Autor Thema: Dark Watch; Kapitel 7  (Gelesen 120 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Schreibsuse

  • Bratwurst
  • *
  • Beiträge: 21
Dark Watch; Kapitel 7
« am: 11 April 2018, 13:23:22 »
Hallo liebe Teufel!

Ich weiß, es gehört sich eigentlich nicht, kaum dass man hier (wieder) eingecheckt hat, einen Text auf den Grill zu knallen. Aber hey . . . ich habe gerade die Staubschicht auf dem Rost weggepustet und da dachte ich mir, dass es vielleicht doch ganz okay ist, wenn ich Euch jetzt mal ein Stückchen Grillgut vorsetze (ich kann ja ganz nebenbei schon mal meine Koffer auspacken  :cheese:).

Nein, im Ernst, ich brauche echt Hilfe! Ich bin bei meinem Thriller inzwischen auf Seite 140 angelangt (kurz vorm Midpoint). Einige Kapitel (zum Glück der größere Teil) sind gut gelungen, ganz nach dem Motto "Show, don´t tell", aber bei einigen will es einfach nicht klappen. Ich weiß nicht wie ich die Infos in bewegte Handlung zwingen soll.

In diesem Röstfall ist es nun so, dass ich in diesem Kapitel nicht nur die Schwester vorstellen möchte, sondern auch die Beziehung zwischen der Prota und der Schwester deutlich machen will. Außerdem möchte ich auch noch einen Eindruck von der Umgebung vermitteln, denn im nächsten Kapitel geht es dann schon wieder zur Sache und da ist kein Raum mehr dafür. Das Textstück, das ich auf den Grill packe ist nur der Anfang von Kapitel 7. Es geht noch eine Weile mit dem Info-Geschwafel so weiter.  :'(

Ganz kurz, was bisher geschah: Die Prota wurde nachts in den eigenen 4 Wänden von 2 Maskierten überfallen und ihr Mann wurde bei dem Überfall brutal ermordet. Die Protagonistin wurde aus, ihr unerklärlichen Gründen, von den Tätern verschont. Sie kam mit Schock ins Krankenhaus. Wurde dort von der Kripo verhört und schließlich von ihrer Schwester abgeholt, da ihre Wohnung noch nicht von der Spurensicherung freigegeben ist. Und da geht es jetzt weiter:

Ich sag schon mal  :blume: Danke für Eure Hilfe!


