Autor Thema: Ein Gemälde  (Gelesen 2561 mal)

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Offline Shanaja

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #20 am: 11 Oktober 2015, 10:15:47 »
Geschmäcker sind halt verschrieben, und Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Beim Marie-Antoinette-Bild wurde meiner Meinung nach sehr viel Augenmerk auf das Kleid gelegt, das Gesicht bleibt für mich schablonenhaft.Also ich würde die Person auf dem Bild (so sie denn noch lebte) auf der Strasse jedenfalls nicht erkennen.

Offline Quisille

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #21 am: 12 Oktober 2015, 10:52:41 »
Hallo Ril!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich verstehe nun, dass ich das so einiges nicht verstanden habe, aber ich verstehe dafür nun NICHT mehr, was der zentrale Konflikt der Szene ist (und insbesondere, an welcher Stelle er zutage tritt). Dass Eldrans Gewissen die Rolle des Antagonisten übernimmt, scheint mir plausibel.

Bei meiner Frage nach allgemeinem Rösten hatte ich dank zu viel Kaffee nicht dran gedacht, dass du die Szene vom Aufbau her auseinander nehmen könntest, was dank fehlender Rahmenhandlung und Grundlagen schwer ist. Aber ich antworte einfach mal, da steckt trotz fehlender Infos viel Nützliches drin. :kaffee2:

Ja, da haut man ganz gerne mal daneben. Allerdings sollte der Konflikt einer Szene zumindest in seinen Grundzügen erkennbar sein, auch wenn man die dramatische Reichweite ohne Hintergrundwissen schwer ausloten kann. Irgendwer will irgendwas, und was anderes will dazwischen. Das stellt wieder die Frage nach Eldrans Agenda. Wäre sicher auch für den Eingeweiten leichter, wenn die deutlicher rauskäme.

Zitat
Zitat
Feinstes Vellum raschelte, als sie einen Brief entrollte.
"Das Siegel -"
"Ist nicht gebrochen. Es ist im Übrigen nicht das Siegel des Königshofs." Über den Rand des Briefes hinweg fixierte sie ihn kurz und las dann: "Esmer dar Velonés an S. Hargón, königlicher Berater zu Lyrenne."
Ihm wurde kalt. "Lasst mich das lesen."
Ganz gleich, ob Eldran nun Antagonist oder Protagonist der Szene wird, ab hier WILL er was, und die Stakes bestehen darin, dass Meleann es ihm vorenthalten könnte. Gewissermaßen der erste Plotpoint der Szene. Aber was passiert dann?
Uh, nein. Das ist nicht der Konflikt, das ist die unliebsame Sekretärin, die ihm unter die Nase reibt: Ohne mich bist du aufgeschmissen, Chef. Deal with it.
Sie tut so etwas immer wieder, und sie tut es mit Absicht. Deshalb kann sie ihm das Ergebnis auch einfach sagen.

Dann steht Eldran in der Szene ja mit noch viel weniger Ziel da. :wiejetzt: Der innere Konflikt gefällt mir gut, aber bei einem schwachen äußeren Konflikt stellt sich die Frage: Warum tut sich gerade JETZT was? Da ist auch wieder viel Geschmackssache dabei, aber ich finde, dass innerer und äußerer Konflikt sich gegenseitig stützen sollten. Ohne inneren Konflikt schmeckt der Text labberig, aber ohne äußeren Konflikt fehlt der Angelegenheit die Dringlichkeit, und man hat im Extremfall das, was ich "Vier-Leute-Sitzen-Im-Wohnzimmer-Und-Reden-Erbaulichkeiten-Roman" nenne. Und Dialog ohne Konflikt ist immer in der Gefahr, Infodump zu werden. Und diese Gefahr sehe ich, wenn SIE ES IHM EINFACH... Aber lassen wir das.

Zitat
Opening/Inciting Incident: Eldran konfrontiert Meleann, sie kontert, dass sie Material in den Händen hat, das Eldran sichten muss. => Versprechen: Es folgt ein obligatorischer Beat, in dem das Material enthüllt wird.
Jep; nur ist die Enthüllung nicht die Zeichnung selbst. Die Erkenntnis (und Wirkung) der Information im Bild weiter nach hinten?

Interessanter Punkt. Der Inciting Incident sorgt für zwei Dinge: Erstens bringt er eine Vorwärtsprojektion (check!), zweitens lässt er ein Konzept im Leser entstehen, WAS er in der Zukunft zu erwarten hat (check!). Das Konzept, das hier bei mir entsteht, ist, dass Eldran Meleanns Material zu sehen bekommt (check!). Und zwar deshalb:

Zitat
"Ihr habt - was - getan?" brüllte Eldran, raufte sich das Haar und hieb die Handflächen auf den Tisch. "Götterverdammt! Lasst den Gesandten gehen, sofort!"
"Natürlich. Nachdem Ihr Euch das hier angesehen habt."

Wenn Eldran alles, was sie an Material hat, gesehen hat, ist damit der Obligatorische Beat erreicht, und die Szene sollte auf der Zielgeraden sein. Isse aber nicht (nix check). Entweder umsortieren, oder einen anderen Inciting Incident wählen. Letzteres wäre schade, denn der, den Du da hast, ist wirklich ein Killer.

Zitat
  • Plotpoint 1 (stellt die dramatische Frage der Szene): Eldran erfährt von dem Brief und WILL IHN UNBEDINGT LESEN.
Nope. Eldran erfährt durch den Brief, wie beschissen die Situation ist und was seine Gegner in der Hand haben. :)

Etwas zu erfahren, stellt ja im Grunde keine Frage, sondern gibt Antworten. Also: Was WILL Eldran in dieser Szene? Wenn die Information, die Eldran erhält, der Auslöser ist, wie reagiert er darauf? Was folgt für eine Agenda? Die Information stellt derzeit nicht viel mit Eldran an, wenn die einzige Folge ist, dass er von der Notwendigkeit einer Strategie nun RESTLOS überzeugt ist, von der er offenbar vorher schon überzeugt war. Aber selbst, wenn man das akzeptierte, so begönne Eldran folgerichtig erst am Ende der Szene zu handeln, während er vorher noch nicht mal grübelt. Ich habe den Eindruck, dass die Szene sich gegen Deine Intentionen wehrt: Was Du hier als Konflikt der Szene entwickelt hast, ist nicht das, was drinsteht.

Zitat von: Quisille
Obligatorischer Beat: Die Tintenzeichnung von Nilian wird enthüllt. In diesem Moment ist Meleann entlastet, der Spannungsbogen flacht ab.
Das ist zu bildhaft interpretiert. Aber ich kann nicht einschätzen, ob die Enthüllung der Zeichnung selbst wirklich als abflachende Spannung wirkt. Ansonsten s.o., Enthüllung der wichtigen Information darin nach hinten.
Das starke Bild zwingt mich zu dieser Interpretation. Das Gemälde treibt das Konzept für den Obligatorischen Beat noch weiter in diese Richtung, wodurch die Zeichnung tatsächlich bei mir signalisiert: Gleich ist die Szene vorbei, jetzt noch schnell den Klimax und gut is. Das hat schon nix mehr mit Interpretation (im Sinne einer Analyse) zu tun, das ist einfach nur Aufmerksamkeitslenkung.

Vor dieser Szene hat er erfahren, dass sie sich in einer Grenzstadt befindet, auf dem Weg nach Valierre, und damit ist die Chance da, etwas zu unternehmen. Bleibt das Problem: wie kommt er an sie heran?

Aber das ist doch nicht der Konflikt dieser Szene, nicht wahr? Das ist entweder Teil eines übergeordneten Spannungsbogens, oder es Vorwärtsprojektion des Szenendesasters, das auf dem Hintergrundwissen einer vorangegangenen Handlung aufbaut.

In deiner Zusammenfassung sind zwar einige Plotelemente drin, die es tatsächlich gibt, aber sie alle in eine Szene zu stopfen ist ein Ding der Unmöglichkeit, ohne den Plot in kleine Häppchen zu zerlegen, statt ihn zu verflechten. Das würde nicht mal logisch hinhauen, weil ja jedes Häppchen gelöst wäre, bevor der Gesamtkonflikt sich steigern könnte.

Es ging mir nur um den Konflikt der Szene, und ich habe mir das an Versatzstücken genommen, was da so gerade herumfleuchte. Da ist knapp genug Material, um den Konflikt der Szene zu etablieren und ein, zwei größer angelegte Spannungsbögen voranzutreiben. Wenn aber diese Elemente alle dramaturgisch aus der Szene herausweisen, was bleibt dann noch für die Szene? Damit also wieder die Frage: Was ist der Konflikt dieser Szene? Was will Eldran? Was hindert ihn daran, es zu bekommen?


Zitat
Was auf jeden Fall nicht der Fall ist: Meleann ist keine Protagonistin, auch nich in dieser Szene.
Sehe ich ähnlich, siehe Peripetie. Dass Meleann nicht die Protagonistin des Hauptstrangs ist, wird übrigens aus der Szene mehr oder weniger deutlich. Allerdings ist in dieser Szene Eldran (finde ich) zu passiv für einen Protagonisten.
Ich frag mich gerade, ob er ein Opfer meiner Einstampfung von innerem Monolog wurde, denn das eigene Gewissen kriegt man nicht so schnell durch äußere Handlung klein. :uhoh:

Hm. Du benutzt inneren Monolog deutlich lieber als ich. Ich schätze ihn zwar auch, aber ich finde es bedenklich, wenn die Figurenmotivation nur (oder auch nur hauptsächlich) von innerem Monolog transportiert wird. Innerer Monolog ist von seinem Wesen her ein Selbstgespräch. Selbstgespräche sind notorisch unzuverlässige Expositionsquellen, weil die Eitelkeiten und Vorurteile einer Figur hier nicht durch äußere Reaktionen herausgefordert werden. Es wirkt besser, wenn man die inneren Konflikte im Spiegel eines äußeren Konflikts erkennen kann, und der hängt hier, meine ich, ein wenig durch. (Der Deutlichkeit halber: Das bezieht sich jetzt wieder nur auf diese eine Szene!)

Leider sind die Bilder anscheinend mit Möglichkeiten für Missverständnisse behaftet, aber vielleicht kriege ich das auch über das Drumherum raus statt durch die Beschreibung.

Missverständnisse können durchaus förderlich sein, oder zumindest akzeptabel. Nur unklar darf der Text nicht sein. Unklar finde ich ihn nicht.

Das "lesen wollen" sollte sich im Kontext ergeben.

Das kann tatsächlich sein. Wenn das hier eine Antwort auf eine lange Zeit schwebende Frage liefert, dann liest man auch die Beschreibung der Bilder. *grübel* Stellt sich denn der Leser an dieser Stelle die Frage nach Nilians Aussehen? Ich weiß, die Bilder beantworten eine ganz andere Frage, aber die Tatsache, dass es Bilder sind, lenken die Aufmerksamkeit ganz von selbst auf den visuellen Kanal. Wenn Du das vermeiden willst, ließe sich das eventuell in der Szene durch ein Foreshadowing jeweils direkt vor der Beschreibung der Bilder erreichen.

Zitat
Weiß nicht, hab' nicht so drauf geachtet, weil ich meine Energie darauf verwende zu verdrängen, dass ich mich vorm Arbeiten drücke.
:cheese:

Vielen Dank für dein Riesenrösti! Das betrifft am Ende nicht nur diese Szene, wahrscheinlich baue ich am gesamten Nilian-Subplot herum.

Gerngeschehen, aber... aber... über den Subplot hab ich doch gar nichts gesagt. :traurig: Ich hab wirklich nur was zu dieser einen Szene gesagt. Im Grunde frage ich mich nur, wie man die Sache mit der Beschreibung der Bilder kitten könnte, sorry, genauer gesagt, was mich dazu bringen würde, die Beschreibung nicht zu überlesen [/selbstsuchtmodus] [/egozentr-- nö. Den kann ich nicht ausschalten, hab's oft genug versucht]. Die Beschreibung wird für mich genau dann interessant, wenn sie Teil eines Konflikts ist. Das muss nicht notwendigerweise der Konflikt der Szene sein, wäre aber wirksamer, wenn der was mit der Beschreibung zu tun hätte, sonst bleibt der Konflikt der Szene stehen, um etwas einzuflechten, was im Kontext der Szene eher Backstory ist. Das sind so die Probleme, die einen in die Analyse der Dramaturgie treiben.
:opa:

Liebe Grüße
Quisille

Offline Rilyn

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #22 am: 13 Oktober 2015, 04:53:08 »
Hoi Quisille :)

Ich habe gerade nochmal TVtropes durchwühlt. (Ich habe vorher gearbeitet. Wirklich.) :uhoh:
Und dabei fiel mir ein bestimmtes ein, von dem ich spontan dachte, dass es hier vorkommt: Meleann verpasst Eldran eine Reason You Suck Speech, sowohl, indem sie ihm die Selbstvorwürfe um die Ohren haut (erster Schritt für eine größere RYSS etwas später), und vor allem mit "Ihr könntet ja mich heiraten", bezogen auf seinen inneren Konflikt in Sachen Heirat. Den merkt sie durchaus. Aber sie ist weder eine Person, die das allgemein ansprechen könnte, noch ist sie diejenige, der Eldran überhaupt zuhören würde. Dummerweise ist sonst niemand vorort, dem sie dieses Wissen anvertrauen würde. Also bekommt er's eben auf die unfeine Art um die Ohren.

