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Grill / Re: (KG) Alles, was mir blieb
« Letzter Beitrag von Ayeelah am 21 November 2021, 12:06:16 »
Danke eska!

das war wirklich schön ausführlich. Muss ich erst mal alles so sacken lassen.
Ich finde es immer wieder faszinierend (aber offen gestanden auch etwas entmutigend), wieviele Gedanken "man" (ich) sich über jeden Satz machen kann / soll. Ich fürchte, es ist noch ein weiter Weg für mich, weg von dem oberflächlichen Schreiben ("ich schreib jetzt mal die Geschichte raus, wie ich denke, dass sie gehört") hin zu wirklich durchdachter und dadurch qualitativ hochwertiger Literatur. Aber kürzlich hatten wir ja schon hier im FF das Thema, dass "man" als Autor:in irgendwie immer Anfänger bleibt :cheese:

vieles, was du anmerkst (und gut begründet) finde ich stimmig und logisch und da ärgere mich auch über mich selbst, dass ich da blind war. Bei manchem hätte ich jetzt spontan etwas Widerspruch - aber das ist normal und letztlich liest ja jeder auch anders. Insgesamt ziehe ich - wie schon gesagt - daraus, dass ich noch viel mehr hinterfragen muss, noch mehr "hinein" muss in die Geschichte, Stimmung, Figuren, "Welt", ...
Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das schon schaffe. Wenn nicht in diesem Leben, dann in einem der nächsten - falls es so etwas wirklich geben sollte. Falls nicht ... Naja ... Also versuche ich auf jeden Fall, es noch in diesem Leben zu kapieren :cheese:

Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich nicht im Detail auf deine Röstung eingehe, aber ich sehe da ein Gesamtproblem bei meiner Herangehensweise, das sich in den von dir angemerkten Details äußert.

In dem Sinne - vielen, vielen Dank für deine Anregungen :blume: und guten Morgen :kaffee2:
Pardon: Guten Tag :schnief: :kaffee2:

Aye
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Grill / Re: (KG) Alles, was mir blieb
« Letzter Beitrag von eska am 20 November 2021, 23:41:58 »
Liebe Aye;

hier ein paar Eindrücke, nach richtig rösten ist mir grad nicht. Sorry.

Nach der Lektüre des Gesamttextes finde ich den Titel zu verräterisch, er nimmt die Pointe vorweg.

Der erste Absatz gefällt mir sehr gut, toller Stimmungsaufbau. Bei sehr schummerigem Licht könnte man ihn aber vielleicht nicht so genau sehen, wie du ihn beschreibst? A propos, ein Perspektivträger ist nicht da, muss also auktoriale Erzählhaltung sein, ja?

Zitat
dreißig Jahre zählen
wirkt altmodisch, warum nicht: alt sein?

Zitat
Seine Haltung straffte sich dabei etwas und seine Linke ballte sich unwillkürlich zu einer Faust.

Straffen finde ich gut, Faust zuviel. Das gilt auch für die nachfolgenden Reaktionen. Er ist genervt und explodiert, ist aber auch müde, macht also nicht viele Worte und gibt es schnell auf. Das Theater kennt er ja zur Genüge.

Zitat
Dann schaute er sich zerstreut in der Lobby um.
zerstreut passt nicht, ohne wirkliches Interesse vielleicht
Und eigentlich müsste er sich schon denken, was gleich kommt, weil es immer das Gleiche ist, und dem zuvorzukommen suchen, so à la: "Wundern Sie sich nicht, mein Name ist Doe. Kein Scherz." und möglichst vertrauenerweckend lächeln.

Den Streit schilderst du wunderbar. Auch dass der Junge sich dabei anständig verhält, gefällt mir. Er ist zwar der scheinbare Gegner, aber fair.