Auch wenn Victorias Einfühlungsvermögen mehr als begrenzt war und wir schneller in Streit gerieten, als ein Pizzateig zum Aufgehen benötigte, war ich nun doch froh, dass sie gekommen war, um mich abzuholen. Froh, dass ich noch nicht allein sein musste und dankbar dafür, dass ich meine Wohnung noch nicht wieder betreten musste.
Victorias Penthousewohnung lag im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, nur eine Querstraße vom Weiher, wie der Eimsbüttlers Park auch genannt wurde, entfernt. Sie parkte ihren Wagen in der Tiefgarage und wir fuhren mit dem Fahrstuhl ins oberste Stockwerk. In dem breiten Flur der Wohnung, der sich offen an das Wohnzimmer anschloss, standen zwei schwere Reisetrolleys, die darauf warteten, ausgepackt zu werden. Offenbar war dies wieder eine von Victorias Inspirationsreisen gewesen, wie sie diese Trips in die Modemetropole nannte, von denen sie ausgefallene Kleidungsstücke zur Erweiterung des Sortiments ihrer beiden Boutiquen "Grazil" in Altona und "Fashion Vic" in der Speicherstadt mitgebrachte. Die beiden Läden liefen wie geschmiert und ermöglichten meiner Schwester den gehobenen Lifestyle, den sie liebte und ebenso gerne zur Schau stellte.
Ich folgte meiner Schwester ins Wohnzimmer, dessen Einrichtung locker einen Platz auf der Titelseite von "Schöner Wohnen" verdient hätte. Ein Traum in Schiefer, Chrom und Hochglanzacryl. Alles elegant durchgestylt, die teuren Möbel von Designern, deren Namen ich kaum aussprechen konnte, jedes hochwertige Detail geschmackvoll aufeinander abgestimmt, wie an ihr selbst.
Und dennoch fehlte mir in diesen Räumen etwas ganz Entscheidendes.
Leben!
Alles hier wirkte so kühl und akkurat, wie in einer unbewohnten Musterwohnung.
Meine Vorstellung von Wohlfühlatmosphäre war eine andere. Das Ambiente vermittelte mir das Gefühl ein Fremdkörper in dieser perfekten Umgebung zu sein und der Umstand, dass ich diesmal als Obdachsuchende hier war, verstärkte den Effekt noch einmal deutlich.
Ich war nur froh, dass es in Victorias Leben derzeit keinen Mann gab, denn dann hätte ich mich noch erbärmlicher gefühlt. Seit Victorias zweiter Scheidung vor ein paar Jahren hatte sie nur noch flüchtige Affären gehabt, die so kurzlebig waren, dass ich mir nicht mal die Mühe gemacht hatte, mir die Namen der Herren zu merken, falls sie sie mir überhaupt vorgestellt hatte.
Victoria war im Umgang mit Männern ebenso schwierig, wie im Umgang mit allen anderen Menschen, ausgenommen ihrer betuchten Kundinnen. Keinem Mann war es je gelungen ihren hohen Ansprüchen zu genügen und mit keinem hatte sie sich vorstellen können, Kinder in die Welt zu setzen. Oder wie sie es ausdrückte, war es keiner von den Vollidioten wert gewesen, sich für ihn die Figur zu ruinieren.
Um ehrlich zu sein, konnte ich mir Victoria auch mit der allergrößten Mühe nicht als liebevolle und umsorgende Mutter vorstellen. Vielleicht tat ich ihr damit Unrecht, doch es war unwahrscheinlich, dass wir das noch herausfinden würden.
Meine Schwester war mit ihren 47 Jahren inzwischen wohl eher nicht mehr im gebärfähigen Alter.
Ihre Figur war noch immer gertenschlank. Allerdings hatte sich auf ihrem Gesicht über die Jahre ein leicht zickiger Zug eingegraben und durch das Rauchen, dass sie sich nie abgewöhnt hatte, gab es auch schon einige Fältchen über der Oberlippe, in denen ab und zu der Lippenstift verlief. Die Zeiten, in denen die Männer bei meiner Schwester Schlange standen, waren längst Vergangenheit und so lange wie jetzt war Victoria zuvor noch nie Single gewesen. Zumindest musste sie nun nicht mehr auf meine heile Familie neidisch sein. Auch ich war nun Single und ebenso kinderlos wie sie.
»Du siehst furchtbar aus. Und du riechst nach Krankenhaus. Sorry, nicht böse gemeint. Ich lass dir mal die Wanne ein und du entspannst erstmal. Was meinst du?«, fragte mich meine Schwester, während sie sich die hochhackigen Stiefeletten von den Füßen zog. Sie klang, als hätte ich einfach nur einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir, den man locker mit ein paar Wellnessmaßnahmen abschütteln konnte. Obwohl ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass es mir gelingen sollte, mich auch nur für ein paar Minuten zu entspannen, geschweige denn, mich wohlig in der Wanne zu räkeln, stimmte ich zu, denn es schien meiner Schwester wichtig zu sein, dass ich mich einer Grundreinigung unterzog, bevor ich in ihrer Nähe nächtigte.


Offline Nightingale

  • Höllenhund
  • *
  • Beiträge: 127
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #1 am: 12 April 2018, 00:16:24 »
Liebe Schreibsuse,

an dieser Stelle: Willkommen (zurück) im Forum! 

Nein, im Ernst, ich brauche echt Hilfe! Ich bin bei meinem Thriller inzwischen auf Seite 140 angelangt (kurz vorm Midpoint). Einige Kapitel (zum Glück der größere Teil) sind gut gelungen, ganz nach dem Motto "Show, don´t tell", aber bei einigen will es einfach nicht klappen.
Mein erster Rat: Schreib die Geschichte zu Ende, überarbeite dann. Schlechte Passagen lassen sich später ausbessern, aber wenn man ständig überarbeitet, hat man irgendwann lauter Fragmente und kein Ende in Sicht. Im schlimmsten Fall wird man sich selbst gegenüber richtig pedantisch und lässt sich vom Inneren Kritiker alles zerreden. Überarbeiten in der Rohfassung ist einfach zermürbend und frisst die Leidenschaft für ein Projekt. Ich kenne mich da aus.  :grinwech:



Zitat
Ganz kurz, was bisher geschah: Die Prota wurde nachts in den eigenen 4 Wänden von 2 Maskierten überfallen und ihr Mann wurde bei dem Überfall brutal ermordet. Die Protagonistin wurde aus, ihr unerklärlichen Gründen, von den Tätern verschont. Sie kam mit Schock ins Krankenhaus. Wurde dort von der Kripo verhört und schließlich von ihrer Schwester abgeholt, da ihre Wohnung noch nicht von der Spurensicherung freigegeben ist. Und da geht es jetzt weiter:

(...)

Auch wenn Victorias Einfühlungsvermögen mehr als begrenzt war und wir schneller in Streit gerieten, als ein Pizzateig zum Aufgehen benötigte, war ich nun doch froh, dass sie gekommen war, um mich abzuholen.
Der einleitende Tonfall vermittelt eine Leichtigkeit, die mir unpassend erscheint. Die Gedanken über Victoria, der Vergleich mit Pizzateig. Und dreimal "war", das macht die Einleitung recht statisch.
Du findest bestimmt eine bessere Einführung ins Kapitelgeschehen.