Brief:
Zitat
Das ist nicht der Konflikt, das ist die unliebsame Sekretärin, die ihm unter die Nase reibt: Ohne mich bist du aufgeschmissen, Chef. Deal with it.
Sie tut so etwas immer wieder, und sie tut es mit Absicht. Deshalb kann sie ihm das Ergebnis auch einfach sagen.
Dann steht Eldran in der Szene ja mit noch viel weniger Ziel da. :wiejetzt: Der innere Konflikt gefällt mir gut, aber bei einem schwachen äußeren Konflikt stellt sich die Frage: Warum tut sich gerade JETZT was? Da ist auch wieder viel Geschmackssache dabei, aber ich finde, dass innerer und äußerer Konflikt sich gegenseitig stützen sollten. Ohne inneren Konflikt schmeckt der Text labberig, aber ohne äußeren Konflikt fehlt der Angelegenheit die Dringlichkeit, und man hat im Extremfall das, was ich "Vier-Leute-Sitzen-Im-Wohnzimmer-Und-Reden-Erbaulichkeiten-Roman" nenne. Und Dialog ohne Konflikt ist immer in der Gefahr, Infodump zu werden. Und diese Gefahr sehe ich, wenn SIE ES IHM EINFACH... Aber lassen wir das.[/quote]
Ich weiß nicht, das Brief lesen ist ... einfach kein Ziel. Das ist wie zur Tür rausgehen. Vermutlich wäre das sogar schwieriger, da Meleann zwischen ihm und der Tür steht. :cheese:
Warum tut sich gerade jetzt was?
Das gehört zur eventuellen Überarbeitung des gesamten Nilian-Plots. Eldran hatte bisher nur die Wahl: sie heiraten und nicht sofort plattgetreten werden, oder nicht heiraten und plattgetreten werden. Blörp.
Meleanns nicht annähernd ernstgemeinter Vorschlag hier (sie zu heiraten brächte ihm nichts außer Spott und Hohn) sollte noch mehr Grund haben, als ihn nur daran zu erinnern, dass er aus Pflichtgefühl verdammt weit gehen würde. Er selbst ist sich egal. Nilian nicht. Die Menschen, die draufgehen würden, wenn er sich weigert, auch nicht. In dieser Szene wird ihm klar, dass Nilian so oder so die Arschkarte bekommt, während (und das wäre neu!) er bisher noch dachte, er könne drumherum kommen, indem er die noch ledige (aber erwachsene) Königin des ebenso benachbarten Arleon heiratet. Er hat eine kleine Chance, dass das klappt. Damit wäre sein Land immer noch zwischen zwei Fronten, aber er hat mit Arleon eine ernstzunehmende politische und militärische Macht im Rücken. Das war bisher nur als schnell verworfene Idee drin; die hier erwähnte Lady Iristral hat ihm das ausgeredet. Aber warum sollte er sich dran halten, wenn eine Ehe mit Nilian für ihn gegen jede Überzeugung geht ...
Meleann hingehen ging von Anfang an davon aus, dass das Risiko zu hoch ist, und dass eine Ehe mit Nilian und damit Talyssir als Rückendeckung besser ist. Sie hat nur auf diese Gelegenheit gewartet, ihm das ein für alle Mal klarzumachen.
(Nilian einfach zu entführen ist keine Option, damit macht er sich nur eine Menge Feinde und keinen einzigen Verbündeten.)

Zitat
Zitat
Opening/Inciting Incident: Eldran konfrontiert Meleann, sie kontert, dass sie Material in den Händen hat, das Eldran sichten muss. => Versprechen: Es folgt ein obligatorischer Beat, in dem das Material enthüllt wird.
Jep; nur ist die Enthüllung nicht die Zeichnung selbst. Die Erkenntnis (und Wirkung) der Information im Bild weiter nach hinten?
Interessanter Punkt. Der Inciting Incident sorgt für zwei Dinge: Erstens bringt er eine Vorwärtsprojektion (check!), zweitens lässt er ein Konzept im Leser entstehen, WAS er in der Zukunft zu erwarten hat (check!). Das Konzept, das hier bei mir entsteht, ist, dass Eldran Meleanns Material zu sehen bekommt (check!). Und zwar deshalb:
Zitat
"Ihr habt - was - getan?" brüllte Eldran, raufte sich das Haar und hieb die Handflächen auf den Tisch. "Götterverdammt! Lasst den Gesandten gehen, sofort!"
"Natürlich. Nachdem Ihr Euch das hier angesehen habt."
Wenn Eldran alles, was sie an Material hat, gesehen hat, ist damit der Obligatorische Beat erreicht, und die Szene sollte auf der Zielgeraden sein. Isse aber nicht (nix check). Entweder umsortieren, oder einen anderen Inciting Incident wählen. Letzteres wäre schade, denn der, den Du da hast, ist wirklich ein Killer.
Den würde ich auch gerne behalten. ;D
Weiß nicht, "sehen" und "Information daraus ziehen" ist für mich in einem solchen Fall eines, d.g. der Beat ist für mich nicht erreicht, nachdem Eldran das Bild nur angeguckt hat. Im bekannten Kontext - Gespräch mit dem Geheimdienst - kommt das hoffentlich rüber.
Das Bild erst ganz ganz am Ende zu bringen ist jedenfalls nix für mich. Ebenso der Brief. Beides zusammen führt überhaupt erst zu der Information, wie an Nilian heranzukommen ist.
Umbauen muss ich eher in der Mitte bzw dem zweiten Drittel der Szene, das Ende bleibt.

Zitat
Hm. Du benutzt inneren Monolog deutlich lieber als ich. Ich schätze ihn zwar auch, aber ich finde es bedenklich, wenn die Figurenmotivation nur (oder auch nur hauptsächlich) von innerem Monolog transportiert wird. Innerer Monolog ist von seinem Wesen her ein Selbstgespräch. Selbstgespräche sind notorisch unzuverlässige Expositionsquellen, weil die Eitelkeiten und Vorurteile einer Figur hier nicht durch äußere Reaktionen herausgefordert werden. Es wirkt besser, wenn man die inneren Konflikte im Spiegel eines äußeren Konflikts erkennen kann, und der hängt hier, meine ich, ein wenig durch. (Der Deutlichkeit halber: Das bezieht sich jetzt wieder nur auf diese eine Szene!)
Ich glaube, das erledigt sich mit der Reason You Suck Speech. :)
Die ich gar nicht deutlicher herausstellen will, denn sonst würde sie seltsam wirken. Seine richtige "du ehrenhafter Vollidiot!" RYSS bekommt er zu gegebener Zeit. Von jemand anderem, und mit einem Haufen Leichen.

Zitat
Das "lesen wollen" sollte sich im Kontext ergeben.
Das kann tatsächlich sein. Wenn das hier eine Antwort auf eine lange Zeit schwebende Frage liefert, dann liest man auch die Beschreibung der Bilder. *grübel* Stellt sich denn der Leser an dieser Stelle die Frage nach Nilians Aussehen? Ich weiß, die Bilder beantworten eine ganz andere Frage, aber die Tatsache, dass es Bilder sind, lenken die Aufmerksamkeit ganz von selbst auf den visuellen Kanal. Wenn Du das vermeiden willst, ließe sich das eventuell in der Szene durch ein Foreshadowing jeweils direkt vor der Beschreibung der Bilder erreichen.
Aussehen nicht, Charakter schon. Bisher ist sie nichts als eine als Person unbekannte politische Schachfigur, und Eldran ist jemand, der Menschen nicht aufgrund ihrer Titel oder Positionen beurteilt. Vielmehr erwartet er von jemandem in einer bestimmten Position auch etwas. Und er erwartet von einer Fünfzehnjährigen nicht, dass sie eine gute Königin sein kann ... soweit er überhaupt darüber nachdenkt, denn Nilian als Person zu sehen, das vermeidet er, vielleicht zum ersten Mal überhaupt. Er drückt sich davor, denn der Gedanke frisst ihn auf.

Einiges habe ich jetzt nicht direkt beantwortet, weil's zum Teil im Rest mit drinsteckt, und weil ich es für den Augenblick auch einfach nur mitschleppen kann, bis ich am Drumherum dieser Szene weiterschreibe.
Aber ich wär neugierig, was du zum potentiellen Umbau des Subplots meinst, falls der überhaupt einschätzbar ist. Ansonsten gerne per PN. Das könnte sich aber etwas hinziehen, weil ich im Augenblick lieber romantisches Gesülze äähh entführte Drachen schreibe.

Liebe Grüße! :kaffee2:
Ril
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Offline Quisille

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #23 am: 13 Oktober 2015, 09:45:16 »
Moin!

:kaffee2:

Ich weiß nicht, das Brief lesen ist ... einfach kein Ziel. Das ist wie zur Tür rausgehen. Vermutlich wäre das sogar schwieriger, da Meleann zwischen ihm und der Tür steht. :cheese:

Vielleicht nicht das Ziel der Szene, aber Informationsübertrag sollte möglichst im Konflikt stattfinden, sonst haben wir hier ein klassisches "Wie du und ich beide wissen, ..."
Aber was ist denn nun die dramatische Frage der Szene?

Einiges habe ich jetzt nicht direkt beantwortet, weil's zum Teil im Rest mit drinsteckt, und weil ich es für den Augenblick auch einfach nur mitschleppen kann, bis ich am Drumherum dieser Szene weiterschreibe.

Musst Du auch nicht, höllebewahre! Nur so weit es Dir nützlich ist. Trotzdem noch einmal die Frage nach der dramatischen Frage, die die Szene stellt: "Wird Eldran <...> (Y/N)?" Bitte <...> im Geiste ergänzen, das scheint mir noch nicht ganz geklärt zu sein. Ich erwarte aber keine Antwort hier im Thread, das ist was zum Ausknobeln, nicht zum Dreinredenlassen.

Aber ich wär neugierig, was du zum potentiellen Umbau des Subplots meinst, falls der überhaupt einschätzbar ist. Ansonsten gerne per PN. Das könnte sich aber etwas hinziehen, weil ich im Augenblick lieber romantisches Gesülze äähh entführte Drachen schreibe.

Ja, gerne. :cheerful:
Q.

Wolfsrufer

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #24 am: 29 Dezember 2015, 04:25:23 »
Hallo Rilyn!

ELDRANNNN!!!!

* gier, lechtz, reinstürz *

Zitat
[...]
"Ihr habt - was - getan?" brüllte Eldran, raufte sich das Haar und hieb die Handflächen auf den Tisch. "Götterverdammt! Lasst den Gesandten gehen, sofort!"
ER rauft sich wirklich die Haare???  ;D
und klingt etwas gleichzeitig ...
"Natürlich. Nachdem Ihr Euch das hier angesehen habt."
Zitat
Unbeeindruckt von seiner Rage faltete die Cavallera Wachstuch und Pergament auf und entfernte das weiche Tuch darunter. Licht fiel auf das leuchtende Purpur Talyssirs, einen dunklen Hintergrund, fein gemalte Stickereien auf Samt, fahlgoldenes Haar, fast statuenhaft helle Haut unter dünnem Firnis.
"Ein Portrait?"
hmm, sie faltet ja wohl etwas großes auf, in jedem Fall sollte es ihm doch klar sein, was das ist, also ein Bild, auch bevor es ausgepackt ist ... Das klingt ein bisschen nach enthüllung für den Leser. Leider leider kann ich mich nicht mehr wirklich an deinen Stil erinnern, wie nahe du den Figuren kommst. :flenn:(Schick mir was  :nudelholz:) Ich würde das natürlich nach innen verlegen. Das Portrait, er wollte es nicht sehen. Dieses Anmachholz ...
Ich habe die Röstung bis hierhin schon genossen und kann nur anmerken, das hier schon das Potential nicht voll aufgeschöpft wird, was dne Konflikt angeht. Er will sie nicht sehen, sie soll nicht realer werden als die Zahl ihrer Lenzen sie eh schon macht.

Zitat
"Ihre königliche Hoheit, Prinzessin Nilian Barretin von Talyssir", stellte die Cavallera vor und schaffte es sogar, nicht allzu ironisch zu klingen.

okay ich höre ihn! Ergo, kann er da oben schon präsenter sein, das Haareraufbild ist so von Außen, seine Frage auch mit dem Portrait, das setzt mich als Leser an der falschen Stelle ab.