Zitat
Deecham mein Name. Wie kann ich Ihnen helfen?“
helfen wiederholt sich
Zitat
Mit einem müden Kopfschütteln unterbrach John Doe den stammelnden Jungen. „Schon gut, ist ja schon gut. Sie sind nicht der Erste, der mir meinen Namen nicht abkauft. Normalerweise reagiere ich auch nicht so über, aber ausgerechnet heute waren Sie jetzt der dritte und ich habe eine wirklich lange Woche und einen sehr harten Tag hinter mir. Und dann auch noch die Polizeikontrolle, die auf der Polizeiwache endete …“

Erstens schaltet er hier wieder direkt auf Null runter, umgekehrt zu oben von Null auf Hundert. Das kommt mir unglaubhaft vor; meistens atmet man wenigstens noch schnell oder hat noch körperliche Anzeichen der Erregung an sich.
Zweitens erzählt er zuviel und zu flüssig. Totmüde, frustriert und Ziel erreicht (Zimmerschlüssel) - alle drei Faktoren sprechen für maximal ein paar erklärende Fetzen aus Höflichkeit. Ich probier mal zu kürzen:
„Schon gut. Sie sind nicht der Erste, der mir meinen Namen nicht abkauft. Heute genau genommen der Dritte." Er sah hoch, die Ringe unter seinen Augen glänzten lila auf. "Entschuldigung. Ich habe eine harte Woche hinter mir. Und heute 'ne Polizeikontrolle, die auf der Wache endete …“

Auch das da ist mir zu ausführlich für die Situation.
Zitat
„Ach, wissen Sie, es ist seltsam, wohl wahr, aber ... ich liebe meine Mutter, auch wenn sie reichlich exzentrisch war. Oder ist. Ich weiß nicht einmal, ob sie noch lebt. Und dennoch ... liebe ich sie. Mein Name ist alles, was mir von ihr geblieben ist. Ich bringe es nicht über's Herz, auch das wegzugeben, verstehen Sie?“
Und wenn er sie so liebt, warum hat er sie dann so völlig aus den Augen verloren? Und kannst du einen Grund andeuten, warum sie ihn so genannt hat?

Was hältst du davon? "Wäre einfacher, stimmt. Aber..." Er seufzte schwer.  "Ich bringe es nicht über's Herz. Sie war schon reichlich exzentrisch, meine Mutter. Smilla. Besser du hast einen Allerweltsnamen, Schatz, hat sie immer gesagt. Wer weiß, wo sie ist. Oder ob sie noch lebt. Mein Name ist alles, was ich von ihr habe."

Jau. An sich eine sehr schöne, nachdenkliche Geschichte. und Eindrücke für alle Sinne, sehr plastisch. Zum Spannungsbogen kann ich nur sagen, wenn du den Titel änderst, stört mich nichts.
Ist nun doch ein bisschen mehr geworden. War zu verlockend.  :schreib:  ;D

Schöner Wiedereinstieg!
Gute Nacht.   :umarm:

eska
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Grill / (KG) Alles, was mir blieb
« Letzter Beitrag von Ayeelah am 20 November 2021, 14:47:58 »
Okay, dann mal ... los.
Folgender Text ist eine Fingerübung, im fiction-writing.de-Forum für Juli 2021, also tootaaaal neu ... hust ...  :devgrin:
Vorgaben waren (Zitat aus Forum):
Juli 2021 - Gestatten, mein Name ist Grzlgrypz

Der Name eures Protagonisten soll in diesem Monat im Mittelpunkt stehen.

Mit welchen Vorurteilen haben Kevin und Chantal zu kämpfen?
Stiftet Horst Horst mit Vor- und Nachnamen Verwirrung?
Wie ist Mississippi zu ihrem Namen gekommen?
Gibt es Ärger auf dem Standesamt, weil der Standesbeamte „Dollar“ nicht eintragen will, obwohl Penny geht?
Und welche Verwicklungen ergeben sich, wenn Frank Peter im selben Wohnblock wie Peter Frank wohnt?