Ansonsten würde ich mir im gesamten Text die langen Betrachtungen der Protagonistin schenken, das gehört hier nicht her! Sie wurde in ihrer Wohnung überfallen, ihr Mann ermordet! Wie geht es ihr damit, wie verhält sie sich?


Zitat
Ich weiß nicht wie ich die Infos in bewegte Handlung zwingen soll.

Im Zweifel gar nicht.  ;D

Dieses ganze Informationsgedöns wirkt fehl am Platz. Wenn Figuren über andere nachdenken, ohne sich entsprechend zu äußern oder zu verhalten, wirken sie schnell wie Heuchler, herablassend oder sind schlicht Langweiler.  Ich glaube, solche Stellen passieren fast jedem Schreiber bisweilen, weil wir im richtigen Leben geübt darin sind, unsere Gedanken zurückzuhalten. Das macht uns netter, umgänglicher. Im Buch funktioniert das so nicht.
In Geschichten begleiten Gedanken die Handlung - wenn es nötig ist. Figuren offenbaren sich im Konflikt. Das macht Konflikte so interessant. Gib zwei Figuren unterschiedliche Drehbücher (verschiedene Bestrebungen) und schau, was passiert.
Im Text findet sich Material für derlei Zwecke. Überlege dir vorher, in welcher Stimmung deine Protagonistin ist, was will sie jetzt? Sich ablenken, Frust ablassen, Trauern, Reden, Nähe? Egal, was sie will, Victoria will besser etwas ganz anderes. Wenn du den richtigen Ansatz findest, stellt sich ein Konflikt praktisch von selbst ein. (Und manche Information lässt sich gleich mit an den Leser bringen.)


Nur so, zur Inspiration vielleicht oder zur Verdeutlichung, was ich meine:

Zitat
Allerdings hatte sich auf ihrem Gesicht über die Jahre ein leicht zickiger Zug eingegraben und durch das Rauchen, dass sie sich nie abgewöhnt hatte, gab es auch schon einige Fältchen über der Oberlippe, in denen ab und zu der Lippenstift verlief.

"Du solltest wirklich Lipliner verwenden. Dein Lippenstift verläuft." Ich tippte an die Stelle knapp über meiner Oberlippe. "Genau hier, du hast da diese Fältchen. Kommt bestimmt vom Rauchen."

Zitat
In dem breiten Flur der Wohnung, der sich offen an das Wohnzimmer anschloss, standen zwei schwere Reisetrolleys, die darauf warteten, ausgepackt zu werden. Offenbar war dies wieder eine von Victorias Inspirationsreisen gewesen, wie sie diese Trips in die Modemetropole nannte, von denen sie ausgefallene Kleidungsstücke zur Erweiterung des Sortiments ihrer beiden Boutiquen "Grazil" in Altona und "Fashion Vic" in der Speicherstadt mitgebrachte.
(...)
»Du siehst furchtbar aus. Und du riechst nach Krankenhaus. Sorry, nicht böse gemeint. Ich lass dir mal die Wanne ein und du entspannst erstmal. Was meinst du?«, fragte mich meine Schwester, während sie sich die hochhackigen Stiefeletten von den Füßen zog. Sie klang, als hätte ich einfach nur einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir, den man locker mit ein paar Wellnessmaßnahmen abschütteln konnte. Obwohl ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass es mir gelingen sollte, mich auch nur für ein paar Minuten zu entspannen, geschweige denn, mich wohlig in der Wanne zu räkeln, stimmte ich zu, denn es schien meiner Schwester wichtig zu sein, dass ich mich einer Grundreinigung unterzog, bevor ich in ihrer Nähe nächtigte.

"Du siehst furchtbar aus. Ich lass dir mal die Wanne ein. Du riechst irgendwie nach Krankenhaus."
Ich starrte sie an.
"Sorry, nicht böse gemeint. Entspann erstmal. Was meinst du?"
Ich stand auf, ging an ihr vorbei zum Flur, wo zwei Reisetrolleys darauf warteten, von ihr ausgepackt zu werden. Offenbar parkten die da seit Victorias letzter sogenannter Inspirationsreise, die sie in die Modemetropole unternahm, um das Sortiment ihrer beiden Boutiquen mit ausgefallene Kleidungsstücke zu erweitern. Wortlos nahm ich einen Trolley, zog ihn hinter mir her zu Victorias Schlafzimmer, wo ich den Schlüssel umdrehte und mich verbarrikadierte.


