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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von Trippelschritt am 05 Juli 2019, 16:28:44 »
Meine Drachen in meiner neuen Serie (noch Manuskript) haben auch zwei Geschlechter. Zunächst einfach, wie man es auch bei manchen Fischen kennt, eine Geschlechtsumwandlung während ihres Lebens. Aber da Drachen auch noch Gestaltwandler sind und sich irgendendwann gezwungens ehen, diese Fähigkeit einzusetzen, gibt das schon ein gewisses durcheinander.

Liebe Grüße
Trippelschritt
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von Forticus am 25 Juni 2019, 19:48:41 »
Oha... Lefthand und Erdsee sind letzte Woche in die VerschenkenKiste gewandert.

Disposessed und Lefthand standen hier (auch) so 30 Jahre rum. Ersteren habe ich in Erinnerung mit einem Fazit mit 11 von 10 Ansibles [1], fürchte aber mir bei einer zweiten Runde an dem verklärten Bild die Augen zu verbrennen. Lefthand hatte ich in Hoffnung auf eine Art Fortsetzung oder Prequel gelesen, konnte aber mit dem (vermutlichen) Hauptthema wohl nicht so viel anfangen.

Wie ich wohl schon mal schrieb, bleiben mir auch nach über 50 Jahren Recherche Spezies mit zwei Geschlechtern immer noch ein Rätsel. Vielleicht sollte ich doch nochmal in die Studie von LeGuin reinschauen.

*LefthandausderKistehol*

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Ansible
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von Forticus am 25 Juni 2019, 19:40:22 »
Brin, The Postman (2. Anmerkung)

Gestern fertig geworden und etwas hin- und herzerirssen.
Fazit daher: 7,67 von 10 Briefmarken.

Angenehmer sachlicher SciFi-Stil und Wortspielereien, sowie interessante Darstellungen unterschiedlicher dörflicher und städtischer Entwicklungen nach einer Apokalypse. Eine Vielzahl von angerissenen Themen, die postapokalyptisch zu bedenken wären, inspirieren zum Weiterdenken, z.B. ein Feminismus, wonach männliches Leben nach ‘lebenswert’ selektiert werden sollte.  Vor 20 Jahren wären das locker 9 von 10 geworden.
Aber:
Ein paar gefühlte Agatha-Christie-Cookies, die den Prota weiterbringen, aber dem Leser vorenthalten werden …  ein Showdown mit Superhelden (die erst und dazu im letzten Viertel auftreten) mit Prota als Kommentator ... Weiters diskutiert der Autor einige gesellschaftspolitische Ideen, wobei mir stellenweise nicht klar war, ob die Figuren mit einander reden oder der Autor mir auf mehreren Kanälen tell-t, statt show-t.  Es könnte natürlich auch sein, dass das Buch mich angesprochen hat …

Wie ich heute bei Wikipedia las, sind ursprünglich der erste und zweite Teil des Postman mit Jahren Abstand einzeln als novels erschienen und prämiert worden und Brin habe die Idee des Postman als eine Roman-Nebenrolle von Niven aufgegriffen. Ich denke, The Postman hätte mit etwas mehr Tiefe zu einer guten Trilogie ausgearbeitet werden können. Andererseits … so eignet es sich als Argumentations-Handbuch für’s Regal, falls doch mal eine Zivilisation wieder aufzurichten ist.
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von Trippelschritt am 25 Juni 2019, 09:52:24 »
Was ich im Augenblick lese oder in letzter Zeit gelesen habe?

Dick Francis. Vorallem seine letzten Krimis, die er noch nicht mit seinem Sohn zusammen geschrieben hat. Sind ja alles Bestseller und ich habe sie mindestens bereits zweimal gelsen und bin nun bei der dritten Runde. Er hat u.a. ein Fingerchen dafür gehabt (RIP), lebendige Figuren zu erschaffen und sich in deren Köpfen herrlich auszukennen. Er hat in der Ich-Perspektive des Helden geschrieben und berichtet daher immer aus größter Nähe.

Jetzt lese ich mal wieder Ursula LeGuin, weil sie durch die Medien geistert. Ich verstehe nicht, wie die Frau einen Verlag gefunden hat in den Sechzigern. Ihr Niveau in Left Hand of Darkness ist so furchterregend hoch (Bei The Disposessed ähnlich), dass ich alle meine Vorurteile über Markt und Leser revidieren müsste. Fällt mir aber nicht ein. Ich dand diese Romane damals beim ersten Lesen ungewöhnlich und interessant. Nicht mehr. Gefangen hat sie mich mit der Magie ihrer Sprache bei der Erdsee-Trilogie. Aber jetzt lese ich mit anderen Augen als damals und bin unwesentlich älter (na ja, so 30-40 Jahre, kaum der Rede wert.)