Namen gibt’s, die gibt’s gar nicht … Wie begegnen andere einem/einer „Zowie Bowie“, „Paris-Texas“, „X AE A-12“? Leidet der Betreffende darunter? Fühlt er sich insgeheim stolz? Hat er private und berufliche Nachteile? Oder gar Vorteile? Möchte man sich mit einem solchen Namen umtaufen lassen?

Schreibt eine lustige, dramatische, spannende oder verwickelte Kurzgeschichte über Namen, wie es dazu kam oder wohin sie führen.

Die Länge eurer Geschichte sollte zwischen 5.000 und 10.000 Zeichen inklusive Leerzeichen liegen.
siehe auch https://www.fiction-writing.de/index.php/Thread/3775-Erl%C3%A4uterung-zur-Monatsaufgabe-07-2021/
(keine Ahnung, ob das öffentlich zugänglich ist ...)



Wurde im dortigen Forum bereits leicht zerrupft, von mir entsprechend noch etwas überarbeitet.
Inzwischen interessiert mich weniger, ob ich die Vorgaben erfüllt habe, sondern ob sie funktioniert.
Mein Kardinalfehler nach wie vor ist "Spannungsbogen - was das denn?"
Und überhaupt, haut rein - der Text ist zum Rösten für euch und zum Üben für mich da, also habt Spaß!