Ich weiß nicht, wer deine Protagonistin ist, wie sie ist. Außerdem ist es schwierig, sich in eine fortgeschrittene Handlung hineinzudenken und  guten Rat zu geben, der einer unbekannten Geschichte mit unbekanntem Personal gerecht wird.
Versuche, dich in deine Protagonistin einzufühlen, lass sie bestimmen. Alle notwendigen Informationen flechtest du in die Handlung mit ein. Informationen, die sich nicht in die Handlung einbinden lassen, sind (an dieser Stelle) nicht wichtig. Für die Umgebung gilt das Gleiche. Was für die Protagonistin relevant ist, findet automatisch seinen rechten Platz.

Momentan scheint mir der Text daran zu kranken, dass die Protagonistin viele oberflächliche Gedanken hegt. Dadurch wirkt sie selbst oberflächlich bis unglaubwürdig. Sie hat eine Katastrophe erlebt, da sollte im Geiste kein Platz sein für "Schöner Wohnen"-Vergleiche oder das Liebesleben der Schwester. Wenn es denn so wichtig ist, finde einen besseren Platz in der Geschichte für diese Elemente. Vielleicht hat die erfolgreiche Schwester ihre Wohnung tatsächlich in "Schöner Wohnen" vorgestellt und die Protagonistin ist an anderer Stelle drauf gestoßen. Vielleicht schickte die Schwester in vorigen Kapiteln eine Postkarte aus Paris.


Liebe Grüße
Nightingale



Offline Schreibsuse

  • Bratwurst
  • *
  • Beiträge: 21
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #2 am: 12 April 2018, 06:44:34 »
Vielen Dank Nightingale für deine hilfreiche Röstung!!  :cheerful:


Ich hatte ursprünglich vor, den Text erst komplett fertig zu stellen, aber ich wusste ja die ganze Zeit, dass es da mindestens 3 Kapitel gibt, die den Leser aus dem Lesefluss hauen und das blockiert mich nun immer mehr beim Schreiben. Auf Höhe des Midpoints (ca. S. 150) dreht sich die innere Haltung der Protagonistin. Sie fängt an sich zu wehren! Das tut sie bis dahin nicht. Meine Sorge ist nun, dass ich mir mit einer späteren Überarbeitung den Plot zerkloppe. Dass alles, blöd ausgedrückt, verrutscht. Ich würde daher lieber jetzt die Überarbeitung des ersten Teils vornehmen, um zu sehen wo an welcher Stelle ich mich dann befinde.

Kurz noch zur Erklärung: Die Protagonistin hatte bereits vor dem Überfall einen schlimmen Schicksalsschlag zu verkraften. Ihre 18 Jährige Tochter starb bei einem Autounfall. Zum Zeitpunkt des Überfalls hatte sie sich gerade erst davon gerappelt und die Depression besiegt. Dies ist wichtig für den weiteren Verlauf, denn die bereits angeschlagene Psyche der Prota hat den Tätern das perfekte Opferprofil geliefert.
Der Schock und die Trauer des neusten Schicksalsschlages kommt auch in allen anderen Kapiteln zum Tragen, aber ich möchte auch nicht Alles darauf reduzieren und so leidend schreiben, dass der Leser hinterher selbst auf die Couch muss. Die Protagonistin war eigentlich immer eine taffe Frau. Nur halt von den beiden Schicksalsschlägen vorübergehend aus der Bahn geworfen.

Als sie nun bei der Schwester ankommt, macht sie sich zwar über diese ein paar Gedanken, hat aber nicht die Kraft mit ihr zu streiten. Sie ist seelisch so erschöpft, dass sie erstmal alles nur über sich ergehen lässt.

Dein Rat, alle Informationen, die sich nicht in die Handlung einbinden lassen, zu streichen klingt nach einem guten Plan. Ich kann am Ende immer noch schauen, ob sich irgendwo etwas davon einbinden lässt und ob dies überhaupt notwendig ist.

Danke dir für die wertvollen Tipps!!! Dann man frisch auf ans Werk . . .
 :grinwech:

Offline Ayira

  • Röstdämon
  • *
  • Beiträge: 267
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #3 am: 12 April 2018, 11:18:03 »
Hi Schreibsuse,

ich kann deinen Überarbeitungsdrang verstehen, auch wenn das Buch noch nicht fertig ist. Mich blockieren so offensichtlich unfunktionierende Szenen auch am Weiterschreiben/-überabeiten.

Nightingale hat dir die Schwachstelle des Textes ja schon aufgespießt: Wäre mein Mann neben mir abgeschlachtet worden und nun stünde ich in dieser Situation: Die Einrichtung meiner Schwester wäre mir sch****egal. Dafür hätte ich weder Augen, noch Nerv.
Andererseits muss man ja irgendwie Umgebung miteinflechten - der Dialogvorschlag von Nightingale gefällt mir ganz gut und würde auch die Stimmung treffen, die man der Prota in dieser Situation zutrauen würde. Nach so einer Tragödie stelle ich mir vor, mental fix und fertig zu sein, vielleicht sogar "taub", als würde sich die Erdkugel ohne mich weiterdrehen. Die durchgestylte Wohnung, in der sie nun steht, ist ein krasser Kontrast für sie - den sie als solchen wahrnehmen sollte.
Und dann kommt auch noch ihre Schwester mit dem Badvorschlag. Die Worte könnten mich aus meinen Gedanken reißen, wie ich da neben Schiefer und Hochglanzpolitur stehe - ungläubig, ob ich sie richtig verstanden hätte oder halluziniere. Aber nein, das ist ihr gottverdammter ernst ...