Zitat
Vielleicht angesichts des Mädchens auf diesem Bild, ihrer Ernsthaftigkeit, die nicht zu den jungen Jahren zu passen schien, dem Blick, der am Betrachter vorbei ging.
hmm, sie ist eine Prinzessin in Kriegszeiten und die Welt insgesamt doch kein Zuckerschlecken, auch wenn er sich wünschen würde, Kinder zu behüten bis .... ist es realistisch in dieser Welt, das sie unernsthaft ist mit 15 ... Ih würde da nochmal tiefer gehen, was ist da ... anderes Wort, besseres Wort ... Ernsthaftigkeit kommt mir wie die erste Wahl vor, nicht wie die beste ...
der Blick, der am Betrachter vorbeigeht :anbet: WAS für eine Vorausschau auf das, was kommt. Sie wird ihn nie wirklich erkennen, oder? Dann hätten sie eine Chance, könnten sie einander im rechten Augenblick in die Augen sehen ...
Zitat
Der Maler hatte entweder kein Talent für die realistische hyruner Schule besessen oder sich selbstverliebt in Details verloren; die Augen wirkten unecht, die Brauen aufgemalt, und so perfekt die Ausführung des Kleides für ihn wirkte, so wenig konnte Eldran in dem ovalen Gesicht, der idealisierten Nase und den beinahe stilisierten Lippen den Menschen dahinter erkennen. XXX
Er wandte sich ab.
Das kommt ihm doch zupass. Den Hauch eines Gedankens? Den Menschen dahinter erkennen, ist auch wieder klasse, ist sie ja auch nicht, sondern eine Schachfigur und nichtmal eine Dame ...
Zitat
"Wenn Ihr glaubt, dass es mir jetzt leichter fällt, der jungen Dame zu begegnen, dann habt Ihr umsonst sämtliche Regeln der Diplomatie gebrochen."
Wirklich? Er diskutiert, dass es ihm schwer fällt der jungen Dame zu begegnen? Da ist drin, dass er sich im Grunde damit schon abgefunden hat und nur die Begegnung scheut ... Wenn Ihr glaubt, dass es von Belang ist, wie das ( Bezeichnung, die er wählen mag für das Opfer dieses Politischen Manövers) aussieht, habt ihr umsonst ...
Zitat
"Keineswegs", erwiderte die Cavallera, und er war versucht, ihr übers Maul zu fahren. XXXEinen Gesandten gefangen setzen, verflucht, als sei der Krieg schon erklärt worden!
Da fehlt also etwas in dem Satz, den er sagt. Die Betonung fällt für mich, auf dieses leichter fallen, weil es so persönich ist, dass sie mit dem Akt der Gefangennahme schon am Rande einer Kriegserklärung rumgurkt, geht da fast unter und explodiert dann erneut ...
Bei XXX vielleicht ienen Kommentar, wie Meleann dasteht, ihn herausfordert. wie gut kennt er sie zu dem Zeitpunkt, er muss doch eigentlich wissen, dass sie einen Plan hat, einen verdammten Magisch unterstützten Plan ... Er ist ein Ehrenmann, doch nciht auf den Kopf gefallen ... oder ist er irgendwie angetrunken, sonstwie beeinträchtigt. Ansonsten, mehr von dem Pfeffer, den beide durchaus haben und der hier auch in Eldran ausbricht, er ist wütend und das ja nicht nur wegen dem Bild, sondern dem was dahinter steht. Meleann übt Druck aus und das obwohl! er ja schon die Entscheidung getroffen hat (oder?), was sie also macht, ist Salz in die Wunde und aufs Tempo drücken und DAS könnte ihn mehr gegen sie aufbringen, als die Tatsache und gegen sie zu sein, ist die Perfekte Ablenkung davon, dass er alsbald ein Kind zu zeugen hat, mit diesem Kind. Also ist der hintergrund, dem das wort erwachsen sollte, das bisher mit Ernsthaftigkeit besetzt wird, ein Sexueller. Unschuld, Unberührtheit ... ein Kleid, das sich an eine allzu schmale Hüfte schmiegt, weit entfernt von einem gebärfreudigen Becken ... von dem Problem überhaupt in Stimmung zu kommen gar nicht zu reden ... pack das allesi n ein harmloses Wort und ich bin zufrieden, wie immer  :cheese:
Zitat
"So? Lasst ihn frei, augenblicklich, packt das verdammte Bild ein undhofft, dass er glaubt, dass ich es nie gesehen habe!"
Sehen ist ja nun unwichtig, ihn zu entführen und das Bild für einen anderen Herrscher zu stehlen ein dreister Faupax.
Ich weiß, Eldran ist oft zu ehrenhaft um Meleann Schläue zu entwickeln, aber hier handelt es sich um schlichte Raubritterdiplomatie und er muss einfach wissen, das sie das nicht einfach so gemacht hat, und das auch nciht einfach so mit hoffen zu lösen ist. außerdem ist die Frage, warum sollte der Gesandte überhaupt noch leben und nicht einem bedauerlichen Unfall zum Opfer gefallen sein. Die Frage ür Eldran wäre doch eher spannend und zum Haareraufen. Will er überhaupt wisen, was mit der armen Seele geschehen ist? Traut er Meleann nicht eher eine Hoppla Genickbruchlösung zu?
Wenn Meleann ihm dann um die Ohren hauen kann, das dem kerlchen kein Haar gekrümmt wurde und das bild zu stehlen keine Folgen hat, außer denen, die er zu tragen hat. Wäre es emotional aktiver, du gibst ihm richtig sie Sporen, dann lass ihn doch mal wütern und lass Meleann ihm Pfeffer geben.
Zitat
"Der werte Gesandte wird wieder auf dem Weg sein, bevor er merkt, dass ich ihn gefilzt habe. Er wird das Siegel an der Transportkiste ungebrochen vorfinden. Vielleicht hat er von dem guten Wein einen Kater; jedenfalls wird er äußerst spät aufwachen."
Als er zu ihr hin sah, schenkte sie ihm ein Lächeln wie eine zufriedene Katze und war sich mit Sicherheit der Wirkung bewusst.
Wieso sah er sie vorher nicht an? Erwähnen, dass er seinen Blick nicht von dem Bild abwenden kann, er trotz der unechten Augen beinahe fürchtet, dass sie dne Blick heben wird und den alten Mann erkennen, der ihr beiliegen würde und das so schnell als möglich. Die schmerzhafte Gewissheit, wie Gefahrvoll das Kinderbekommen ist, wie schwer sie am leben zu erhalten. Kinder überlebten nicht!!!! Und dann lassi hn mit der wut im Bauch auf Meleann krachen, die einzige, die das abkann! Dann wäre in der Szene die Frage, ob er und Meleann, die Allianz von Ehre Vernunft und dem Willen zu tun, was auch immer notwendig ist, bricht, weil sie den Bogen überspannt. Müsste man dringend sehen, wo im Roman die Szene steht, wenn hier der Point of no return ist, der wo er wirklich erkennt und fühlt was kommen wird mit diesen Kind, das das nie und nimmer gut enden kann, dann lass ihn auch auf diesen Felsen krachen! Meleann schubbst ihn ja offensichtlich über diese Klippe. Warum genau jetzt, kann ich nicht so sagen. Der Gesandte ist unterwegs, Pläne sind shcon gemacht, wieviele Tage dauert dann sowas? Was ist shcon aggangiert, was hat sie vorher gesagt, um die Dinglichkeit klarzumachen, wo zeigte er dieses Eldrantypische zögern, das sie zeingt Nägel in Köpfe zu rammen?

Zitat
"Giftmischerin -"
Oh wie Böse, er kennt nichtmal vernünftige Schimpfwörter. Wie gesagt, zahm. dEr Text spiegelt für mich noch nicht wieder, was sie ihm antut. Obwohl er schon so aufgedreht wirkt. Vielleicht irre ich mich ja, aber ich denke, da kannst du noch näher an die eiternden Wunden heran.
Zitat
"Viel zu riskant. Ihr erinnert Euch an den Wein, den Ihr wegschütten wolltet?"
"Oh, gütige Götter", schafft mir dieses Weib vom Hals, vollendete er insgeheim und meinte es doch nicht, denn wo wäre er, wenn sein Hof nur aus jenen bestünde, die nicht zu tollkühnen Dummheiten bereit waren. "Ihr habt ihn hoffentlich nicht wegen eines Gemäldes ..."
Ey, keinen Rückzieher! Noch nicht! Und es ist keine tollkühne Dummheit. wie gesagt, er muss wissen, dass es eben nciht um das Gemälde geht, ich finde da schiebst du ihm etwas unter, was der Leser sich fragen soll. also hö, wieso um das gemälde so eine Aufregung? Er kann ruhig ihre genaue Ambition nicht kennen und an ihr rumrätseln, aber das es nicht darum geht, das muss er doch wissen. Die Welt ist ein fieser hinterhältiger Ort und Meleann kann das Spiel spielen. das weiß er. Das muss er wissen.
Zitat
"Nein. Deswegen."
Feinstes Vellum raschelte, als sie einen Brief entrollte.
"Das Siegel -"
"Ist nicht gebrochen. Es ist im Übrigen nicht das Siegel des Königshofs." Über den Rand des Briefes hinweg fixierte sie ihn kurz und las dann: "Esmer dar Velonés an S. Hargón, königlicher Berater zu Lyrenne."
Nö, hier auch, lass ihn nicht ängstlich fragen. Sie kann das ja süffisant erwähnen oder besser noch zeig den kleinen Zaubertrick, wie man mühelos Korrespondenz öffnet. Was dann auch schön zeigt, dass auch seine Geheimnisse in ihren händen nicht sicher sind. Insofern in einer magischen Welt ein siegel überhaupt Bedeutung erlangen konnte, so es nicht ebenso magsich ist ...
Zitat
Ihm wurde kalt. "Lasst mich das lesen."
Lass mich das lesen. Her damit! Das ist so eine Charakterfrage, er rauft sich die Haare,denkt schafft mir das weib vom Hals ... in welcher Stimmung ist er wirklich. Du fragtest hier nach dem Bild. Das ist einer der Hauptdarsteller. wenn er schwächelt, dann lass ihn angesichts des Bildes schwächeln, wie ist es überhaupt platziert, wie groß ist es. Lässt sie einen Ständer bringen und stellt es vor ihm auf, ist es Lebens oder überlebensgroß oder klein, dass sie es ihm in den Schoß  :the_brow: legen kann ... Wunderbares Material, spiel damit!
Zitat
Doch der Brief, den sie ihm vor die Nase hielt, war ihm unverständlich; die Schrift gestochen klar, die Worte weder Tallair noch Valieran. Auch zum tjaruner Laér, das er zu erkennen glaubte, wollten sie sich nicht zusammenfügen.
"Spart Euch die Mühe. Das ist lladoraner Laér. Dankt meinem Vater für seine Sprachstudien -"
"Cavallera, bitte! Euer Vorwurf ist berechtigt, aber macht ihn mir bitte zu einem anderen Zeitpunkt!"
Ja, zu ienem ganz anderen! Es sei denn, er wurde oft bekniet, diese Sprache zu erlernen, da höchst wichtig ... sonst, ist das nun mit einem Bitte zu bedenken, bitte schelte mich nicht, dass ich das nicht kann. ER wollte ihr eben noch über das Maul fahren. Lass ihn wütend. Werd ich, nun macht ihn in angemessener Geschwindigkeit stolz! Grrr.
Zitat
Daraufhin musterte sie ihn mit einem Ausdruck, den er nicht zu deuten vermochte; weder wütend noch verletzt. "Diesen Vorwurf macht nur Ihr Euch selbst", stellte sie dann trocken fest. "Ich musste das alte calthyrner Laér lernen; Lladoras hat sich sprachlich kaum davon weg entwickelt. Fragt mich nicht, ob die Conjurores dumm, leichtfertig oder arrogant sind."
Geht da der Weltenbauer mit dir durch? dieses Sprachdingens wäre nur interessant, würde er sich fragen müssen, ob seine zukünftige Braut ihn überhaupt verstehen würde, so dass er ihr auch noch in dieser Weise gewalt antun muss, als vollends fremdbleibender.
Zitat
"Oder hofften, dass uns der gute Ton gegenüber Botschaftern noch etwas gilt."
Zurückgekommen zum armen gesandten und Meleanns Diplomatie, aber eben Geplänkel, nicht Problem.
Zitat
"Den kennt das Pack auch nicht mehr.
Weshalb das hier auch so ein Fremdkörper bleibt. Die Figuren wissen, das es nicht darum geht, die Worte haben kein Echo im Tun der Figuren.
Zitat
Hört zu: Informationen zur aktuellen Stellung von Zauberwirkern in Talyssir, Schwachstellen in der gesellschaftlichen Akzeptanz, gleiches für das Grenzland.
Puh ... Information, aktuell, Akzeptanz ... soll die Sprache dieser Lande moderner sein, kommt mir Fremd vor in deinem Text und eine üble Übersetzung, da sie nicht die Infos berichtet, sondern nur das es welche gibt.
Es steht schlecht um die Zauberwirker, es heißt im Grenzland habe es sogar Morde gegeben und die Brandschatzung heiliger stätten. Also was ist da los?

Zitat
In Kürzeln gehaltene Hinweise auf die außenpolitischen Beziehungen Talyssirs, die Strukturen der Königsfamilie und ihre Verbindung zum talyssirer Adel. Eine Mutmaßung, dass Farianne Beren, die zweite Tochter, Opfer eines Attentats wurde und nicht der Seuche. Angaben zu Handelswegen und von der Seuche angeschlagenen Handelshäusern. Tote Soldaten, verbliebene Heeresstärken, Bevölkerungszahlen, Zahlen, Zahlen, ich werde das von einer vertrauenswürdigen Hand kopieren lassen. Und zu guter Letzt das hier."
Soll sie das in dem Moment übersetzen, also zum ersten Mal? Dann lass ihre augen fliegen, lass ihn sehen, dass sie dinge auslässt. Er soll so wie ich gehört habe  :flenn: Meleann ja rauswerfen, hier kann man ruhig schon mal misstrauen reinstreuen, das sich ausgeliefert fühlen. Uuund das Bild! Behandle das Mädchen mal als Figur, die tatsächlich anwesend ist für ihn ... Da wie ein Geist, eine Mahnung, ein Versprechen.
Zitat
Hin- und her gerissen, ob er entsetzt vom Ausmaß der Spionage sein sollte oder froh darüber, diese Informationen überhaupt zu erhalten und noch dazu von dem geheimen Brief zu erfahren, ertappte Eldran sich dabei, wie ein gefangenes Tier auf- und ab zu gehen, und flüchtete davor auf den Scherenstuhl am Tisch.
Hmmm, so ein Schritt zurück, dir fällt auf, wie wenig Bildlich du bisher warst. Lass ihn sich nicht selbst ertappen, sondern Meleann mit einem Blick. Mehr Interaktion zwischen deinen beiden. sie sind so großartig, verflechte sie mehr.
 