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Alles, was mir blieb

Der Gast stellte seinen Koffer vor dem Empfangstresen des billigen Motels ab. Er hielt sich gebeugt wie ein alter Mann, konnte jedoch höchstens dreißig Jahre zählen. Scharfe Furchen hatten sich in sein Gesicht gegraben, in dem tief eingesunken die Augen gegen das schummrige Licht anblinzelten, blutunterlaufen vor Übermüdung. Er unterdrückte ein Gähnen und murmelte: „Einzelzimmer bitte, eine Übernachtung, Frühstück, bitte.“ Erschöpft strich er sich eine Strähne aus der Stirn und rieb sich die Nasenwurzel. Dann schaute er sich zerstreut in der Lobby um. Ein paar verschlissene Sessel bemühten sich vergebens um Behaglichkeit und der Ursprung des Mief lag eindeutig in den nikotinvergilbten Tapeten und dem fadenscheinigen Teppichboden, dessen ursprüngliche Farbe nicht mehr zu deuten war.
„Name?“ Gelangweilt kaute der picklige Junge ein Kaugummi und griff nach einem Zimmerschlüssel.
„John Doe.“
Der Bursche hörte auf zu kauen und zog die Hand leer zurück. „Bitte?“, fragte er und betrachtete die Gestalt vor sich eingehender, mit skeptischem Blick.
Nach einem Seufzer wiederholte der Gast den Namen, lauter und betont diesmal. Seine Haltung straffte sich dabei etwas und seine Linke ballte sich unwillkürlich zu einer Faust.
Haltung und Mimik des Jungen, der laut Namensschild Dennis hieß, verrieten inzwischen äußerste Wachsamkeit. „Ausweis bitte.“ Sein Blick flackerte zwischen dem Gast, seinem unterbrochenen Kriminalroman, dem Alarmknopf unter der Theke und dem Telefon hin und her.
Mit knappen Bewegungen riss der Gast sein Portemonnaie aus der Gesäßtasche, klappte es mit energischem Handschlenker auf und riss eine Plastikkarte heraus, um sie dem erstarrten Dennis vor die Nase zu halten. Nicht eine Sekunde hatte er dabei den Burschen aus den Augen gelassen, als wollte er ihn mit seinen Blicken erdolchen. Sämtliche Müdigkeit schien von ihm abgefallen, als hätte er einen zu weiten Mantel abgestreift.
Offenbar immun gegen solcherlei Drohgebärden nahm ihm der Bursche die Karte aus der Hand und betrachtete sie ausführlich von allen Seiten. Schließlich schüttelte er den Kopf. „Nope. Ne echte, bitte.“
Gefährlich leise und mit harter Stimme fragte der Gast: „Unterstellen Sie mir etwa Dokumentenfälschung?“
Nun doch etwas verunsichert wich Dennis einen Schritt zurück. „Mann, ruhig bleiben, is nur Vorschrift. Hier dürfen keine falschen Identi-“
„Verflucht noch eins!“, brüllte der Gast los. Dennis zog den Kopf zwischen die Schultern und hob abwehrend einen Arm.
„Mein Name ist John Doe. Möchten Sie etwa noch meine Geburtsurkunde sehen?“
Bevor Dennis sein zaghaftes Nicken beenden konnte, schlug der Gast mit der Faust auf den Tresen. „Zuerst will ich aber den Manager dieser Absteige sehen, und zwar dalli! So eine Unverschämtheit lasse ich mir nicht bieten!“
Inzwischen stand Dennis mit dem Rücken zur Wand. „A-aber John D-doe heißt d-doch n-nie-.“
„Na, dann beschweren Sie sich doch bei meiner Mutter, wenn Sie sie finden! Geben Sie mir jetzt einen verdammten Schlüssel oder holen Sie den Manager!“
„Was ist hier los?“, fragte eine tiefe Stimme von der Seite her. In der Tür zu einem kleinen Büro stand ein kleiner, untersetzter Mann. Er schob seine Brille von der Nase auf die Halbglatze, die er äußerst wirkungslos mit zur Seite gekämmten Haarsträhnen zu kaschieren versucht hatte. Sein Blick ruhte auf den wütenden Gast und er lächelte einnehmend. „Kann ich Ihnen helfen?“
„Sind Sie der Manager?“, herrschte der Gast ihn an.
„Der bin ich. Deecham mein Name. Wie kann ich Ihnen helfen?“
Der Gast nahm einen tiefen Atemzug und fuhr nur leicht gedämpft fort: „Ihr – Empfangsbursche weigert sich, meinen Ausweis zu akzeptieren. Vielleicht sollte er während der Arbeitszeit weniger Krimis lesen, dann hält er sich vielleicht nicht mehr für einen Experten in Sachen gefälschte Ausweise. Mein Ausweis ist so echt, wie ich es bin und ich heiße, wie ich heiße. Ich möchte jetzt ein Zimmer, verflucht noch eins, ist das irgendwie möglich?“ Die letzten Worte schrie er wieder und schüttelte beide Fäuste.
Beschwichtigend hob der Manager seine Hände. „Ich bin sicher, es ist nur ein Missverständnis. Das haben wir gleich geklärt. Dennis, einen Zimmerschlüssel bitte und trage den werten Gast ein. Dürfte ich Ihren Namen erfahren, Mister?“
„Er heißt John Doe, Sir“, warf Dennis ein, noch ehe sich der Gast selbst vorstellen konnte. „Ehrlich, Sir, ich bitte um Entschuldigung, Sir, aber normalerweise heißt doch niemand wirklich so. Ich bitte um Entschuldigung, Mr. Doe, ich konnte ja nicht wissen -“
Als wäre plötzlich sämtliche Luft entwichen, sackte der Gast in sich zusammen. Er stand mit gebeugtem Rücken und baumelnden Armen vor ihnen und starrte zu Boden. Mit einem müden Kopfschütteln unterbrach John Doe den stammelnden Jungen. „Schon gut, ist ja schon gut. Sie sind nicht der Erste, der mir meinen Namen nicht abkauft. Normalerweise reagiere ich auch nicht so über, aber ausgerechnet heute waren Sie jetzt der dritte und ich habe eine wirklich lange Woche und einen sehr harten Tag hinter mir. Und dann auch noch die Polizeikontrolle, die auf der Polizeiwache endete …“ Und leiser, zu sich selbst: „Wüsste gerne, welche Drogen meine Mutter bei der Namenswahl eingeworfen hatte.“
„Aber Sir, Mr. - Mr. Doe, wenn ... wenn ich fragen darf - warum lassen Sie Ihren Namen denn nicht ändern?“
Unglücklich betrachtete John Doe seine Hände. „Ach, wissen Sie, es ist seltsam, wohl wahr, aber ... ich liebe meine Mutter, auch wenn sie reichlich exzentrisch war. Oder ist. Ich weiß nicht einmal, ob sie noch lebt. Und dennoch ... liebe ich sie. Mein Name ist alles, was mir von ihr geblieben ist. Ich bringe es nicht über's Herz, auch das wegzugeben, verstehen Sie?“
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Bücher / Ein Verlag für Klassiker als eBook
« Letzter Beitrag von Uli am 01 November 2021, 19:42:38 »
kein-Papier.de bietet alte und daher gemeinfreie Werke in den gängigen Reader-Formaten zu recht günstigen Preisen an - der komplette Goethe beispielsweise für 1,99 €
Die Werke sind recht gut aufgearbeitet, haben einen Index, sind durchsuchbar etc. , und sind daher gut nutzbar (getestet .ePub auf Apple Bücher) - anders als die eher hingerotzten Versionen vom Projekt Guttenberg. (bezieht sich auf die Technik, inhaltlich bleiben die Werke unverändert, bis zum  letzten Kommafehler)