Zitat
Auch wenn Victorias Einfühlungsvermögen mehr als begrenzt war und wir schneller in Streit gerieten, als ein Pizzateig zum Aufgehen benötigte, war ich nun doch froh, dass sie gekommen war, um mich abzuholen. Froh, dass ich noch nicht allein sein musste und dankbar dafür, dass ich meine Wohnung noch nicht wieder betreten musste.

Ich mag den Pizzateigvergleich, leider passt er für mich aber nicht in die Situation. Es wäre interessanter, tatsächlich so einen Streit anzuzetteln. Und wenn nicht an dieser Stelle, dann später. So ist die Info absolut nichtssagend, wenn ja doch kein Streit entsteht.

Das andere, was mich noch stört, sind diese ganz schlimm verschachtelten Sätze wie:

Zitat
Obwohl ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass es mir gelingen sollte, mich auch nur für ein paar Minuten zu entspannen, geschweige denn, mich wohlig in der Wanne zu räkeln, stimmte ich zu, denn es schien meiner Schwester wichtig zu sein, dass ich mich einer Grundreinigung unterzog, bevor ich in ihrer Nähe nächtigte.

Wie gesagt, der Inhalt, die Stimmung dieses Satzes passt sowieso nicht zur Szene. Aber um das Prinzip zu verstehen, würde ich die eine Unterteilung vorschlagen á la:
Obwohl ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass es mir gelingen sollte, mich auch nur für ein paar Minuten zu entspannen, geschweige denn, mich wohlig in der Wanne zu räkeln wie ich mich in der Badewanne entspannen sollte, stimmte ich zu. Meine Schwester würde ohnehin keine Ruhe geben, bis ich mich einer Grundreinigung unterzogen hatte.

Ich hoffe, das hilft dir auch ein wenig  :kraul:
  • Ich schreibe gerade: Neseret - Atem des Feuergottes

Offline Uli

  • Oberdämon
  • *
  • Beiträge: 1.913
    • Uli Moll
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #4 am: 12 April 2018, 13:30:25 »
ay Schreibsuse

Zunächst mal:
Du hast doch ein dutzend gezählte Beiträge ... also kannst du Rösties anbieten. Kein schlechtes Gewissen deswegen!
Ein Kapitel in einem Triller, dass eher nicht trillt, finde ich nicht nur legitim, sondern meist ganz wichtig - eine ruhige Phase, in der Prota und Leser mal ein wenig ausspannen und - auch - Dinge ˋerklärt´ werden. in ˋ´, weil eben nicht Erklärung - aber der Effekt sollte schon sein, dass Leser alles notwendige weiß.
Und die Szenerie, Abholen aus Krankenhaus etc., passt dafür.

Den Rat, erstmal fertig zu texten und dann zu überarbeiten, kann ich nur bekräftigen:
Es ist möglich (sogar sehr wahrscheinlich) dass du irgendwann feststellst, dass etwas deutlich früher eingeführt werden muss, oder dass du anderes gar nicht benötigst oder an anderer Stelle einfließen lassen kannst - dann ist eh wieder Überarbeitung dran.


ein paar Erbsen:


Zitat
Auch wenn Victorias Einfühlungsvermögen mehr als begrenzt war und wir schneller in Streit gerieten, als ein Pizzateig zum Aufgehen benötigte, war ich nun doch froh, dass sie gekommen war, um mich abzuholen. Froh, dass ich noch nicht allein sein musste und dankbar dafür, dass ich meine Wohnung noch nicht wieder betreten musste.

Die Dopplung von ˋmusste ´ gefällt mir nicht so - die Sätze zusammenziehen zu
ˋFroh, nicht allein sein und meine Wohnung nicht wieder betreten zu müssen ´ wäre eine Lösung.



Zitat
Victorias Penthousewohnung lag im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, nur eine Querstraße vom Weiher, wie der Eimsbüttlers Park auch genannt wurde, entfernt.