Zitat
Die Cavallera schubste den aufgerollten Brief über die Platte und legte ungewohnt vorsichtig ein Blatt dicken Papiers daneben.
Warum tut sie das, genau jetzt?
Macht diese Spionage die Ehe um so dringlicher? Dann müsste er sich aber wehren. Sieh es als Duell, einen Fechtkampf. Er steht hier nur so rum und sie holt aus. er muss schon zeigen, das er sich wehrt, sich versucht rauszuwinden. Nein, noch mehr ... Was will sie denn? Das er sich noch mehr fürchtet? Oder das er eine Chance sieht, dass das eine richtige Beziehung wird? Will sie daS Mädchen als Medizin für seine Schwäche anbieten, ihm eintrichtern. Ja, dann mach ihn schwach, das er sich ihrer nicht erwehrt, nicht wütend ist, zu schwach in diesem Kampf, ja dann müsste sie ihn spießen ... auch wenn sie es ganz falsch anfängt. Also ist für mich auch die Frage. Was will Meleann erreichen mit ihren Aktionen?
Warum sieht sie ihr handeln als den besten Weg an diesen Mann in die Ehe zu kriegen udn zwar pronto. Soll sie ihn so gut kennen, das ihr das gelingt, soll sie ihn falsch deuten und ihn deshalb quälen?
Zitat
Gutes Papier, glatt und von gleichmäßiger Farbe. Tusche zog ungleichmäßige Linien darüber; das Mädchengesicht, das er bereits auf dem Bild gesehen hatte, fast im Profil, in lockerem Strich gezeichnet über einem schlichten, nur angedeuteten Kleid an einer schmalen Figur (Eben, die nicht gebärfreudigen Hüften, da sind sie, machs etwas deutlicher), die sich über ein Buch beugte. Eine Strähne fiel aus der strengen Flechtfrisur über die Stirn. Hierfür hatte sie gewiss nicht Modell gesessen.
"Sie ... lebt",
ausbaufähig. Ideal wäre, wenn ich als Leser das selber empfinden würde, bevor er das ausspricht.
Die Worte beschreiben, unlebendig. Das Mädchengesicht im Profil. Technisch. ...
Tusche zog ungleichmäßige Linien darüber; das Mädchen ... was ist Lebendig, wie ist der ausdruck, du schreibst es ist Tusche und von da würde ich ins Bild gehen, was tut sie, lesen? Reicht das als Charakterisierung und auch dieses Bildnis ist doch für einen zukünftigen gedacht? Oder nicht? Dann lass es eine Skizze sein, mehrere, das Papier eben nicht perfekt glatt, sondern heimlich gemacht, hier hatte der Maler, so dumpf er beim Gemälde was, sich ein Stück leben gestohlen von diesem Kind. Die Sonne auf ihrem Gesicht, den angestrengten ausdruck, als üwrde sie sich gerade eben auch mit einem Dialekt herumschlagen der ihr missfiel, dann wieder Stahl die Tusche sich ienen Blick auf ihren bloßen Füße, getaucht in einen Fluss. Der Blick eines verliebten, ein Lächeln, eine Strähne.
Das wäre ein aufflammen des Konfliktes. Man könnte dne Maler selbst gefanken haben, einen jungen Mann, und der hat sich verliebt, angemessen, schwärmend und in den Bildern könnte eine Erwiderung liegen, eine Tatsächliche, eine erhoffte Schwärmerrei ... herzrausreißend! Das würde es ihm richtig schwer machen, er wird sich ihr nicht nur aufdrängen müssen, sondern ihr auch genau das nehmen, Liebe, Verliebtsein, so wie er und siene Frau ... Erinnerungen. Messer tief rein ins Fleisch. aber wieder die Frage, warum solle Meleann das machen?
Zitat
murmelte er, ergriffen von der Kunstfertigkeit dieser Skizze, dem Charakter in der Haltung und in diesem Gesicht, still, stark, und dabei verletzlich auf eine Weise, die sich ihm entzog.
Wirklich, eine Verletzlichkeit mit der er nichts anfangen kann. hmmmmmmmmmm. würde er das Fazit selber ziehen? verletzlich auf eine Weise, die sich ihm entziehen musste ...

Wolfsrufer

  • Gast
Re: Ein Gemälde
« Antwort #25 am: 29 Dezember 2015, 04:27:05 »
Zitat
"Es lag dem Brief bei", sagte die Cavallera. "Ihr werdet es behalten. Wenn nicht Ihr, dann ich, aber Meister Hargón wird dieses Bild nie zu Gesicht bekommen."
Hmmm. Wieder Adressat ... Wenn es eine Zeichnung ist, die Absicht ist. Dann ist sie für den Thronfolger gemacht. der ist wie alt? Wie sollte ihn ein buchlesendes Mädchen beeinflussen? andeutung, warum das den Ausschlag geben könnte und wieso liegt das dem Spionagebrief bei?
Zitat
"Weshalb?" fragte er, unfähig, sich von dem Anblick zu lösen, obwohl er die Feststellung nicht ertragen konnte, wie jung dieses Mädchen war. Sie sollte Bücher lesen, mit Ihresgleichen lachen, nicht ...
Also Bücher lesen kann sie auch bei ihm ... wie ich oben meinte, wenn es nicht auf Teenagerverliebtheit anspielt, ist das Bild nciht schlimmer als das andere. Parallele zu Eldran und seiner Frau, die haben sich doch auch verdammt jung verliebt oder?
Zitat
"Weil Meister Hargón schon genug in der Hand hat.
Hier deutet sich an, dass sie ihm das zeigt, um nochmal zu unterstreichen, wie dringlich die Lage ist, also dass dieses Bild die Verbindung wahrscheinlicher macht, als alles andere ... Dann müsste es irgendwie von Bedeutung sein. Bisher war der Thronfolger nicht gewillt sich zu binden und hat das auch öffentlich bekundet, aber der Zauber in dieser zeichnung wird seine Meinung ändern, tut er selbst wirklung bei euch ... Dann sit die zeichnung eine Bedrohung, so sind beide schachfiguren und das Bild völlig unwichtig, und wenn sie Pockennarbig und fett wäre, hässlich wie die Nacht. Das spielt doch eben gerade bei solchen Verbindungen nicht die geringste Rolle.

Zitat
Wenn sich Nilian von Talyssir mit dem Thronfolger verlobt und erst einmal in Lyrenne ist, wird der Rotzlöffel in kürzester Zeit vom Pferd stürzen, der Regent kommt auf den Thron, macht ihr ein Kind, und wenn sie aufmuckt, was anzunehmen ist, wird sie abserviert."
Das zeigt eben, wie es knallhart so ist, Königskinder, sie sterben! Ob Schicksal oder Politik, Willkür der Natur ... Sie sterben und das ist ihm doch so klar wie nur was, oder nicht?
Zitat
"Dazu ist der Conde de Gauvère nicht fähig."
?????? nicht fähig ??? Ne, so naiv ist er nun wirklich nicht.
Aber hier taucht etwas auf, Meleann zeigt ihm, schau, das Liebe Mädchen, wenn du sie nicht nimmst, dann wird ihr noch viel shclimmeres widerfahren. Guter Schachzug! Gute Spannungskurve.
Erst zeigt sie ihm das Kind. Das macht sein Widersteben lebendig. Er identifiziert sich immer mehr mit dem Kind, malt sich aus, was er ihr antut. WILL das nicht. Süß unchuldig, viel zu jung, sollte das haben, was er und seine frau hatten. Liebe!
Und dann knallt ihm Meleann auf dne Tisch. DAS ist die Alternative und nun komm aus dem Quark! JETZT, es Brennt!!!!!
Für den Leser wäre es dann, du blöde Kuh, was machst du, gleich springt er lieber aus dme Fenster als sich vorzustellen, sie anzurühren und dann erkennt er, ahhhhhhh. Mach ihn so richtig wütend und lenke das dann in die Richtige Richtung.
Zitat
"Ihr habt ihn doch erlebt", spottete, höhnte die Cavallera geradezu. "Eine Marionette an Hargóns Fäden."
Find ich unnötig. Hier wieder eher ausführen, das derjenige keine Probleme haben wird, das Kind auf dne harten Boden der Wirklichkeit seines bettes aufschlagen zu lassen, sie ist doch keine Zartfühlende Person. Lass sie das mal real machen.

Zitat
"Wird die Zeichnung in dem Brief erwähnt?" Zeichnung, wie banal angesichts dieses Meisterwerks.
"Nein. Ich habe alles durchsucht. Wir können sie verschwinden lassen."
Da hauts wieder technisch rein. Die emotionalen Tiefen hast du komplett umschifft. Da müssen für mich einige Gedanken her (hat er ja über die Cavallera, sollte er auch für Nilian mehr nutzen)
Zitat
"Ein zweiter Brief könnte existieren", gab er zu bedenken und glaubte nicht recht daran.
Jaaa, da bereitest du etwas vor, wirkt aber wie ein Fremdkörper, ohne Gedanken zum wichtigeren Thema. Mehr rein in ihn.
Zitat
"Dann kann er auch durch einen glücklichen Zufall nicht zusammen mit der jungen Dame hier verloren gegangen sein."
Das Bild und die Dame gleichsetzen, das verloren gegangen, ausbaufähig! Gib dem den richtigen Kontext und man kriegt Gänsehaut, wenn man erkennt, dass Eldran endlich in Meleanns richtung gelenkt wurde. Dazu muss er aber konkret die Entscheidung treffen. Sein Bett und kein anderes! Natürlich auf Eldranart verpackt, oder eben für ihn ins hässliche angesicht der Tatsache geblickt. Er wird seine Frau betrüben, er wird versuchen ein neues Kind in die Welt zu setzen, er wird sich tausendfach um dieses Kind und diese Frau mehr sorgen machen müssen. da ist SO viel drin!
Zitat
Die Leichtigkeit, mit der die Cavallera dies aussprach, blieb ihm versagt. Er griff nach dem Kelch, fand ihn leer und schob ihn wieder von sich.
Ja, erinnerte ich mich doch dunkel an ein Alkproblem. Könnte man auch noch ausbauen, verwenden als Brennstoff für die Szene.
Zitat
Ein bestechlicher Gesandter, mindestens ein Conjuror in Talyssir, der besser informiert war als selbst das Wechselbalg, ein Intrigengeflecht, von dem auch dieser Brief nur einen Bruchteil preis gab. Der Brief, dieses Zeugnis der Misere, diese Waffe in den Händen Valierres - es verlangte ihn, das Ding ins Feuer zu werfen, mochte der Gesandte dann auch endgültig ahnen, weshalb ihm der Wein nicht bekam. Nein; das wäre ein Affront gegen Valierre und vor allem Talyssir, den er nicht riskieren durfte.
? wie gesagt, die Brisanz der Zeichnung erschließt sich mir nicht. außer für ihn, sollte wie sie ist, keien Bedeutung haben, es sei denn der andere Thronfolger würde sich sonst tatsächlich weitern können, wird er nicht überzeugt ...
Rasch schob er das Pergament von sich fort.
Zitat
"Seid Ihr sicher, dass man das Verschwinden des Bildes nicht gegen uns verwenden kann?"
"Bin ich. Das Schreiben dürfte ebenfalls geheim sein, aber ich würde Hargón gerne in Sicherheit wiegen. Die Informationen erhält er früher oder später. Sorgen wir für später, und deshalb veraltet."
??? Welche Infos? Will sie den Brief also nicht fälschen, sondern nur den Gesandten etwas aufhalten, ein Kater dauert nicht ewig ... hmmmmmm
"Das Bild, Cavallera."
Zitat
"Dieses Bild, Majestät, ist das Kunstwerk eines Zauberwirkers. Eine Hofdame, nehme ich an. Als Künstlerin allein ist sie schon ... Es braucht hervorragende Künstler, um so etwas zu schaffen. Ich habe selten ein Bildnis wie das hier gesehen."
"Zauberei?"
Es muss einfach auch mehr Wirkung auf ihn haben, das sie dann da auch beabsichtigt, ihn an das Mädchen mehr zu binden. Dann zeige ein wirken, dass ihn sich vorstellen lässt sie zu küssen, wäre auch ein toller Dreh, das erste Bild, Kind, das zweite Bild zukünftige ... Dann hätte sie zwei Fliegen mit einer Klappe versucht zu schlagen. Ihm die immense Gefahr zu zeigen, das diese Chance ihm entgleitet und ihn eben mehr in Richtung: "nun stell dich nicht so an, nimm sie, zeug ein Kind, schad nichts, wenn du dabei ein bisschen glücklicher wirst als jetzt, du Tropf!!!!"schubben will. (WAs natürlich nicht gelingt  :flenn:)
Dasnn hat sie auch einen schönen Konflikt. Sie muss ihm das sagen, damit er die Gefahr sieht, aber es dämpft natürlich den netteren Effekt.
Zitat
"Nennt es einen sechsten Sinn. Manche sehen das Wesen eines Menschen auch ohne Zauberei. Die meisten erst nach vielen Jahren."
???? sie liest in einem buch, da musst du wirklich noch eine Schippe mehr draufpacken, um das Besondere Wesenerkennende der Zeichnung im Text zu haben ...
Zitat
Er musterte sie, wie sie sich ihm gegenüber setzte und die Ellbogen auf den Tisch stützte, und konnte von ihrem Wesen nicht halb so viel erahnen wie von der Unbekannten, die in Tusche gebannt in ihrem Buch blätterte.
Deshalb kommt man wohl darauf, dass die beiden sich velrieben sollen, das ist ein Satz, den man zukünftigen Geliebten verpasst. Da ist dir deine Liebe zu Meleann in die Quere gekommen. Er muss sich mit dem Mädchen beschäftigen, der Zukunft, dem Weg, der ihm aufgezwungen wird. Wie gesagt, versuche mal Nilian jetzt schon in diese Szene zu setzen als vollwertige Person, wie anwesend. Was passiert?
Zitat
"Noch eine, die mit der Conjuéra zusammenarbeitet", bemerkte er. "Nah genug an der jungen Dame, dass sie gut und gerne mit ihrem Hofstaat überall hin reisen und Einfluss auf sie nehmen kann."
"Zusammenarbeit würde ich das nicht nennen."
??? Du machst wieder ein Fass auf, das du wahrscheinlich später brauchst, hier störts.
Zitat
Sarkasmus; dieser Wesenszug seines Gegenüber war ihm nur zu gut bekannt.
"Sprecht es aus. Sie erpressen eine Zauberwirkerin, und wenn sie ihnen nicht mehr nützt, wird sie getötet."
??? zusammenhang mit dem Bild? Und wieder. Nilian hat doch keine Wahl, oder muss sie freiwillig zustimmen? Selbst entscheiden? Das sie politisch verheitratet wird, ist doch wohl von Geburt an und shcon über Generationen klar. Ist es anders, dann hat er ganz andere Probleme, wenn er sie dazu bringen muss ihn zu nehmen, sich zu verlieben. Was ich nun absolut nicht glauben kann in einer solchen Welt, gäbe es keine Kriege. Seit wann ist das im englischen Könighaus erlaubt ... seit Letzter Woche ... nach Bedeutungslosigkeit und Ewigkeiten Frieden. Wenn Politik über Ehen betrieben wird, sind diese Ehen keine persönliche Angelegenheit mehr. Da geht nicht beides.
Zitat
"Schön, das ich Euch Nutzen bringe", spottete sie im selben Tonfall, doch mit Schalk in den Augen. Der ganze politische Tanz, der ihm zuwider war mit seinen Lügen, Ränken, Geschacher und Bauernopfern, schien sie zu unterhalten, und ihm blieb nur Verachtung für einen Scherz, über den selbst Gerowan schallend gelacht hätte.
Den hab ich nciht verstanden, den Scherz ...
Zitat
"Von einem habt Ihr mich restlos überzeugt", sprach er aus, was ihm noch bitterer auf der Zunge lag. "Nilian darf nie in Valierre ankommen. Eine Ehe ist unvermeidlich."
Hmm, so richtig motiviert ist das eben noch nicht. Dieser spoinagebrief wird nicht vorgetragen als hätte er eine WUMM Info. Da wäre es schon schön, wenn es nicht auf Nilian bezogen ist, dass du da noch etwas dramatisch hervorhebst.
Zitat
Umso weniger wagte er, die Zeichnung anzusehen. Die Jugend dieses Mädchens konnte er nicht ertragen, obwohl sie ohne jeden Zweifel Nilian war, obwohl sie ihn nicht einmal daran erinnern können sollte, wie Anisha wohl ausgesehen hätte, wäre sie älter geworden. Der Gedanke war da, und er würde nicht wieder verschwinden.
Mit der Verbindung zur Tocher würgst du ihm natürlich richtig was rein! Was sich auch nciht so recht kitten lässt jemals.
wäre sie älter geworden, ist bei dem Tod vor einem halben Jahr nicht so ganz passend, find ich. Wie Anisha in ihrem Alter wol ausgesehen hätte. Wobei ihm da die Ähnlichkeit zur Mutter in diequere kommen müsste. Überhaupt. Ehe- Ehefrau. Er sollte uach mal an sie denken müssen.
 