Liebe Grüße
Trippelschritt
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Grill / Re: (Fantasy) Two Bags of Fortune
« Letzter Beitrag von Xaranis am 24 Juni 2019, 15:56:37 »
Ich würds ja schlecklich gern rösten. Aber nicht in Englisch.    :weissnicht:
Nachdem ich mit zusammengekniffenen Augen durch die ersten Sätze geholpert bin wie ein Erstklässler habe ich aufgehört.
Das könnte der beste der Text der Welt sein - wenn ich so lesen muss, kommt ohnehin keine Stimmung auf.
Wieso eigentlich Englisch? Ich rate davon eher ab, wenn man nicht zufällig Muttersprachler ist.
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Grill / Re: (Fantasy) Two Bags of Fortune
« Letzter Beitrag von eska am 23 Juni 2019, 23:07:04 »
Fein, fein.  :dops:
Futter für die Gabeln, wie gewünscht.  :diablo:

Zunächst zwei Erbsen:
Zwei Sätze enthalten einen Bruch in der Zeit:
Zitat
Turns out there’s a difference...

But it turned out

Zitat
He’d expected his body to not fully understand what’s happening.

what was happening

Ansonsten mein allgemeiner Eindruck:
Ein nettes kleines Dilemma, in das du deinen Protagonisten da gebracht hast. Hat keinen Platz mehr in seinem bisherigen Leben, einfach weil er wächst, und noch keinen neuen, den er sich erst erkämpfen muss. Eine Wahl, ob ihm das gefällt, hat er auch nicht. Macht mich schon mal gespannt auf das Gesellschaftsmodell im Hintergrund. Dass Individualismus da keine große Rolle spielt und Familienbande und damit Erwartungen doch, birgt eine ganze Menge Konfliktstoff.

Eine Zukunft bei den Sons of War, wenn Sajic hier um Mut ringt, sieht auch nicht geradlinig aus. Und er springt aus Trotz, sehr sympathisch. Klar, dass er bei der Ausgangslage nicht das kriegt, was er erwartet/erhofft.

Und da ich mit diesem Gefühl an den Rest des Textes rangehe, packt der mich leider nicht so recht.  :gnaah:
Vielleicht müsste von vorneherein feststehen, dass es nur eine Chance gibt: Aufgefangen zu werden. Dass unten der Tod lauert. Dass der Tod immer noch besser ist als der Gesichtsverlust. Vielleicht kann Sajic generell nicht so mit Greifen, so dass er von Anfang an zweifelt?
An sich finde ich die Szene gut gewählt, ich kenne keine ähnliche außer bei Moers die Rettungssaurier (Deus ex machina), aber da kann man es nicht drauf anlegen, muss man nicht Roulette spielen um sein Leben. Eine Zweierbeziehung zwischen Flugtier und Reiter von der Wahl des Tieres (bzw. sind Greifen intelligente Wesen?) abhängig zu machen, gefällt mir auch.

Was würde mir helfen, näher dran zu sein und mit ihm zu bangen? Erstens mehr Innensicht, Gedankenfetzen, und stilistisch dazu passend kurze, weniger kohärente Sätze, bis hin zu Satzfetzen. Ein paar mehr Sinneseindrücke, was hört er, was fühlt er?

Zitat
Then, suddenly, he was past the cave, back to seeing nothing but rock rushing by him, the animals vanishing out of sight above. His body tried panicked screaming again, as the ground visibly rushed towards him. There was a small lake at the landing point, but he’d heard that water, at this speed, behaved very similar to rock at the point of impact. As he realized how close death was, he frantically looked around whether there were any gryphons straying away from the big cave, but he couldn’t spot a single feather.
Unable to do any more for his survival, he resigned himself to hope and prayer, closed his eyes and, while yelling at the top of his lungs, waited for death or rescue.
Rescue finally came in the form of two huge bird claws, one of which caught almost his whole body, with the other one stabilizing his head, as to not break his neck in the process. Sajic opened his eyes again, happy to be safe...
Ich versuch's mal, im Detail zu zeigen:
Then no more cave, no animals, just rock rushing by. Panic, screaming in his ears, his lungs, his limbs.
Help me!
The ground, nearer again, a lake - hitting water wouldn't save him, not at this speed.
Any gryphon anywhere? Not a single feather?
He yelled once, at the top of his lungs, then closed his eyes and waited...
Please, please, come!