der Verlag ist ein Ein-Man-Betrieb, offenbar ein Nerd - recht sympathisch.



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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2021)
« Letzter Beitrag von eska am 08 März 2021, 18:47:01 »
Ja, genau. da warte ich nämlich drauf, um Band 1 zu lesen. Hab mir sagen lassen, man will dann mehr. :diablo:

*Astrid an die tasten schubs*  :knuddel:
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2021)
« Letzter Beitrag von FF am 08 März 2021, 16:52:28 »
Danke. :cheerful: Eines Tages gehts auch weiter :)
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Bücher / Re: Was lest ihr gerade? (2021)
« Letzter Beitrag von Forticus am 08 März 2021, 16:06:56 »
Rabenzeit 1

fertig, nach ca. 4 Wochen, ein seltsames und positives Gefühl. 500 Seiten mit ca. 20 Seiten / Stunde. Meine eigene Heldenreise, sozusagen. Seit meiner Jugend kam ich auf nur ca. 4 Fantasie-Bücher. Tolkien steht immer noch ungelesen im Regal.

Ein paar Eindrüche hätte ich ...

Es hat ca 1/3 des Buches gebraucht, mich einzulesen, in die Welt und den Erzählstil. Vertrauen zu Fantasy und zur Autorin mußte erstmal aufgebaut werden. Nach etwa 2/3 des Buches gab es ein Kapitel, in dem Lektorauge und Leserauge gemeinsam gute Unterhaltung und Spass hatten und sich nicht immer wieder gegenseitig ausgestochen haben. (Sub)Szenen empfand ich als ebenso harmonisch ineinander verwoben wie die erzählten Inhalte, inklusive Liebesleben und Morde und Leichen.
(5 von 5 Webstühlen)

Ulkig war, dass ich an zwei, drei Stellen (wahllos im Buch verstreut) arglos vor mich hinlas, vertieft in die Welt, als ich bei der Wortwahl von "XY sagte" Astrids Stimme und im Ohr hatte und mich in meinem Zimmer umschauen mußte. Vielleicht ein Cameo?