Zitat
"Was seht Ihr in diesem Bild, Majestät?" bohrte das Wechselbalg mit dem Finger in der Wunde.

Wieder, warum macht sie das? Er hat doch shcon ja gesagt ...
Zitat
Er musste nicht hinsehen; er sah sie auch so, die Strenge in Kleidung und Haartracht, die stille Kraft und Besonnenheit, die er in Details zu finden suchte und nicht finden konnte, obwohl sie unzweifelhaft da war; ohne jeden Widerspruch dazu der jugendliche Wille, die Welt zu formen, Leidenschaft, die an Pflichtbewusstsein scheiterte, Liebe zur Kunst; sie hätte dieses Bild geliebt, ohne sich daran zu stören, dass es sie selbst zeigte. Und unter allem eine tiefverwurzelte Furcht, die er nicht benennen konnte, deren Grund wohl auch der Künstlerin verborgen geblieben war.
Also, welche furcht ist in ihrer Situation wohl kaum zu verbergen und sie hätte das Bild geliebt? Mädchen, das Buch liest? Ich hadere mit dem Motiv. Lesen ist passiv, würde sie selber schreiben ... Da wäre Wille die Welt zu formen und Leidenschaft schon wahrscheinlicher ... hmm hmm hmm.... und wieder, was an diesem Zauber ist nun in der Politischen Ränke, die Gefahr?
Zitat
Die Cavallera blickte abwartend herüber, sagte aber nichts.XXX
"Ich sehe ganz gewiss nicht meine Braut."
Da sollte er doch was in ihren Blick legen, auf das er so reagiert. Fänd ich gut, wenn er sich manipuliert sieht und sie zumindest ertappt.
Zitat
"Ihr könnt ja stattdessen mich heiraten."
Öh, ja ... Könnte auch nciht wiederstehen, sie das sagen zu lassen, allein shcon wegen Eldrans Blick und der vorstellung von ihr Blumenumkätztes Haar, den Dolch an seiner KEhle, in der Linken den Brautstrauß werfend ... und Gerowan ... :twitch:

Zitat
"Götterverdammt!" Der Stuhl kippte weg, er rammte im Aufspringen das linke Knie unter die Tischkante, landete selbst beinah am Boden und konnte dem Miststück so wenigstens nicht den Kopf abreißen.
Die Reaktion ist ohne jede Vorbereitung zuviel für mich. Als ob das eine Möglichkeit wäre.
Zitat
Bis er den Stuhl wieder aufgestellt und sich gesetzt hatte, erkannte er den Spott als solchen. Finster starrte er zurück; das Wechselbalg hob unschuldig die Brauen.
Das ist ECHT eine Möglichkeit??? Na dann ... find ich, sollte er das mal in Erwägung ziehen und sich fragen, ob er so eine Ehelichung überleben würde .... Wenn du ihn ablenken willst. Und dann eben wieder ein heftiger Stich. Seine Frau!!!
Zitat
"Die Lady Iristral wäre sicher nicht erfreut, aber Ihr hättet Eure Beziehung nach Arleon. Wenn auch von etwas niedrigerem Rang als die Königin."
Warum spinnt sie das jetzt wieder, was will sie erreichen?
Zitat
"Wohin habt Ihr keine Beziehungen?" knurrte er. Sein Knie pochte wütend. "Hat Eure Großmutter damit zu tun?"
"Nein, mein Vater."
"Götter! Bitte!" Beinahe brüllte er wieder, griff nach dem Weinkelch, dann nach der Karaffe.
??? Bemerke, die Ehe ist unvermeidlich mit dem Kind, keine Reaktion von ihm. Hier wütert er und muss sich besaufen. Was war nochmal mit ihrem Vater und ihm?
Ich fürchte, da hat es dir zuviel spaß gemacht, ihm das zuzumuten. Aber würde er so aufbrausen bei der aussicht nilian zu entkommen? Da nur ien Spiel, wäre ihm da nicht danach, sich darauf gedanklich einzulassen, bis Gerowan ihm in dne Sinn kommt. Nach Alkohol greifen, da fällt mir als Gund nur seine Frau ein, nicht der spott von Meleann. ...
Zitat
"Verdammnis!" fuhr die Cavallera auf. "Hört auf, Euch Vorwürfe zu machen! Ich mache Euch keine, und ich will Euch nicht ständig davon abhalten, Euch selbst zu zerfleischen! Gebt mir den Wein."
Also Meleann, das steht dir nun nicht zu, du machst ihn doch gerade fertig und das mit Absicht. Also wenn sie das so offen diskutieren, müsste das gane heir anders verlaufen, dann könnte sie ihm einfach sagen. Du, wird Zeit, die Kleine muss unter deine haube, wegen XYZ. Die Dramaturgie, die sie selber inziniert, riecht nach manipulation. also "geht" das hier nicht. Kann den Wein nur so wegnehmen. Aber nicht mit der Psychoanalyse, find ich.
Zitat
Ihm zitterten die Hände; so überließ er ihr die Karaffe und versuchte, seinen Atem zu beruhigen und die Gedanken. Doch auch der halbvolle Kelch, den sie ihm hinschob, half dabei nicht.
Welche Gedanken? Wieso zittern ihm jetzt die Hände ... Meleann heiraten zu sollen ist also der größte Stressor?
Zitat
"Verzeiht."
"Fangt nicht auch noch damit an."
??? HAt er ihren Vater umgebracht, ich erinnere mcih nicht mehr ...
Zitat
"Nein, Ihr habt ja recht. Selbstvorwürfe? Ja. Vor allem aber Ablenkung." Um nicht aussprechen zu müssen, wovon,
Kann man doch jetzt auch, nackig gemacht hat er sich ja schon.

Zitat
legte er die Fingerspitzen auf den Rand der Zeichnung, schaute sie aber nicht an. "Verpackt das Gemälde, kopiert den Brief, und sorgt dafür, dass ... die junge Dame hier ... vor aller Augen verborgen bleibt."
Als die Cavallera das Blatt Papier an sich nahm, erhaschte er dennoch einen Blick darauf. Das Mädchen blieb ihm abgewandt. Er war nicht sicher, ob der Eindruck an ihrer Haltung lag; der Versuch einer Interpretation schal und bedeutungslos. Bei allem, was das Tintenmädchen ihm verriet, wusste er dennoch nicht, wie er ihrem realen Ich jemals gegenüber treten, geschweige denn, ihr die Hand zur Vermählung reichen sollte.
Irgendwie find ich, er klingt da als wäre er der jungfräuliche schwächere Part ... ER ist ein Sensibelchen, ja, aber er ist ein Kerl und deine Gesellschaft nun nicht prüde. Hand zue Vermählung? wieder fehlt mir da seine Frau, wie er ihr ein Versprechen gab, ihr Tod, das tote Kind, die Möglichkeit auf eine Wiederholung, der schmerz auch nur einen augenblick sympathie zu empfinden für den Gedanken, der Ekel, wenn er sie mit seiner Tochter vergleicht. die Hand reichen ist nicht das Problem, das man in der Welt erst ein Kind zeugen muss, um was in trockenen tüchern zu haben, das ist ein Problem udn das Kinder eben sterben! und er eigentlich lieber neben seiner Frau in einem kalten Grab liegen würde. Da denkt er auch nciht dran. Wäre doch die Lösung. Melann, ich heirate euch, Gerowan macht mich darauf hin einen Kopf kürzer und ihr als Königin von X schnappt euch das thronfolgerchen und beglückt ihn mit selbigem Schicksal und alle meine Probleme sind gelöst.
Zitat
"Wie?" murmelte er, nicht für die Ohren der Cavallera, aber natürlich antwortete sie trotzdem.
"Das hier sollte Hargón mehr mitteilen, als dass Nilian von Talyssir einen eigenen Willen besitzt."
"Ihre Schwächen", fasste er in Worte, was ihm längst bewusst gewesen war. "Die Schwächen eines jungen Mädchens ausnutzen ... verachtenswert."
? Wie gesagt, begreife ich nicht. Und die Schwächen, hat sie Schwächen, die sich von anderen Blonden Mädchen unterscheidet? Und nochmal, wieso sollte das wichtig sein, wo du selbst den Plan nahegelegt hast, das der Thronfolger stirbt und der Regent sie dann schwängert und entsorgt. Dazu muss man keine Schwächen kennen. Das sie ein Kind ist ohne eigene Macht offensichtlich, ohne Chance auf eine eigene Entscheidung, nichts im Text erzeugt den Hauch eines anderen Bildes. Nur Eldran traut man Gewissensbisse deshalb zu, niemand anderem.
Zitat
"Oh, sollte es etwa einen Mann geben, der das nicht tut?" hieb sie in die Kerbe, und weil es kein Vorwurf war, packte ihn der Zorn.
Der Zorn hat ihn diverse male, eindrucksvoll gepackt, hier tut sich nichts.
Zitat
Einen solchen Mann gab es; doch ein König konnte sich dergleichen nicht erlauben.
Hier bestärigst du meine Weltsicht, dass es politisch nciht den Hauch einer Rolle spielt, bringst es aber mit dem Bild ein, als würde es im Gesamtgefüge eine Rolle spielen, das ist aber nur Eldrans persönliches Problem, was Meleann auch wissen müsste. Wieder die Frage der Motivation, warum sie ihn hier wieder so reizt ...


Wolfsrufer

  • Gast
Re: Ein Gemälde
« Antwort #26 am: 29 Dezember 2015, 04:31:09 »
Voll peinlich, drei Stücke, aber ich hab einen neuen Laptop, kein word drauf und kann keine Zeichen zählen uuund nirgendwo speichern ....

Also  :aufgeb:







Zitat
Es geht mir um eine bestimmte Frage: kommen die Bilder rüber? Könnt ihr euch vorstellen, wie sie ungefähr aussehen, und vor allem ihre Wirkung?
Ich hatte dazu schon andere Künstler gefragt, für die es funktionierte, und deren Feedback schon eingearbeitet ist. Jetzt interessiert mich, wie das wirkt, wenn Leser sich nicht explizit mit Kunst beschäftigen oder vielleicht sogar kein wirkliches Interesse dran haben und sich nicht in einem Historiennerdanfall auf Wikipedia durch hunderte mittelalterliche und frühneuzeitliche Portraits klickt, und beim Anblick einer schönen Tuscheskizze grün vor Neid wird.
:heilig:
Hab ich ja nun shcon ausgeführt, warum ich das nicht so wichtig finde. Einmal junges Mädchen schlecht gemalt, einmal lebendig. Das Echo in dne Figuren, die Funktion der Zeichnung als so wichtig, dass sie gestohlen werden muss, die ist noch ausbaubedürftig ...

Zitat
Außerdem wäre interessant, ob die vermeintlichen Vorwürfe (jede Erwähnung des Vaters der Cavallera) okay sind oder eher stören. Sie dienen zur Figurenzeichnung in erster Linie Eldrans, aber auch einem kleinen Spannungsbogen, der damit zu tun hat, dass er einer Person vertrauen muss, die er aufgrund ihrer Einstellung und ihrer Art nicht ausstehen kann.
Schwierig, dass er da so zusammenklappt und sie dann betonen muss, das das kein Vorwurf ist. Das glaub ich ihr nicht, und eigentlich ist sie doch ehrlich, also entweder erwähnt sie es nicht, oder sie benutzt es als Waffe, aber die Stellen dienen der Szene an sich nicht.