Zack! (bzw. etwas Lautmalerisches auf Englisch)
The endless falling stopped abruptly, in the sharp grip of two feathered talons.
Oh, the god of birds be praised! Sajic hang between them, the air soft along his tingling body, getting back his breath, savouring life. Gryphons were fantastic! He never ever had seen it so clearly, felt it unerringly. This one had chosen him!
Tears dried on his face. He opened his eyes....

Entschuldige, wenn ich mich an deinem Text vergriffen habe. Nur zur Illustration!
Ich hoffe, du kannst dem etwas Hilfreiches entnehmen.
Ich finde, der Text lohnt sich!

Gute Nacht,

eska
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von Zitatus am 23 Juni 2019, 20:22:43 »

Zitat
Was ich aus der Erinnerung noch hinzufügen kann: Dass mir der Anfang besser gefiel als das Ende.
Der Einstieg, der wie ein Prolog angelegt ist, mochte mich noch unterhalten, da der Autor tatsächlich erzählte. Doch je weiter er in die Geschichte einstieg, um so mehr verlor er mich als Leser. Immer öfter erwischte ich mich dabei, dass ich ein paar Absätze nur überflog, da nur endlos lamentiert wurde, ohne tatsächlich Handlung einzubringen. Überhaupt: Mir fehlte der rote Faden. Tyll Uhlenspiegel (der ausdrücklich nicht Till Eulenspiegel ist, sondern rein fiktiv) gibt nur eine Rahmenhandlung. Aber zu was? Die verschiedenen Episoden führen zu nichts. Kein Spannungsbogen. Kein Höhepunkt. Keine Pointe oder "Moral von der Geschicht". Und der Bezug zum dreißigjährigen Krieg - der Autor setzte irgendwie voraus, dass seine Leser über den Krieg und die geschichtlichen Abläufe bereits alles weiß.
Sprachlich fand ich die Erzählweise eher anstrengend.

Was bleibt ist ein düsteres Bild über die Zeit und die Erkenntnis, dass Krieg menschenverachtend und sinnlos ist.

Tja. Ich frage mich, ob ich nun zu blöd für dieses Werk bin, denn das hohe Lob dafürkann ich wirklich nicht nachvollziehen.

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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von eska am 23 Juni 2019, 09:34:43 »
@Zitatus:
Ja, hab ich. Hier das, was ich letztes Jahr dazu im gleichnamigen Thread geschrieben habe:

Zitat
Ich lese gerade Tyll von Daniel Kehlmann (30jähriger Krieg, Episodenroman) und kann und mag gar nichts Kritisches sagen. Liest sich gut, ist historisch stimmig, zumindest fällt mir endlich mal kein Fehler auf, die Figuren sind nicht unbedingt sympathisch und das Setting teilweise gar nicht appetitlich, aber alles sehr menschlich, nachvollziehbar, Fremdes gut erklärt ohne Infodump (muss ich mir mal eingehender anschauen), ein Highlight fürs Genre. Ich hoffe, das bleibt so bis zum Schluss.

Was ich aus der Erinnerung noch hinzufügen kann: Dass mir der Anfang besser gefiel als das Ende. Dass ich den Gedanken, den Till Eulenspiegel der bekannten Geschichten zu einem Protagonisten a la Simplicissimus zu machen, gut fand, sich die Person Tyll meiner Erinnerung nach aber immer mehr verwischt, mehr zu einem Fenster wird als zu einem erlebenden Wesen.
Welche Fragen stellst du dir?


Ich habe auch mal wieder etwas Neues gelesen.  :cheerful:
Tage ohne Ende von Sebastian Barry. Der Klappentext nennt es einen
brutalen, aber lyrischen Western, und beides kann ich bestätigen, unter
Western stelle ich mir allerdings etwas anderes vor als diese völlig
unheroische Betrachtung fortwährenden Leidens, als wäre es Normalität,
Rohheit, Tod, schrecklicher Lebensumstände und Schuld in
Indianerkriegen und Bürgerkrieg, kontrastiert von einer großen Liebe
und vielen kleinen menschlichen Momenten. Und dazwischen Sätze und
Halbsätze zum Niederknien über die Natur, die den Ich-Erzähler als
zwangsläufig in all dem Tun gefangene Dichterseele zeigen -
faszinierend gemacht.