Drei Sätze haben mir besonders gut gefallen:
- [Personal nimmt etwas vom Esstisch, weil ...] "Der moderige Geruch tötete Duft des Beerenkuchens." (S. 371)
- [die Diplomaten vor dem König ...] "Ihre Angst war so deutlich zu erkennen, wie die Schminke auf ihren schwitzenden Gesichtern." (S. 385, 2. Absatz)
- der dritte Satz ist der letzte Satz am Ende des Kapitels "Der Weg nach ...". Den schreibtechnischen Click des Satzes könnte ich hier nicht unter 30 Sätzen aus dem Zusammenhang reisen. Ich muß eh davon augehen, dass ich hier der Letzte bin, das RZ gelesen hat. Hier also nur ein  :jubel: :applaus:  und 5 von 5 Raben.

Sonstige Eindrücke ...
- Frauenroman, viele weibliche Protas, ein männlicher. Interessant und ungewohnt.
- Perspektiven und -wechsel waren im ersten Drittel etwas verwirrend, bis ich von meinem Mentor Dr. Google an den auktorialen Erzähler erinnert wurde.
- Die erzählte Geschichte war interessant bis spannend. Das Wort "spannend" passt viel mehr dazu, die Welt weiter kennen lernen zu wollen. Bin vielleicht doch eher an "Fakten" interessiert, und stehe einer Darstellung der Welt auf  70% der Seiten durchaus aufgeschlossen gegenüber. ;-)
- Gegen Ende hat gefühlt jeder Handlungsstrang eine Art eigenen Epilog. Ich erwarte daher einen deftigen Zeitsprung zum nächsten Buch.
- Die Übersicht auf Seite 1 deutet darauf hin, dass es sich bei RZ1 um ein "halbes Buch" handelt.

Gesamtwertung: 0,5 von 1 Insel.

Gerne würde ich sofort weiterlesen Komma Aber. Wenn Buch 2 wieder so epilogisch endet, würde ich vermutlich mit Band 3 warten, bis Band 8 erschienen ist.

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Links / Re: Schreiberei auf Youtube
« Letzter Beitrag von Forticus am 03 Februar 2021, 21:59:32 »
Nachschlag,
es gibt bei YT einen weiteren Kanal "zmunk" als "inofficial Sanderson lecture mirror" mit den Vorlesungen von 2012, 2013, etc.
Thematisch das Gleiche wie in der oben verlinkten Vorlesung von 2020. Allerdings läuft die Vorlesung (zumindest 20212) in kleinerem und persönlicherem Rahmen (Interaktionen) mit den Studenten ab, und gefühlt mit mehr Details, als in dem "Rundumschlag" von 2020. In der Vorlesung 2012.1 geht es z.B. detailiert um das richtige Rösten in Schreibgruppen.

https://www.youtube.com/watch?v=AKHlanlzaIY&list=PLSTzdBlo5WBCsSpT-dN56bwbo5ig03cgR

BonusLink: Outline für eines seiner Bücher ...
https://www.brandonsanderson.com/writing-advice/   ==> Linksammlung unten, Skyward, erster Link von Dreien.

So, und nun sollte ich mal mein Typoskript vom NaNoWriMo 2010 rausholen, und anfangen ...
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Links / Re: Schreiberei auf Youtube
« Letzter Beitrag von Lilith am 03 Februar 2021, 14:02:27 »
Danke, Forticus! Hab noch nicht reingeschaut, aber da sind bestimmt ein paar Perlen dabei.
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Links / Re: Schreiberei auf Youtube
« Letzter Beitrag von Forticus am 03 Februar 2021, 00:24:59 »
Lilith,
danke Dir, habe mir die drei Eschbachs angeschaut.

Alle,
über's Wochenende bin ich auf den Youtube Kanal von Brandon Sanderson gestoßen. Gelesen habe ich von dem noch nix, aber den  13 teiligen Vorlesungs-Mitschnitt seines Universitätskurses für professionelles Schreiben habe ich gerade durch.

Teil #1 :  Introduction
https://www.youtube.com/watch?v=-6HOdHEeosc

Teil #7: Gastrednerin zu Short Stories
https://www.youtube.com/watch?v=blehVIDyuXk

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