Die Nachhölle - dem Feuer entronnen > Schreibgruppen und Autorentreffs

Leserunden! Top oder Flop?

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Janaischa:
Ich bin da sehr zwiegespalten.
Bei Leserunden habe ich immer gleich das übliche Kaffeekränzchen im Kopf... wenig erbauend. Für alle Beteiligten.
Die Sache ist bei mir wohl die, wenn ich ein Buch lese, ist das zunächst eine Sache zwischen mir und dem Buch (also im Zweifelsfall noch dem Autor). Da mag ich keinen anderen drin herumspuken haben. Ich tue mich auch schwer damit, mit anderen über Bücher zu reden, die ich sehr mag - was ja im Zweifel ein Lob für den Autor ist - weil ich immer ein bisschen Angst davor habe, was passiert, wenn andere vielleicht nicht der gleichen Meinung sind wie ich. Es ist für mich schwer, Literatur ausschließlich sachlich zu beurteilen und deswegen.
Ich lese also maximal vor. Und das auch nur einer Person und nur ausgesuchte Lektüre.

Als Autor... naja, wenn das Buch schon bei einer Leserunde gelandet ist kann ich vermutlich schwerlich noch was ändern, also kann jede negative Kritik, die ich bekomme nicht mehr brauchbar umgesetzt werden.
Sonst ist wohl tatsächlich die Frage, wie wichtig dem Autor ist, dass dieses Buch ausgerechnet mit ihm - oder besser mit seinem Gesicht - in Verbindung gebracht wird.

Trippelschritt:
Leserunden ist ein klares Erfolgsmodell. Grundsätzlich.
Es gibt Runden mit und ohne Autor.
Ich habe bei Lovelybooks einmal reingeschnuppert.
Die Fakten sprechen für sich.

Für mich sprechen sie nicht. Ich lese nicht auf Kommando.
Aber es gibt genug, die es tun.

Trippelschritt grüßt die Nichtleser.

Rilyn:
Leserunden sind nicht mein Ding. Schreiberlingstreffen schon; aber da gehört auch die Erwartungshaltung dazu, dass letztere ein Stückchen Hölle der Textkritik sind und erstere nicht. Vielleicht tue ich den Leserunden ja damit Unrecht. :ups:

Lilith:
Dass es sowas wie Leserunden gibt, habe ich im Internet erfahren. Über Foren wie den Büchereulen, die ja regelmäßig sowas aufziehen.

Als Leserin würde ich an einer Leserunde nie teilnehmen. Aus den Gründen, die schon genannt wurden: Ich will die Geschichte selbst entdecken. Hinterher mit Leuten drüber zu reden, ist kein Problem, aber währenddessen ...? Nö. Das ist eine Sache zwischen Buch und mir. ;D

Als Autorin ... würde es mich insofern reizen, als dass ich auf diese Weise einen Leseprozess verfolgen könnte. Und dazu sagt mein neugieriges Ich nicht Nein. Aber ich würde dabei nicht als Autorin zwischen Buch und Leser(in) stehen wollen, denn die Geschichte soll ja für sich selbst sprechen und nicht ich für die Geschichte.

Filius:
Dankeschön!

Allgemein scheinen ja Leserunden nicht so gut anzukommen!

Lesen auf Kommando - auch damit hätte ich so meine Mühe!  :diablo:

LG
Filius


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