Es war sooo toll mal wieder in einem deiner Texten herumzuflitzen, jeder Satz eine Einladung Tiefer zu gehen, viele Ebenen, deine Charaktere  :hach:, der Ton. Das Mahlwerk in das du deine Figuren stopfst, jedem das unmögliche für ihn auferlegst.  :hach: viel zu schnell wieder zuende  :flenn:
Der Text ist noch nicht so tief und lebendig und unvermeidlich grausam scön, wie er sein könnte. Er wirkt als wäre es eigentlich Meleanns Perspektive, die mag die Gefühlsdusellei gar nicht, deshalb regt sich Eldran nur auf und denkt zu wenig, lange Monologe muss es nciht geben, schon gar nicht einen, aber die Gedanken, die ihm kommen müssten bei dem Thema sind einfach zu stark und sein Leid!motiv. Kannst du hier nicht auf einen Satz reduzieren. Dann hat sich der Vertrauensbruch in den Vordergrund geschummelt, die Beziehung Meleann Eldran, die dann so nach verkappte Lovestory klingt. (Man wird sie DAS ärgern)
Also ich glaube Meleann und deinem Schreibhirn, dass die Reihenfolge stimmt und alle Zutaten reinmüssen, aber die Übergänge, da hast du eventuell zuviel Eldran rausgekillert und beim Bild eben versucht das bild aus deinem Kopf in den Kopf des Lesers zu kriegen, aber die Bedeutung dabei etwas vernachlässigt und eben Meleanns Motivation, das genauso zu tun. Sie tut ihm da schon einiges an und das hat einen Grund, für mich: Eldran soll erkennen, dass sie zu heiraten nicht Milians Unglück sondern Rettung ist. Nur er wird sie beschützen können und nebenher, ich denke Meleann ist da Praktisch, könnte sie doch durchaus passen, ein Bücherwurm für das Weichei.
Dann macht sie ihn wütend. Wenn er vorher so durch alkohol betäubt rumeiert und sich nciht entscheiden mag, dann gibts eben einen über den Schädel, solange, bis Herr Ichkannnicht aufsteht und explodiert und was tut. JETZT!
Als Symbol fände ich es nett, wenn er den Alk an die Wand brettern würde.
Dazu das sie ihn manipuliert, und ich ihn für Klug genug halte, dass er das merkt, passt wunderbar, diese Andeutungen, dass es einen Riss zwischen den beiden geben wird. Denn sie übertreibt und jagt das Messer, dieser Ehe ziemlich tief rein, weil er eben nie Frau und Kind vergessen können wird und es immer verrat bleibt und Kinderschändung für ihn an diesme Mädchen und er das nicht vergessen wird, wie sie ihn manipuliert. Das bild, das falsche magische Gefühle erzeugt, kann dir da das Ideale Werkzeug sein, wo Meleann eben auch noch magisch ihm eine Reinwürgt, was er nicht vergessen wird. Dann braucht das bild auch keine große Politische Funktion haben, das sie es so benutzt, das macht es dann so bedeutend.
Der Leser kann sich ruhig fragen, wieso zum Geier tut sie das, aber es sollte im Nachgang eben für mich dieses tragische haben, Meleann tut was sie muss auf ihre Weise, damit er den Hintern hochkriegt, aber verletzt ihn dabei so, dass er einen Riss verursacht, der das Vertrauen eben killt, das du da noch eingebaut hast mit den Dummheiten.
Die Entwicklung wäre dann klar von passiv Eldran, zu aktiv den Plan angehen Nilian heiraten. und ihn dazu zu kriegen, da musste Melann eben die Keule rausholen, so wie sie ist und so kaputt wie Eldran ist, gings nicht anders.
Den Nilianplan, was jetzt wirklich zu tun ansteht, könntest du ruhig etwas klarer zeichnen, wie uahc die Bedeutung dieser Spionagenachrichten. (Und da gehört ja auch eine extrem vorsichtige andeutugn hin, dass die da noch für sich einen eigenen Plan verfolgt.)
Also irgendwie ist alles shcon perfekt da, nur würde ich den Charakteren noch weiter auf den Zahn fühlen. Warum warum, genau das, genau zu dem Zeitpunkt und n deinen Antworten ist das glaub ich alles schon drin, das noch einen Hauch mehr in den Text. Und es ist völlig  :whee:

Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr gezerrt  :b2: :b2: :b2:

Und ganz liebe Grüße!
von Wolfsrufer




Offline Rilyn

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #27 am: 29 Dezember 2015, 23:45:42 »
Hoi Wolfsrufer,

puh, ich werde ewig brauchen, bis ich darauf richtig antworten kann. Bin gerade dabei, meine Cookie Challenge aufzuholen und brauche noch ~12k Worte (hab Zeit bis Silvester an der amerikanischen Westküste, lol). Dann Arbeit aufholen. Dann Federfeuertreffen, dann dürfte Januar auch schon rum sein. :uhoh:
Ich habs nicht eilig mit diesem Text, deshalb hoffe ich, du nimmst es mir nicht übel, wenn ich das erstmal aufschieben muss. Schließlich will ich das auch nicht einfach runterreißen.

Die Charaktere haben sich seit "damals" sicher etwas verändert, Meleann hat vor dem Hintergrund dieses Plots einen anderen Job bekommen, und der große Plot mit der Conjuéra im Hintergrund ist umgekippt, weil er Mist war. Jedenfalls bin ich noch dabei, den neu aufzuziehen, bevor ich den Totentanz wirklich neu schreiben kann.

Liebe Grüße! :kaffee2:
Ril
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Wolfsrufer

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #28 am: 30 Dezember 2015, 00:08:59 »
Kein Problem, aber was ist eine Cookie Challenge?
ALso ich find Tippen und Kekse, das geht  :cheese:

Offline Rilyn

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #29 am: 30 Dezember 2015, 00:11:47 »
Ich hab ne Wette laufen mit einem Bekannten aus den USA, auch Schreiberling; wer es in einem Monat schafft, 2k Worte mehr zu schreiben (egal, wie viele es insgesamt sind), bekommt Cookies. Sonst geht's im nächsten Monat weiter. Ich muss ne Menge aufholen. :uhoh:
  • Ich schreibe gerade: Das unfertige Dings und das englische Dings und noch ein unfertiges Dings, das kein Roman ist.

Offline Rilyn

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #30 am: 14 April 2016, 10:31:54 »
Hoi Wolfsrufer :cheerful:

Jetzt endlich mal eine Antwort, weil ich sowieso gerade wieder an Plots herumbastle, an denen ich im Augenblick nicht basteln sollte. :grinwech:

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[...]
"Ihr habt - was - getan?" brüllte Eldran, raufte sich das Haar und hieb die Handflächen auf den Tisch. "Götterverdammt! Lasst den Gesandten gehen, sofort!"
ER rauft sich wirklich die Haare???  ;D
und klingt etwas gleichzeitig ...
Hihi, vielleicht fliegt diese Formulierung irgendwann raus, wenn ich den Anschluss an die vorangehende Szene schreibe.

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hmm, sie faltet ja wohl etwas großes auf, in jedem Fall sollte es ihm doch klar sein, was das ist, also ein Bild, auch bevor es ausgepackt ist ... Das klingt ein bisschen nach enthüllung für den Leser. Leider leider kann ich mich nicht mehr wirklich an deinen Stil erinnern, wie nahe du den Figuren kommst. :flenn:(Schick mir was  :nudelholz:) Ich würde das natürlich nach innen verlegen. Das Portrait, er wollte es nicht sehen. Dieses Anmachholz ...
Ich habe die Röstung bis hierhin schon genossen und kann nur anmerken, das hier schon das Potential nicht voll aufgeschöpft wird, was dne Konflikt angeht. Er will sie nicht sehen, sie soll nicht realer werden als die Zahl ihrer Lenzen sie eh schon macht.
Guter Punkt. :)
Es wäre zwar kein Stilbruch, nehme ich an, aber es geht wirklich besser.

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Vielleicht angesichts des Mädchens auf diesem Bild, ihrer Ernsthaftigkeit, die nicht zu den jungen Jahren zu passen schien, dem Blick, der am Betrachter vorbei ging.
hmm, sie ist eine Prinzessin in Kriegszeiten und die Welt insgesamt doch kein Zuckerschlecken, auch wenn er sich wünschen würde, Kinder zu behüten bis .... ist es realistisch in dieser Welt, das sie unernsthaft ist mit 15 ... Ih würde da nochmal tiefer gehen, was ist da ... anderes Wort, besseres Wort ... Ernsthaftigkeit kommt mir wie die erste Wahl vor, nicht wie die beste ...
der Blick, der am Betrachter vorbeigeht :anbet: WAS für eine Vorausschau auf das, was kommt. Sie wird ihn nie wirklich erkennen, oder? Dann hätten sie eine Chance, könnten sie einander im rechten Augenblick in die Augen sehen ...
Schwer zu sagen, sie erscheint ihm zu ernsthaft. 15 ist definitiv kein normales Alter zum Heiraten, und das jüngste mögliche für Adlige, bei denen Kinder ein politisches Unterpfand sind. Andere müssen sich das nicht antun. Die Altersgrenzen basieren nicht auf historischen (die hangeln sich an der christlichen Sieben entlang), sondern darauf, dass die Drei in der Glaubenswelt dieser Leute wichtig ist.
Andere Jugendliche kommen vor, also gibt es hoffentlich bis hierhin einen groben Vergleich.

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"Wenn Ihr glaubt, dass es mir jetzt leichter fällt, der jungen Dame zu begegnen, dann habt Ihr umsonst sämtliche Regeln der Diplomatie gebrochen."
Wirklich? Er diskutiert, dass es ihm schwer fällt der jungen Dame zu begegnen? Da ist drin, dass er sich im Grunde damit schon abgefunden hat und nur die Begegnung scheut ... Wenn Ihr glaubt, dass es von Belang ist, wie das ( Bezeichnung, die er wählen mag für das Opfer dieses Politischen Manövers) aussieht, habt ihr umsonst ...
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"Keineswegs", erwiderte die Cavallera, und er war versucht, ihr übers Maul zu fahren. XXXEinen Gesandten gefangen setzen, verflucht, als sei der Krieg schon erklärt worden!
Da fehlt also etwas in dem Satz, den er sagt. Die Betonung fällt für mich, auf dieses leichter fallen, weil es so persönich ist, dass sie mit dem Akt der Gefangennahme schon am Rande einer Kriegserklärung rumgurkt, geht da fast unter und explodiert dann erneut ...
Bei XXX vielleicht ienen Kommentar, wie Meleann dasteht, ihn herausfordert. wie gut kennt er sie zu dem Zeitpunkt, er muss doch eigentlich wissen, dass sie einen Plan hat, einen verdammten Magisch unterstützten Plan ... Er ist ein Ehrenmann, doch nciht auf den Kopf gefallen ... oder ist er irgendwie angetrunken, sonstwie beeinträchtigt.
Er hat sie in vollkommen nüchternem Zustand zu seiner Spionagemeisterin ernannt, daher weiß er ziemlich gut, woran er ist. Ich glaube, er ist deshalb sauer, weil Meleann ihn mit diesem Bild (und mehr) konfrontiert, weniger wegen des abgefüllten Gesandten, genau, wie du schriebst ... schwierig wird's, dafür ein harmloses Wort zu finden, das gleichzeitig sagt: er denkt gar nicht bewusst daran, weil er es nicht will.

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warum sollte der Gesandte überhaupt noch leben und nicht einem bedauerlichen Unfall zum Opfer gefallen sein.
Meleann ist durchaus bereit, jemanden zu meucheln, aber nicht, wenn er noch nützlich sein könnte. :)
Was er ja durchaus ist, denn so kommt der Brief an. Eldran traut ihr eine Menge Mist zu, aber keinen Mord, der Fragen aufwirft.

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Wäre es emotional aktiver, du gibst ihm richtig sie Sporen, dann lass ihn doch mal wütern und lass Meleann ihm Pfeffer geben.
Das klingt trotzdem gut, denn nichts indert ihn daran, ihr Mord vorzuwerfen, auch, wenn sie höchstwahrscheinlich keinen begangen hat. ;D

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"Der werte Gesandte wird wieder auf dem Weg sein, bevor er merkt, dass ich ihn gefilzt habe. Er wird das Siegel an der Transportkiste ungebrochen vorfinden. Vielleicht hat er von dem guten Wein einen Kater; jedenfalls wird er äußerst spät aufwachen."
Als er zu ihr hin sah, schenkte sie ihm ein Lächeln wie eine zufriedene Katze und war sich mit Sicherheit der Wirkung bewusst.
Wieso sah er sie vorher nicht an? Erwähnen, dass er seinen Blick nicht von dem Bild abwenden kann, er trotz der unechten Augen beinahe fürchtet, dass sie dne Blick heben wird und den alten Mann erkennen, der ihr beiliegen würde und das so schnell als möglich. Die schmerzhafte Gewissheit, wie Gefahrvoll das Kinderbekommen ist, wie schwer sie am leben zu erhalten. Kinder überlebten nicht!!!! Und dann lassi hn mit der wut im Bauch auf Meleann krachen, die einzige, die das abkann!
Yay! Das ist es. :victoria:
Die Gedanken gegenüber dem Bild vielleicht nicht ganz, weil er ja selbst abblockt, bevor er so weit denkt. Die Tatsache, dass Kinder oft nicht überleben, wäre ein Ansatzpunkt, das kennt er nur zu gut.

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"Giftmischerin -"
Oh wie Böse, er kennt nichtmal vernünftige Schimpfwörter. Wie gesagt, zahm. dEr Text spiegelt für mich noch nicht wieder, was sie ihm antut. Obwohl er schon so aufgedreht wirkt.
Das ist für ihn ein böses Schimpfwort. :klugklo: ;D
Kann sein, dass das im Kontext besser wirkt.

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"Nein. Deswegen."
Feinstes Vellum raschelte, als sie einen Brief entrollte.
"Das Siegel -"
"Ist nicht gebrochen. Es ist im Übrigen nicht das Siegel des Königshofs." Über den Rand des Briefes hinweg fixierte sie ihn kurz und las dann: "Esmer dar Velonés an S. Hargón, königlicher Berater zu Lyrenne."
Nö, hier auch, lass ihn nicht ängstlich fragen. Sie kann das ja süffisant erwähnen oder besser noch zeig den kleinen Zaubertrick, wie man mühelos Korrespondenz öffnet. Was dann auch schön zeigt, dass auch seine Geheimnisse in ihren händen nicht sicher sind. Insofern in einer magischen Welt ein siegel überhaupt Bedeutung erlangen konnte, so es nicht ebenso magsich ist ...
Der Zaubertrick hat nur mit einem erhitzten dünnen Messer zu tun. :)
Zauberei ist allgemein eher selten und auf Physisches schwer bis gar nicht anwendbar, und wenn's so eine Kleinigkeit wie ein Siegel ist.