Erklärbär ... selbst ich (wohnhaft in Franken) weiß, das Emsbüttel ein Stadtteil von Hamburg ist. Der Satz ist eindeutig Autorin, niemand denkt so.
Ich sage ˋdas ist in der Südstadt, im Ronhof oder in Stadeln ´ und niemals ˋim Stadtteil soundso ´
Ich gehe davon aus, dass bereits klar ist, dass wir uns in Hamburg befinden.
Eine Wertung hingegen würde gehen:
Das Penthaus lag in Embüddel. Dem Viertel für Reiche und alle, die für reich gehalten werden wollen.
Ebenso ist es Erklärbär, wie man den Park auch nennt, weglassen.

Zitat
Sie parkte ihren Wagen in der Tiefgarage und wir fuhren mit dem Fahrstuhl ins oberste Stockwerk.

OK:
Tiefgarage kann man erwähnen, weil es immerhin möglich ist, dass man auf der Strasse parkt. Aber ein Penthaus ist ziemlich zwingend das oberste Stockwerk. (sollte jeder Leser wissen) und daher fährt man schlicht nach oben.
und selbst das ist fast zu arg: ˋWir nahmen den Fahrstuhl´ reicht.
Und noch besser: ˋIm Fahrstuhl sagte Schwester irgendwas ´
Damit hättest du die Szenerie eingebaut und noch Platz für einen Dialog - anstatt nur mitzuteilen, dass es Tiefgarage, Fahrstuhl etc gibt (und das Penthäuser oben sind ...)

Zitat
In dem breiten Flur der Wohnung, der sich offen an das Wohnzimmer anschloss, standen zwei schwere Reisetrolleys, die darauf warteten, ausgepackt zu werden.

Nun ... fast.
Du möchtest zeigen, dass die Schwester Kohle hat und entweder Geschmack oder einen teuren Architekten. Breiter Flur, offener Übergang ...
Das sind fast Regieanweisungen.
Was hält die Prota von dieser Art zu Wohnen?
Wäre möglich: ˋIm Flur standen zwei Trollies, ein Störfaktor in der aufwändigen ˋSchöner-Wohnen ´ - Architektur mit offenem Wohnbereich und Edelküche ...´
Jedenfalls eigene Wertung, nicht blanke Information.
Mit dieser Methode kannst du auch gut die Charakterzeichnungen einbasteln, sowohl von der Prota, als auch ihrer Schwester.




Zitat
Offenbar war dies wieder eine von Victorias Inspirationsreisen gewesen, wie sie diese Trips in die Modemetropole nannte, von denen sie ausgefallene Kleidungsstücke zur Erweiterung des Sortiments ihrer beiden Boutiquen "Grazil" in Altona und "Fashion Vic" in der Speicherstadt mitgebrachte. Die beiden Läden liefen wie geschmiert und ermöglichten meiner Schwester den gehobenen Lifestyle, den sie liebte und ebenso gerne zur Schau stellte.

 Noch mal ...
Die Namen und Örtlichkeiten der Boutiquen so zu nennen, das ist wieder Erklärbär.
ˋihre beiden Läden - Altona und Speicherstadt, natürlich - liefen wie geschmiert ...´
Dass zwei Läden in diesen Lagen, wenn sie gut laufen, einen nicht unerheblichen Beitrag zu einem gehobenen Lebensstil leisten, da hätte ich auch so drauf kommen können. Und dass Schwester das Penthaus mit offener Bauweise und Luxuszeug völlig gegen ihren Willen besitzt, während sie viel lieber in einer Lehmhütte leben wollte, hätte ich eher nicht vermutet. Ehrlich nicht.
Ersetzen durch eigene Wertung oder Dialog - ein Zaubermittel.
Und Selbsterklärendes muss keinesfalls noch erklärt werden.

(ich denke, meine Kritik und Anregung ist klar - daher soll das erstmal ausreichen)
fröhliches Weitertexten!
cheers, Uli

Offline Schreibsuse

  • Bratwurst
  • *
  • Beiträge: 21
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #5 am: 13 April 2018, 07:31:28 »
Hallo Ayira!

Ganz vielen Dank für deine Hilfe!

Eines ist mir aus Euren Röstungen hier bereits deutlich klar geworden. Mein Problem ist, dass ich an den Stellen, mit denen ich auch selber nicht warm geworden bin, die Perspektive der Protagonistin verloren habe und in die, des schlichten Erzählers gewechselt bin. Das funktioniert als Ich-Erzähler nicht.

Mir gefällt deine Beschreibung der Gefühlslage sehr gut. Genau in diesen Gemütszustand muss ich mich beim Überarbeiten der Szene wieder hineinversetzen (Mir war das inzwischen irgendwie mental etwas zu anstrengend geworden, weil ich mich in den vorangegangen Kapiteln die gesamte Zeit in diesem "tauben" Schockzustand befunden hab  :-\. Ich glaube, ich brauchte für mich an der Stelle einfach beim Schreiben eine Pause davon. Daher hab ich dann wohl von der Prota zur Autorin gewechselt  ::) Funktioniert nicht!)