Und Otfried Preußler, Flucht nach Ägypten.
Skurril, wundervoll altmodisch verschnörkelte Sätze, die die kaiserlich-königliche Donaumonarchie abbilden, Typen, über die man nur staunend oder wiehernd den Kopf schütteln kann, liebevoll-versöhnlicher Blick auf den Einzelnen. Ich habe es genossen und war stellenweise gerührt.

Zur Unterhaltung: Fette Fee von Claudia Brendler.
Locker geschrieben, ein bisschen vorhersagbar, ein bisschen zu einfache Lösungen, aber durchaus interessantes Personal mit Konfliktstoff (eine erfolglose Comedian, ihr weltfremder Ex, der Gedichte verlegt, seine stark übergewichtige jugendliche Tochter, die in ihre Fantasiewelt abdriftet und schließlich von ihren Fantasiegestalten 'gedisst' wird, Loyalitätsfragen und und und). Deutlich besser als der Durchschnitt der Strandschnulzen.

Annette von Droste-Hülshoff, Grimms Albtraum. von Esther Grau. Gute Einblicke in das Leben und Schreiben der Dichterin, manchmal ohne erkennbare Dramaturgie.

Juli Zeh. Neujahr.
Spannend, dicht, beklemmend. Zu empfehlen.

Sehr zu empfehlen: Margaret Atwood, Aus Neugier und Leidenschaft. Essays aus 35 Jahren schriftstellerischen Wirkens, sehr persönlich, sehr klug, sympathisch, ironisch... Eine meiner Lieblingsautorinnen.

Jojo Moyes, Nächte, in denen Sturm aufzieht. Zur Unterhaltung ganz okay. Nettes Setting (Australien, Walbeobachtung), ein paar Charaktere, an denen ich Spaß hatte, einige schöne Situationen. Auch (zu) viel Tränendrüse, viel political correctness, keiner meint es wirklich böse - und ein unglaubhaftes Ende.

Steckengeblieben, weil nicht wirklich gefesselt bin ich in Leo Kaplan von Leon de Winter. Vielleicht war es nur der falsche Zeitpunkt, aber der Protagonist (ein Autor mit Kreativitätshemmung) ist weder sympathisch, noch wirklich interessant, so dass mir eigentlich egal war, was ihm weiter geschieht. Andererseits waren die Frauen durchaus interessant, wahrscheinlich lohnt es einen zweiten Anlauf, zumal ich den Autor und seine Art zu erzählen grundsätzlich gern mag.


Erst angefangen habe ich die Geschichte der Bienen von Maja Lund. Spielt auf drei Zeitebenen, und zwar abwechselnd von Anfang an. Das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, reißt einen immer wieder raus. In allen drei Zeiten kann ich mich schnell in die Protagonisten und ihre Konflikte hineinfinden, favorisiere bis jetzt aber die Zukunft, eine streng geordnete Welt nach dem Zusammenbruch, in der eine Frau mit Anpassungsschwierigkeiten (aha!  ;)) zurecht kommen muss, und die Vergangenheit, in der ein verhinderter Wissenschaftler seinem Familien- und Erwerbsleben in die Depression entkommt.

Ich freue mich über eure Lesemeinungen!
 :wink:
eska
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von Forticus am 21 Juni 2019, 13:48:45 »
Lilith,
das Buch war interessant und unterhaltsam zu lesen:
die Methode garniert mit Erlebnissen und Arbeits- und Lebensphilosopie, teils knapp an einem Lebenshilfebuch.
Zur Methode selbst gab's meiner Erinnerung nicht mehr Informationen als ich schon von siner Homepage und youtubes kannte.
Die Methode wird im Zusammenhang mit Kalender und ToDo Listen erklärt, mit Aktionen aus Alltagsroutinen und Projekten/Zielen.
Größere Ausführungen oder Anleitungen zum Journaling (Notieren und Kommentieren eigener Gedanken) habe ich nicht in Erinnerung,
nur ein Beispiel, wie man mit Hilfe der BuJo-Zeichensprache nach einem Treffen die negativen Eindrücke von einer Person knapp skizziert statt ausufernd zu schreiben.

Das Buch eignet sich durchaus zum Nachschlagen. Vielleicht lese ich es irgendwann auch noch mal langsamer.
Das Buch gibt's auch in Deutsch für €20.
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2019)
« Letzter Beitrag von FF am 21 Juni 2019, 09:57:58 »
Kennichnich. Um was gehts da?
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