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"Spart Euch die Mühe. Das ist lladoraner Laér. Dankt meinem Vater für seine Sprachstudien -"
"Cavallera, bitte! Euer Vorwurf ist berechtigt, aber macht ihn mir bitte zu einem anderen Zeitpunkt!"
Ja, zu ienem ganz anderen! Es sei denn, er wurde oft bekniet, diese Sprache zu erlernen, da höchst wichtig ... sonst, ist das nun mit einem Bitte zu bedenken, bitte schelte mich nicht, dass ich das nicht kann. ER wollte ihr eben noch über das Maul fahren. Lass ihn wütend. Werd ich, nun macht ihn in angemessener Geschwindigkeit stolz! Grrr.
Das Problem hier ist nicht die Sprache, sondern, dass er während einer Schlacht um eine kleine Burg an der Grenze hinter seiner Wache her eine Treppe hinauf stürmte, über einen Toten mit Schwert und ohne Rüstung stolpert, Meleann gegenüber steht, und sie ihm eine scheuert. (Spontane Reaktion, die Geschichte dahinter ist nicht so einfach, dass sie über den Tod ihres Vaters ansich wütend wäre).
Dass man hier die Sprache als Grund des Vorwurfs sehen könnte, habe ich peinlicherweis nicht bemerkt. :blush:

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Daraufhin musterte sie ihn mit einem Ausdruck, den er nicht zu deuten vermochte; weder wütend noch verletzt. "Diesen Vorwurf macht nur Ihr Euch selbst", stellte sie dann trocken fest. "Ich musste das alte calthyrner Laér lernen; Lladoras hat sich sprachlich kaum davon weg entwickelt. Fragt mich nicht, ob die Conjurores dumm, leichtfertig oder arrogant sind."
Geht da der Weltenbauer mit dir durch? dieses Sprachdingens wäre nur interessant, würde er sich fragen müssen, ob seine zukünftige Braut ihn überhaupt verstehen würde, so dass er ihr auch noch in dieser Weise gewalt antun muss, als vollends fremdbleibender.
Nee, er spricht Tallair. Hier geht es nach wie vor um den Vorwurf über den Tod ihres Vaters, von dem er glaubt, dass sie ihn macht, dabei haben sie das eigentlich geklärt - glaubt Meleann. Sie war stinksauer, weil sie nicht wirklich Abschied nehmen konnte, hält das aber für kein dauerhaftes Problem und macht Eldran keinen Vorwurf dafür, dass ihr Vater starb; der hat sich dieses Schwert, mit dem er nicht umgehen konnte, nicht ohne Grund gegriffen, und das weiß sie; sie hätte auch nicht versucht, ihn zu retten. Was sie nicht ahnt, ist, wie sehr Eldran dieses "nicht Abschied nehmen können" trifft, denn er spricht ja nie darüber.
Das lladoraner Laér ist dem, das Meleann lernen musste, extrem ähnlich, weshalb sie die paar fehlenden Worte oder veränderte Grammatik ergänzen kann. Es ist außerdem die Sprache des Heimatlandes der beiden Conjurores. Selanos (Hargón) wird nicht sehr erfreut sein, wenn er den Brief erhält; aber sein Problem damit ist weniger, dass man den Brief hätte entziffern können (er hält alles für entzifferbar, auch Code, darin ist er nicht ganz unerfahren), sondern, dass die Namen der Conjurores auf dem Brief stehen und damit den Zweck der Informationen zeigen. Dumm? Ja. Der Absender.
Vielleicht nehme ich die Namen auch noch weg. Meleann hat genug Ahnung von der Situation, um alleine aus dem lladoraner Laér die Information zu ziehen, wer an wen geschrieben hat.

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"Den kennt das Pack auch nicht mehr.
Weshalb das hier auch so ein Fremdkörper bleibt. Die Figuren wissen, das es nicht darum geht, die Worte haben kein Echo im Tun der Figuren.
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Hört zu: Informationen zur aktuellen Stellung von Zauberwirkern in Talyssir, Schwachstellen in der gesellschaftlichen Akzeptanz, gleiches für das Grenzland.
Puh ... Information, aktuell, Akzeptanz ... soll die Sprache dieser Lande moderner sein, kommt mir Fremd vor in deinem Text und eine üble Übersetzung, da sie nicht die Infos berichtet, sondern nur das es welche gibt.
Es steht schlecht um die Zauberwirker, es heißt im Grenzland habe es sogar Morde gegeben und die Brandschatzung heiliger stätten. Also was ist da los?
Die Infos wären für Leser nicht neu, sie rekapituliert nur. :)
Der Brief enthält konkret Informationen, die für die Conjuéra wichtig sind. Selanos hat eine Hauptrolle und die entsprechenden Informationen innerhalb Valierres längst in vollem Potential ausgeschöpft; aber Valierre hat auch keine offiziellen Zauberwirker, Zauberei ist verboten. In Talyssir muss er wissen, wie Zauberei genau in der Gesellschaft verankert ist, um sie aushebeln zu können. :denk: Vielleicht liest Meleann auch noch: "Man sagt, der Marwalder fürchte Magie wie nichts anderes", aber ich glaube, damit würde sie in diesem Augenblick nicht sticheln.

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Soll sie das in dem Moment übersetzen, also zum ersten Mal? Dann lass ihre augen fliegen, lass ihn sehen, dass sie dinge auslässt. Er soll so wie ich gehört habe  :flenn: Meleann ja rauswerfen, hier kann man ruhig schon mal misstrauen reinstreuen, das sich ausgeliefert fühlen. Uuund das Bild! Behandle das Mädchen mal als Figur, die tatsächlich anwesend ist für ihn ... Da wie ein Geist, eine Mahnung, ein Versprechen.
Das kommentiere ich mal gar nicht im Detail, sondern lieber im Text, auch, wenn das noch dauern kann. Sähr nützlich. :cheerful:

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Die Cavallera schubste den aufgerollten Brief über die Platte und legte ungewohnt vorsichtig ein Blatt dicken Papiers daneben.
Warum tut sie das, genau jetzt?
Macht diese Spionage die Ehe um so dringlicher?
Jup. Der Brief ist der endgültige Beweis, dass es nicht nur um ein militärisches Bündnis geht. (Zauberwirker, wenn nicht gerade Wildes Volk, sind nicht besonders kriegsentscheidend, zumal zu wenige tatsächlich auch dem Schlachtfeld stehen würden, und die Königreiche rund ums alte Calthyr nach wie vor der Meinung sind: hilfreiche Magie ist okay, zerstörerische ist böse. Valierre hat sie ganz abgeschafft. Es ist Konsens, keine Magie im Kampf einzusetzen. Natürlich wird das insgeheim immer getan, aber man merkt es nicht, wenn ein verkappter Zauberwirker sich selbst zu einem besseren Kämpfer macht. Man merkt es schnell, wenn derjenige versucht, seine Gegner zu beeinflussen. Wildes Volk lacht sich scheckig über diesen Konsens.)

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Warum sieht sie ihr handeln als den besten Weg an diesen Mann in die Ehe zu kriegen udn zwar pronto. Soll sie ihn so gut kennen, das ihr das gelingt, soll sie ihn falsch deuten und ihn deshalb quälen?
Hmm, weder noch. Sie ist am Ende mit ihrer Weisheit und versucht, ihn aus der Reserve zu locken.

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hier hatte der Maler, so dumpf er beim Gemälde was, sich ein Stück leben gestohlen von diesem Kind. Die Sonne auf ihrem Gesicht, den angestrengten ausdruck, als üwrde sie sich gerade eben auch mit einem Dialekt herumschlagen der ihr missfiel, dann wieder Stahl die Tusche sich ienen Blick auf ihren bloßen Füße, getaucht in einen Fluss. Der Blick eines verliebten, ein Lächeln, eine Strähne.
:victoria:
Verrückt, wie sehr frau sich selbst verschätzen kann, nur, weil sie selber zeichnet und deshalb auch bei der Beschreibung ein solches Bild vor Augen kriegt. :hell:
Leider finde ich nirgends im Netz die wunderbaren Zeichnungen von Cornelis Bega, von denen die Idee stammt. Seine Gemälde sind auch irre, aber einfach etwas anderes.
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http://www.harvardartmuseums.org/art/199106
Das geht grob in die Richtung, ist aber eher eine Vorzeichnung oder Studie für ein Gemälde.

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Das wäre ein aufflammen des Konfliktes. Man könnte dne Maler selbst gefanken haben, einen jungen Mann, und der hat sich verliebt, angemessen, schwärmend und in den Bildern könnte eine Erwiderung liegen, eine Tatsächliche, eine erhoffte Schwärmerrei ... herzrausreißend! Das würde es ihm richtig schwer machen, er wird sich ihr nicht nur aufdrängen müssen, sondern ihr auch genau das nehmen, Liebe, Verliebtsein, so wie er und siene Frau ... Erinnerungen. Messer tief rein ins Fleisch. aber wieder die Frage, warum solle Meleann das machen?
Spoiler: Die Zeichnerin ist Nilians Hofdame und einzige Vertraute.

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murmelte er, ergriffen von der Kunstfertigkeit dieser Skizze, dem Charakter in der Haltung und in diesem Gesicht, still, stark, und dabei verletzlich auf eine Weise, die sich ihm entzog.
Wirklich, eine Verletzlichkeit mit der er nichts anfangen kann. hmmmmmmmmmm. würde er das Fazit selber ziehen? verletzlich auf eine Weise, die sich ihm entziehen musste ...
[/quote]
Er wird's später erfahren und wird aufgrunddessen eine Entscheidung treffen. die ähhh ... nicht noch mehr Plot. :grinwech:
  • Ich schreibe gerade: Das unfertige Dings und das englische Dings und noch ein unfertiges Dings, das kein Roman ist.

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #31 am: 14 April 2016, 12:41:07 »
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"Es lag dem Brief bei", sagte die Cavallera. "Ihr werdet es behalten. Wenn nicht Ihr, dann ich, aber Meister Hargón wird dieses Bild nie zu Gesicht bekommen."
Hmmm. Wieder Adressat ... Wenn es eine Zeichnung ist, die Absicht ist. Dann ist sie für den Thronfolger gemacht. der ist wie alt? Wie sollte ihn ein buchlesendes Mädchen beeinflussen? andeutung, warum das den Ausschlag geben könnte und wieso liegt das dem Spionagebrief bei?
Hier fehlt der Zusammenhang. S. Hargón ist Selanos, inzwischen im Kronrat von Valierre, und treibende Kraft der Conjuéra.

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"Weshalb?" fragte er, unfähig, sich von dem Anblick zu lösen, obwohl er die Feststellung nicht ertragen konnte, wie jung dieses Mädchen war. Sie sollte Bücher lesen, mit Ihresgleichen lachen, nicht ...
Also Bücher lesen kann sie auch bei ihm ... wie ich oben meinte, wenn es nicht auf Teenagerverliebtheit anspielt, ist das Bild nciht schlimmer als das andere. Parallele zu Eldran und seiner Frau, die haben sich doch auch verdammt jung verliebt oder?
Ihn zu heiraten bedeutet, Königin zu sein, in einem Land, das seit ganzen zwei, drei Monaten existiert, von Valierre militärisch, einer Seuche wirtschaftlich und in der Innenpolitik von der Uneinigkeit der eigenen Landherren bedroht wird. Da hat sie nicht viel Zeit für Bücher.
Eldran und seine Frau waren zwar in dem Alter sicher schon verliebt, aber sie haben deutlich später geheiratet; und er hat nur ein mittelgroßes Lehen ... nunja, gehabt. Jetzt schläft er keine Nacht länger als sechs Stunden und hat Zeit für exakt gar nichts außer Arbeit, was ihm sehr gelegen kommt, auch, wenn er Ratssitzungen und tagelange Verhandlungen mit den verschiedensten Geldhaien, Stadtherren und Adligen nicht ausstehen kann. ;D

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"Weil Meister Hargón schon genug in der Hand hat.
Hier deutet sich an, dass sie ihm das zeigt, um nochmal zu unterstreichen, wie dringlich die Lage ist, also dass dieses Bild die Verbindung wahrscheinlicher macht, als alles andere ... Dann müsste es irgendwie von Bedeutung sein. Bisher war der Thronfolger nicht gewillt sich zu binden und hat das auch öffentlich bekundet, aber der Zauber in dieser zeichnung wird seine Meinung ändern, tut er selbst wirklung bei euch ... Dann sit die zeichnung eine Bedrohung, so sind beide schachfiguren und das Bild völlig unwichtig, und wenn sie Pockennarbig und fett wäre, hässlich wie die Nacht. Das spielt doch eben gerade bei solchen Verbindungen nicht die geringste Rolle.

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Wenn sich Nilian von Talyssir mit dem Thronfolger verlobt und erst einmal in Lyrenne ist, wird der Rotzlöffel in kürzester Zeit vom Pferd stürzen, der Regent kommt auf den Thron, macht ihr ein Kind, und wenn sie aufmuckt, was anzunehmen ist, wird sie abserviert."
Das zeigt eben, wie es knallhart so ist, Königskinder, sie sterben! Ob Schicksal oder Politik, Willkür der Natur ... Sie sterben und das ist ihm doch so klar wie nur was, oder nicht?
Ja. Aber deshalb kann und will er das nicht noch forcieren. Was ihn wieder in die Bredouille bringt, denn auch das spricht dafür, dass er Nilian heiraten sollte.
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Aber hier taucht etwas auf, Meleann zeigt ihm, schau, das Liebe Mädchen, wenn du sie nicht nimmst, dann wird ihr noch viel shclimmeres widerfahren. Guter Schachzug! Gute Spannungskurve.
Puh, danke, dass du die zusammengefasst hast; jetzt kann ich sie nicht mehr ausversehen kaputtschreiben. :cheerful:

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"Dazu ist der Conde de Gauvère nicht fähig."
?????? nicht fähig ??? Ne, so naiv ist er nun wirklich nicht.
Hihi :)
Die Person de Gauvères schätzt er richtig ein (er kennt ihn gut). De Gauvères Fähigkeit, sich im Kronrat Valierres zu behaupten, nicht.