Nach so einer Tragödie stelle ich mir vor, mental fix und fertig zu sein, vielleicht sogar "taub", als würde sich die Erdkugel ohne mich weiterdrehen. Die durchgestylte Wohnung, in der sie nun steht, ist ein krasser Kontrast für sie - den sie als solchen wahrnehmen sollte.


Jetzt seh ich´s auch  :wow:  ;D
. . . würde ich die eine Unterteilung vorschlagen á la:
Obwohl ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass es mir gelingen sollte, mich auch nur für ein paar Minuten zu entspannen, geschweige denn, mich wohlig in der Wanne zu räkeln und entspannen sollte, stimmte ich zu. Meine Schwester würde ohnehin

Das hat mir wirklich auf die Sprünge geholfen!
DANKE!
« Letzte Änderung: 13 April 2018, 07:37:21 von Schreibsuse »

Offline Schreibsuse

  • Bratwurst
  • *
  • Beiträge: 21
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #6 am: 13 April 2018, 08:08:55 »
Hallo Uli!

Der Erklärbär   :klugklo: . . . da hast du den Nagel echt auf den Kopf getroffen!
Ich mache heute Abend gleich mal die Bärenfalle im gesamten Text klar.

Hi, hi . . .  ja, Souterrain-Penthouser sind eher rar  :cheese:
Tiefgarage kann man erwähnen, weil es immerhin möglich ist, dass man auf der Strasse parkt. Aber ein Penthaus ist ziemlich zwingend das oberste Stockwerk. (sollte jeder Leser wissen) und daher fährt man schlicht nach oben.

Dass zwei Läden in diesen Lagen, wenn sie gut laufen, einen nicht unerheblichen Beitrag zu einem gehobenen Lebensstil leisten, da hätte ich auch so drauf kommen können. Und dass Schwester das Penthaus mit offener Bauweise und Luxuszeug völlig gegen ihren Willen besitzt, während sie viel lieber in einer Lehmhütte leben wollte, hätte ich eher nicht vermutet. Ehrlich nicht.
Ersetzen durch eigene Wertung oder Dialog - ein Zaubermittel.
Und Selbsterklärendes muss keinesfalls noch erklärt werden.
Auch da bin ich ganz bei dir. Der Lebensstil muss nicht erklärt werden, da er offensichtlich gehoben ist. Allerdings war es mir doch wichtig die Lage und die Namen der Läden zu nennen, da in späteren Kapiteln nur noch die Rede davon ist dass die Prota in die Speicherstadt fährt oder dass Victoria gerade "Grazil" beschäftigt ist. Eine Zuordnung erfolgt dann nicht mehr und ich weiß nicht, ob es dann nicht vielleicht verwirrend für den Leser sein könnte. Muss ich mal ausprobieren.

.
Die Dopplung von ˋmusste ´ gefällt mir nicht so - die Sätze zusammenziehen zu
ˋFroh, nicht allein sein und meine Wohnung nicht wieder betreten zu müssen ´ wäre eine Lösung
Jaaaa . . .  Danke!!!

Vielen, vielen Dank für die großartigen Tipps!
Ich bin jetzt wieder zuversichtlich, dass ich den Text doch noch geschmeidig bekomme  :schreib:

 :danke:

Offline Ayira

  • Röstdämon
  • *
  • Beiträge: 267
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #7 am: 16 April 2018, 09:05:00 »
Bitte, gern geschehen  :cheese:

Eins muss ich dir aber noch aufspießen - und zwar diese Anmerkung von dir:

Zitat
Mir gefällt deine Beschreibung der Gefühlslage sehr gut. Genau in diesen Gemütszustand muss ich mich beim Überarbeiten der Szene wieder hineinversetzen (Mir war das inzwischen irgendwie mental etwas zu anstrengend geworden, weil ich mich in den vorangegangen Kapiteln die gesamte Zeit in diesem "tauben" Schockzustand befunden hab  :-\. Ich glaube, ich brauchte für mich an der Stelle einfach beim Schreiben eine Pause davon. Daher hab ich dann wohl von der Prota zur Autorin gewechselt  ::) Funktioniert nicht!)

Von wie viel Kapiteln reden wir da? Die Sache ist nämlich die - wenn es dir beim Schreiben schon anstrengend wurde, DAUERND in diesem Zustand zu sein - wie geht's dann dem Leser? Natürlich muss eine Zeit des Schocks da sein, wo sie glaubt, zu zerbrechen, das nicht auch noch schaffen zu können ... aber du solltest dem Leser dann bald auch wieder den Kampfgeist deiner Prota zeigen, sonst wird der noch durchdrehen ...
Hast du noch einen zweiten Protagonisten? Aus dessen Sicht du auch erzählst? Damit würdest du dem Leser auch Abwechslung bieten (nur als Idee)

