäderten Augen entgegen. Mit der Hand fuhr ich halbherzig durch das strähnige, blonde Haar, das verschwitzt an meinem Kopf klebte. Vielleicht sollte ich duschen gehen. Genauso gut konnte ich es aber auch bleiben lassen. Wen interessierte es schon? Bevor ich zurück in mein Zimmer lief, entnahm ich dem Spender etwas Desinfektionsmittel und rieb damit meine Füße ein.
Beim Eintreten schrak ich zusammen. Ein fremder Mann saß auf einem der beiden Stühle, die an dem kleinen Tisch vor dem Fenster standen. Der Stuhl war zu niedrig für seine langen Beine, so dass er in eigenartiger Schräglage auf der Sitzfläche hing, um die Beine seitwärts auszustrecken. Der Mann erhob sich. Eilig raffte ich das schürzenähnliche Leihnachthemd hinter meinem Rücken zusammen und kletterte zurück in mein Bett. Der Mann trat näher und streckte mir die Hand entgegen. »Kommissar Rüppert. Mordkommission.«
Die Schonzeit war also vorüber, der Status "nicht vernehmungsfähig" aufgehoben. Ich schüttelte kurz seine Hand ohne ein Wort zu erwidern. Er zog sich den Stuhl an mein Bett und setzte sich wieder. Ich schloss die Augen und krallte meine Finger in die Bettdecke.
»Die Ärzte halten Sie für stabil. Ich will Sie nicht drängen, aber wir brauchen wirklich Ihre Hilfe. Können wir uns unterhalten?« Seine Stimme klang warm und einfühlsam.
Ich öffnete die Augen wieder und nickte zögernd. Mein Mund war staubtrocken.
»Lassen sie sich Zeit.«  Eine Weile wartete Kommissar Rüppert schweigend, dann fragte er: »Können wir?«
Ich nickte erneut. Er stellte das Diktiergerät, das aussah wie ein altmodischer Trockenrasierer, auf den Beistelltisch neben meinem Bett.
»Ich werde das Gespräch aufzeichnen? In Ordnung?« Er ließ die Feststellung wie eine Frage klingen, aber mir war klar, dass ich ihn wohl kaum durch ein Veto davon abhalten konnte.
»Ja.«
»Bitte nennen sie ihren vollständigen Namen.«
»Mein Name ist . . . « Ich räusperte mich. »Mein Name ist Melissa van de Veen.«
Es folgten Fragen zum Warm werden, nach meinem Geburtsdatum, Geburtsnamen und Geburtsort.
»Haben Sie Kinder?«
Ich griff nach dem kleinen Amulett, dass ich an einer feinen Silberkette um den Hals trug. »Wir hatten eine Tochter. Sie starb vor 3 Jahren bei einem Autounfall.«
Dem Kommissar entwich ein leise gemurmeltes »Scheiße«. Er ließ mir eine Weile Zeit mich zu fangen, bis er fortfuhr. »Sie haben Ihre Schwester bei der Notfallseelsorgerin als Kontaktperson angegeben. Können Sie dort für eine Weile unterkommen, falls die Spurensicherung Ihre Wohnung bis zu Ihrer Entlassung noch nicht freigegeben haben sollte?«


Hallo Schreibsuse,

ich habe noch zwei Tippfehler korrigiert und einen Satz unterstrichen, den ich dem Kommissar nicht abnehme. Aber ich habe nur zwei Vernehmungen miterlebt und beide haben nicht annähernd etwas mit einer Situation Deiner Protagonistin zu tun gehabt.

Ins Stocken kamm ich bei WC/Dusche auf dem Flur in Kombination mit "mein Krankenzimmer". Die kenne ich nicht, aber wird es wohl geben.

Bei der Rechtschreibung bin ich nicht mehr sicher, nach der NDRS. Ich würde aus dem Bauch heraus schreiben "zum Warmwerden" oder "zum warm werden".
Sonst habe ich nichts mehr gefunden, was mich kitzelt.

Ich halte Dein Verhör für einigermaßen plausibel. Der Haken bei Kriminalfällen ist, dass nur ganz wenige Leute wirklich wissen, wie Verhöre geführt werden. Mir ist Deines zu kurz. Aber das ist eine ganz intuitive Meinung und ich bin eh kein wirklicher Krimileser.

Also alles oki doki von mir aus.

Liebe Grüße
Trippelschritt
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Fantasy / Re: Ypsilone
« Letzter Beitrag von Trippelschritt am 12 Juli 2018, 16:53:18 »
Damit kann ich was anfangen, Ril. Ich sehe schon, ich muss noch einmal ganz von vorn über diese Szene nachdenken. Illrezit ist interessant, aber kein spontaner Sympathieträger. Vielleicht schenke ich ihm das erste Drittel und den Rest Ypsi. Ich schau mal.