Und als zweite Idee: Lies dir mal die Röstungen zu meinem NESERET Prolog durch (die erste Version). Da hatte ich das Problem, dass mein Prota ewig rumgejammert hat, was - vor allem bei Xaranis - dazu führte, ihn als kompletten Schwächeln zu sehen, der schnellstmöglich aufgefressen werden sollte, damit das ein Ende hat ...
Definitiv nicht das, was ich eigentlich darstellen wollte. Ist zwar eine ganz andere Situation und dein Schock kann nicht so schnell verarbeitet werden, aber vielleicht hilft es dir als Anreiz, um das Prinzip zu verstehen, auf das ich hinaus will  :kraul:
  • Ich schreibe gerade: Neseret - Atem des Feuergottes

Offline Schreibsuse

  • Bratwurst
  • *
  • Beiträge: 21
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #8 am: 17 April 2018, 07:03:37 »
Hu hu Ayira!

Zitat: "Von wie viel Kapitel reden wir da? Die Sache ist nämlich die - wenn es dir beim Schreiben schon anstrengend wurde, DAUERND in diesem Zustand zu sein - wie geht's dann dem Leser? Natürlich muss eine Zeit des Schocks da sein, wo sie glaubt, zu zerbrechen, das nicht auch noch schaffen zu können ... aber du solltest dem Leser dann bald auch wieder den Kampfgeist deiner Prota zeigen, sonst wird der noch durchdrehen ..."


Also, es sind 6 vorangegangene Kapitel. Davon spielen 3 Kapitel vor bzw. während des Überfalls. Also es sind rund 30 Seiten Schockzustand (direkt nach der Tat und während der Befragung der Mordkommission im Klinikum). Es ist hoffentlich auch nicht so, dass man den Eindruck gewinnt, dass sie sich im nächsten Kapitel gleich vor einen fahrenden Zug werfen wird. Aber ich sehe dabei die gleiche Problematik wie du. Es soll ja ein Thriller werden und kein Drama ;-).

Zitat:  "Hast du noch einen zweiten Protagonisten? Aus dessen Sicht du auch erzählst? Damit würdest du dem Leser auch Abwechslung bieten (nur als Idee)"


Funktioniert sowas denn, wenn man aus der Ich-Perspektive schreibt? Ich hab neulich einen Fitzek-Roman gelesen, der "Augensammler" (oh, ich weiß . . . Fitzek gehört hier nicht zu den beliebtesten Autoren. Mir geht auch nicht unbedingt beim Lesen das Herz auf, aber ab und zu steht er doch bei mir auf dem Speiseplan . . . ähhh Leseplan) und es hat mich beim Lesen wirklich gestört, dass er als Ich-Erzähler auch Kapitel aus der Perspektive von weiteren Protagonisten schreibt. In der Ich-Perspektive möchte ich eigentlich schon bleiben, weil die Phsychospielchen, die mit der Prota später gespielt werden, so einfach intensiver rüber kommen, finde ich.

Zitat: "Und als zweite Idee: Lies dir mal die Röstungen zu meinem NESERET Prolog durch (die erste Version). Da hatte ich das Problem, dass mein Prota ewig rumgejammert hat, was - vor allem bei Xaranis - dazu führte, ihn als kompletten Schwächeln zu sehen, der schnellstmöglich aufgefressen werden sollte, damit das ein Ende hat ...
Definitiv nicht das, was ich eigentlich darstellen wollte. Ist zwar eine ganz andere Situation und dein Schock kann nicht so schnell verarbeitet werden, aber vielleicht hilft es dir als Anreiz, um das Prinzip zu verstehen, auf das ich hinaus will"


Super Hinweis. Schau ich mir sofort an . . .  :weghier:

Ganz lieben Dank für die Hilfe!!

Offline Ayira

  • Röstdämon
  • *
  • Beiträge: 267
Re: Dark Watch; Kapitel 7
« Antwort #9 am: 17 April 2018, 09:00:29 »
Okay, wenn du aus der Ich-Perspektive schreibst, dann ist das mit dem zweiten Prota etwas blöd.  :watchout:
Ich will nicht generell sagen, 30 Seiten Schock sind zu viel ... es kommt halt drauf an, wie du es umsetzt. Bei der Polizeibefragung z.B. passt das taube Gefühl, das sie fern von sich selbst ist ... bei der Schwester daheim könnte ihr Gemüt dann z.B. in Wut wechseln. Die Nerven liegen in so einer Situation blank und es ist realistisch, dass sie sehr gereizt reagiert - vor allem auf so selten dämliche Vorschläge ihrer Schwester  ;)

Im ersten Moment könnte sie noch froh sein, ihre Schwester zu sehen, nicht mehr allein zu sein - aber spätestens wenn sie die Wohnung betritt könnte sie es bereuen.
  • Ich schreibe gerade: Neseret - Atem des Feuergottes