Erst einmal vielen Dank

Trippel
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Fantasy / Re: Ypsilone
« Letzter Beitrag von Rilyn am 12 Juli 2018, 15:54:21 »
Hoi Trippelschritt,

wie wäre es umgekehrt, Illrezit die gesamte Szene hier zu geben und Ypsilone erst in der nächsten als Perspektivträgerin auftreten zu lassen?
Inwieweit du dann zusätzlich den neutralen Erzähler einsetzt, sei dahingestellt.

Was mich an der Distanz stört: Illrezit und auch Ypsilone bleiben mir als Charaktere relativ gleichgültig, obwohl du mich mit der Geschichte ansich durchaus zum Lesen bringen könntest. Aber ich habe keine emotionale Verbindung zu einer dieser Figuren, weil mir so viel über sie erzählt wird, nicht aus ihnen heraus, weil keiner der beiden im Wechsel genug Raum erhält und zudem noch vom neutralen Erzähler weiter Zeit gestohlen bekommt, in der sich die Figur ohne weitere Information oder Handlung im Text, allein durch ihre Sichtweise und Sprache entfalten könnte.
Ich vermute, dass mich hier in erster Linie der Wechsel stört, nicht der neutrale Erzähler ansich, und in jedem Fall die Ausrutscher ins Auktoriale.

Und noch ein Gedanke: Bei einer einzelnen Perspektive pro Szene plus den Neutralen kann Letzterer, wenn inhaltlich neutral, immer noch leicht den Tonfall eines Charakters weitertragen. Hier stehen sich aber zwei sehr gegensätzliche Figuren gegenüber. Du kannst zumindest in der bisherigen Form nicht allen Rechnung tragen.

Ich kann mir vorstellen, dass du mit dem Versuch, in Ilrezits Perspektive zu bleiben, die versehentlichen auktorialen Ausrutscher aus dem Text bekommst und vielleicht auch mit dem Infodump fertig wirst. Denn Illrezit wird sich beschweren, wenn du ihm aufdrückst, Informationen zu vermitteln, wenn er gerade ganz andere Sorgen hat; dem Neutralen ist das egal.

Liebe Grüße, :kaffee2:
Ril
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Fantasy / Re: Ypsilone
« Letzter Beitrag von Trippelschritt am 12 Juli 2018, 11:38:40 »
Das würde ich gern vermeiden, weil ...

Im Folgenden geht es mit Ypsi weiter und dazwischengeschobenen Szenen von Lufthauch und Illrezit. Ich hätte aber gern noch einen Blick auf die Menschenwelt, die leider erst recht spät als eigenständige Kraft im Plot tätig wird. Das geht zwar auch über Ypsi, wenn sie zurück über die Schulter blickt, aber da kann ich die elfische Verachtung nicht so einfach unterbringen.

Einer meiner Brüche mit den Lesegewohnheiten ist ja, dass an der Spitze die Drachen stehen (na ja, das geht grad noch), dann die Elfen kommen und dann erst die Menschen, von denen die beiden anderen Völker der Vernunft nicht viel halten. Und Ypsi ist zwar Menschin, aber glaubt doch eine Viertelelfe zu sein (nicht ein Dreiviertelmensch), was bereits alles sagt.

Liebe Grüße
Trippelschritt

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Fantasy / Re: Ypsilone
« Letzter Beitrag von FF am 12 Juli 2018, 10:58:24 »
Nimm doch Ilrezits Perspektive an dieser Stelle komplett raus und fang gleich mit Ypsilone an. Das meiste, was du aus seiner Perspektive geschildert hast, kann auch von ihr kommen.
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Fantasy / Re: Ypsilone
« Letzter Beitrag von Trippelschritt am 12 Juli 2018, 09:18:16 »
Eine unerwartete Antwort war das, Ril. Die paar Knubbel und Erbsen sind nicht so wichtig, weil die Sprachpolierersession noch kommt. Viel später. Aber mehr als Polieren ist auch nicht mehr geplant nach dieser Runde. Ich werde über Deine Bemerkungen nachdenken müssen, wenn ich sie denn richtig verstehe.

Aber sag mir bitte mal, was Dich an der Distanz stört. Denn die war beabsichtigt. Einen Teil des Problems kenne ich, und ich habe es noch nicht zu meiner Zufriedenheit gelöst. Die Menschen sind nicht unbedingt das Maß aller Dinge und eher ein Volk, aus das die anderen herabblicken. Die Elfen in jedem Fall. Und die Welt ist so weit weg von unseren Lesegewohnheiten, dass ich sie behutsam einführen muss. Und genau daran bastele ich noch.

Ypsi ist meine Protagonistin. Ihre Nähe suche ich in Szene 3. Aber ich muss selbstverständlich dafür sorgen, dass der Leser nach den ersten Seiten nicht das Buch nicht zuklappt. Ein paar hilfen hast Du mir bereits gegeben. vielleicht helfen Dir meine rudimentären Erklärungen, noch etwas weiter zu analysieren.
An Ilrezit muss ich noch einmal ran, ohne dabei Info zu dumpen. Ist schon recht tricky die ganze Sache.

Liebe Grüße
und vielen Dank
Trippelschritt
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