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"Ihr habt ihn doch erlebt", spottete, höhnte die Cavallera geradezu. "Eine Marionette an Hargóns Fäden."
Find ich unnötig. Hier wieder eher ausführen, das derjenige keine Probleme haben wird, das Kind auf dne harten Boden der Wirklichkeit seines bettes aufschlagen zu lassen, sie ist doch keine Zartfühlende Person. Lass sie das mal real machen.
Hmm schwierig. Das macht es eindeutiger für den Konflikt rund um Nilian, aber hier geht's ja auch um den größeren. Ich glaube nicht, dass ich das davon trennen kann, aber mal sehen, ob das in irgendwas anderes reinpasst. Der Plot trieft schon vor Politik, das kann leicht zu langweilig werden. :wiejetzt:

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"Dann kann er auch durch einen glücklichen Zufall nicht zusammen mit der jungen Dame hier verloren gegangen sein."
Das Bild und die Dame gleichsetzen, das verloren gegangen, ausbaufähig! Gib dem den richtigen Kontext und man kriegt Gänsehaut, wenn man erkennt, dass Eldran endlich in Meleanns richtung gelenkt wurde. Dazu muss er aber konkret die Entscheidung treffen. Sein Bett und kein anderes! Natürlich auf Eldranart verpackt, oder eben für ihn ins hässliche angesicht der Tatsache geblickt. Er wird seine Frau betrüben, er wird versuchen ein neues Kind in die Welt zu setzen, er wird sich tausendfach um dieses Kind und diese Frau mehr sorgen machen müssen. da ist SO viel drin!
Ich sehe Meleann ihn grade anfauchen "... aber Ihr macht Euch wenigstens Sorgen um sie!"
Es wäre weniger persönlich, wenn sie ihm einfach wohin tritt, wo es wehtut. :ausheck:

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Die Leichtigkeit, mit der die Cavallera dies aussprach, blieb ihm versagt. Er griff nach dem Kelch, fand ihn leer und schob ihn wieder von sich.
Ja, erinnerte ich mich doch dunkel an ein Alkproblem. Könnte man auch noch ausbauen, verwenden als Brennstoff für die Szene.
Das fängt hier grade erst an, aber er wird später mit dem Gedanken konfrontiert, ob seine arme junge Frau einen Säufer in ihm sieht. Hier hatte er noch gar nicht genug Zeit, um ein Alki zu werden, und noch nicht genug Probleme am Hals. :)

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Ein bestechlicher Gesandter, mindestens ein Conjuror in Talyssir, der besser informiert war als selbst das Wechselbalg, ein Intrigengeflecht, von dem auch dieser Brief nur einen Bruchteil preis gab. Der Brief, dieses Zeugnis der Misere, diese Waffe in den Händen Valierres - es verlangte ihn, das Ding ins Feuer zu werfen, mochte der Gesandte dann auch endgültig ahnen, weshalb ihm der Wein nicht bekam. Nein; das wäre ein Affront gegen Valierre und vor allem Talyssir, den er nicht riskieren durfte.
? wie gesagt, die Brisanz der Zeichnung erschließt sich mir nicht. außer für ihn, sollte wie sie ist, keien Bedeutung haben, es sei denn der andere Thronfolger würde sich sonst tatsächlich weitern können, wird er nicht überzeugt ...
Macht es mit dem Hintergrund zur Conjuéra oben mehr Sinn? Weiter würde ich das nur per PN ausführen, kann ich aber gerne tun. Es gibt halt noch massive Plotlöcher in dieser Großbaustelle.
 :ups:

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"Seid Ihr sicher, dass man das Verschwinden des Bildes nicht gegen uns verwenden kann?"
"Bin ich. Das Schreiben dürfte ebenfalls geheim sein, aber ich würde Hargón gerne in Sicherheit wiegen. Die Informationen erhält er früher oder später. Sorgen wir für später, und deshalb veraltet."
??? Welche Infos? Will sie den Brief also nicht fälschen, sondern nur den Gesandten etwas aufhalten, ein Kater dauert nicht ewig ... hmmmmmm
"Das Bild, Cavallera."
Fälschen ist eine interessante Idee. :denk:
Sie spricht die Sprache nicht, sie kann sie nur lesen. Ich frage mich, ob sie das Risiko eingehen wird, wenn sie Worte oder grammatikalische Wendungen braucht, die sie nicht aus dem vorhandenen Text ziehen kann. Auf jeden Fall ist das ein Grund für den Conjuror, lladoraner Laér zu verwenden, abgesehen davon, dass es seine Muttersprache ist; in diesem Teil der Welt ist es nahezu unbekannt, trotz seiner Verwandtschaft zum calthyrner Laér.
Aber nachdem ich völlig ohne Zusammenhang vor Kurzem überlegt habe, welche Freizeitbeschäftigungen (so denn Freizeit vorhanden ist) meine werten Charaktere haben, und Meleann nach einigen verworfenen Sprache bekam - sie schreibt nicht, sie dichtet nicht, sie interessiert sich dafür, und wenn es Pen&Paper gäbe, würde sie eigene erfinden - passt das perfekt. ;D (Ich wusste schon, als ich diese Szene geschrieben habe, dass sie das alte Laér gar nicht lernen "musste", sie wollte es.)

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"Dieses Bild, Majestät, ist das Kunstwerk eines Zauberwirkers. Eine Hofdame, nehme ich an. Als Künstlerin allein ist sie schon ... Es braucht hervorragende Künstler, um so etwas zu schaffen. Ich habe selten ein Bildnis wie das hier gesehen."
"Zauberei?"
Es muss einfach auch mehr Wirkung auf ihn haben, das sie dann da auch beabsichtigt, ihn an das Mädchen mehr zu binden. Dann zeige ein wirken, dass ihn sich vorstellen lässt sie zu küssen, wäre auch ein toller Dreh, das erste Bild, Kind, das zweite Bild zukünftige ... Dann hätte sie zwei Fliegen mit einer Klappe versucht zu schlagen. Ihm die immense Gefahr zu zeigen, das diese Chance ihm entgleitet und ihn eben mehr in Richtung: "nun stell dich nicht so an, nimm sie, zeug ein Kind, schad nichts, wenn du dabei ein bisschen glücklicher wirst als jetzt, du Tropf!!!!"schubben will. (WAs natürlich nicht gelingt  :flenn:)
Uh. Schwierig. Spoiler: Meleann hat jahrelang damit zu tun gehabt, ihre Ensifera nach deren Vergewaltigung aus einem tiefen Loch zu ziehen. Sie will, dass Eldran heiratet, für alles weitere würde sie andere Lösungen finden, falls Nilian sich gegens Kinderkriegen sträubt. Um deren Leben macht sie sich wiederum wenig Gedanken, denn sie hat schließlich beste Verbindungen zu Zauberheilen, in Tjarun ebenso wie in Alvemere (er weiß das, aber meine Muse war so nett, lange vor der ersten Begegnung dieser beiden Charaktere Eldran eine Phobie gegen Zauberei zu verpassen, ergo konfrontiert ihn der Gedanke mit zu vielem, als dass er ihn zu Ende führen will). Aber sie will weder Eldran noch Nilian zu Bettgeschichten zwingen. Die sind auch nicht Eldrans Hauptgrund, wenn auch ein ziemlich starker.

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Er musterte sie, wie sie sich ihm gegenüber setzte und die Ellbogen auf den Tisch stützte, und konnte von ihrem Wesen nicht halb so viel erahnen wie von der Unbekannten, die in Tusche gebannt in ihrem Buch blätterte.
Deshalb kommt man wohl darauf, dass die beiden sich velrieben sollen, das ist ein Satz, den man zukünftigen Geliebten verpasst. Da ist dir deine Liebe zu Meleann in die Quere gekommen. Er muss sich mit dem Mädchen beschäftigen, der Zukunft, dem Weg, der ihm aufgezwungen wird. Wie gesagt, versuche mal Nilian jetzt schon in diese Szene zu setzen als vollwertige Person, wie anwesend. Was passiert?
Ja, ich glaube auch, dass Meleann sich in dieser Szene arg nach vorn drängelt, weil sie agiert und Eldran nur reagiert. Was blöderweise vollkommen dem Wesen der beiden entspricht, und ich schreibe lieber aktive Charaktere.
:kunst:

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"Noch eine, die mit der Conjuéra zusammenarbeitet", bemerkte er. "Nah genug an der jungen Dame, dass sie gut und gerne mit ihrem Hofstaat überall hin reisen und Einfluss auf sie nehmen kann."
"Zusammenarbeit würde ich das nicht nennen."
??? Du machst wieder ein Fass auf, das du wahrscheinlich später brauchst, hier störts.
Leider nicht; das ist der Grund schlechthin hinter der ganzen Sache. Sollte aber hinreichend bekannt sein bis hier, also kein neues Fass. Der gesamte Plot begann mit der Conjuéra. Und - Yesss Plotloch gefüllt :schreib: - Eldran wird später bemerken, dass er sich diese Zauberwirkerin an den Hof geholt hat, dass sie erpresst wird, und selbstverständlich hat das ganz üble Folgen.
 :whee:
  • Ich schreibe gerade: Das unfertige Dings und das englische Dings und noch ein unfertiges Dings, das kein Roman ist.

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #32 am: 14 April 2016, 12:41:20 »

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Nilian hat doch keine Wahl, oder muss sie freiwillig zustimmen? Selbst entscheiden? Das sie politisch verheitratet wird, ist doch wohl von Geburt an und shcon über Generationen klar. Ist es anders, dann hat er ganz andere Probleme, wenn er sie dazu bringen muss ihn zu nehmen, sich zu verlieben. Was ich nun absolut nicht glauben kann in einer solchen Welt, gäbe es keine Kriege. Seit wann ist das im englischen Könighaus erlaubt ... seit Letzter Woche ... nach Bedeutungslosigkeit und Ewigkeiten Frieden. Wenn Politik über Ehen betrieben wird, sind diese Ehen keine persönliche Angelegenheit mehr. Da geht nicht beides.
Doch, weil's kein Patriarchat ist. In realitas liegt das Problem darin, dass Frauen keine Rechte zugestanden wurden (und werden). Hier haben sie Rechte, sogar verdammt viele. Nilian fühlt sich verpflichtet, eine politische Heirat einzugehen, aber sie muss zustimmen. Natürlich besteht ein gewisser Zwang. Aber wenn sie Eldran heiratet, dann würde ihre Familie mit ihr brechen müssen oder den neuen Bündnispartner annehmen. Talyssir selbst steht nicht geschlossen hinter der Idee, ein Bündnis mit Valierre einzugehen, zumal dort offen die Conjuéra agiert. Der König ist dafür, die Königin dagegen, denn sie weiß, dass sie Macht verlieren wird. Die beiden sind nicht offen zerstritten, sie geben sich Mühe, ihr Land nicht unnötig ins Chaos zu stürzen (da ist es nach der Seuche schon). Ohne hier alle Details ausbreiten zu wollen: Nilians Entscheidung bringt Talyssir ziemlich klar auf eine Seite.

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"Schön, das ich Euch Nutzen bringe", spottete sie im selben Tonfall, doch mit Schalk in den Augen. Der ganze politische Tanz, der ihm zuwider war mit seinen Lügen, Ränken, Geschacher und Bauernopfern, schien sie zu unterhalten, und ihm blieb nur Verachtung für einen Scherz, über den selbst Gerowan schallend gelacht hätte.
Den hab ich nciht verstanden, den Scherz ...
"und wenn sie keinen Nutzen mehr bringt, wird sie beseitigt." Der Bezug ist ein bisschen zu weit weg oder zu unklar. :-\

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Umso weniger wagte er, die Zeichnung anzusehen. Die Jugend dieses Mädchens konnte er nicht ertragen, obwohl sie ohne jeden Zweifel Nilian war, obwohl sie ihn nicht einmal daran erinnern können sollte, wie Anisha wohl ausgesehen hätte, wäre sie älter geworden. Der Gedanke war da, und er würde nicht wieder verschwinden.
Mit der Verbindung zur Tocher würgst du ihm natürlich richtig was rein! Was sich auch nciht so recht kitten lässt jemals.
wäre sie älter geworden, ist bei dem Tod vor einem halben Jahr nicht so ganz passend, find ich. Wie Anisha in ihrem Alter wol ausgesehen hätte. Wobei ihm da die Ähnlichkeit zur Mutter in diequere kommen müsste. Überhaupt. Ehe- Ehefrau. Er sollte uach mal an sie denken müssen.
:teufel:
Und ja, werd ich umformulieren.
Der Vergleich mit Merèle liegt ihm zu fern, er kann sie nicht als Ehefrau sehen. Das kommt später. Der Vergleich mit Anisha ist eher äußerlich; beide haben blonde Locken. Vielleicht lasse ich ihn bei dem Gemälde noch denken: wenigstens sieht sie nicht ein bisschen aus wie Merèle.

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"Was seht Ihr in diesem Bild, Majestät?" bohrte das Wechselbalg mit dem Finger in der Wunde.

Wieder, warum macht sie das? Er hat doch shcon ja gesagt ...
Sie will, dass er darauf kommt, was es dem Conjuror in Lyrenne sagen könnte. Aber dafür kommt die Wirkung zu schwach rüber.

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"Ihr könnt ja stattdessen mich heiraten."
Öh, ja ... Könnte auch nciht wiederstehen, sie das sagen zu lassen, allein shcon wegen Eldrans Blick und der vorstellung von ihr Blumenumkätztes Haar, den Dolch an seiner KEhle, in der Linken den Brautstrauß werfend ... und Gerowan ... :twitch:
:cscreen:
Wenn's einen Brautstrauß gäbe, würde sie ihn damit knebeln.

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Das ist ECHT eine Möglichkeit??? Na dann ... find ich, sollte er das mal in Erwägung ziehen und sich fragen, ob er so eine Ehelichung überleben würde .... Wenn du ihn ablenken willst. Und dann eben wieder ein heftiger Stich. Seine Frau!!!
;D Er könnte, schließlich ist sie nicht verheiratet. Aber es bringt nichts. Sie tritt ihm damit nur vors Schienbein, durchaus als Ablenkung: wie weit würde er gehen? Wenn diese Ehe ihm (also Marwald) Talyssir oder Arleon brächte, würde er es tun. Aber ihre Verwandtschaft dorthin ist zu unwichtig.

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"Die Lady Iristral wäre sicher nicht erfreut, aber Ihr hättet Eure Beziehung nach Arleon. Wenn auch von etwas niedrigerem Rang als die Königin."
Warum spinnt sie das jetzt wieder, was will sie erreichen?
Das bezieht sich auf die erste Szene, in der die Hochzeit mit Nilian vorgeschlagen wurde; die Schwester der erwähnten Lady ist die Königin von Arleon und unverheiratet. Eldran hat's versucht (immerhin ist diese Frau erwachsen) und wurde kalt abgewiegelt, denn Arleon kann sich den Bruch eines anderen Bündnisses nicht leisten, den es damit begehen würde.

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"Verdammnis!" fuhr die Cavallera auf. "Hört auf, Euch Vorwürfe zu machen! Ich mache Euch keine, und ich will Euch nicht ständig davon abhalten, Euch selbst zu zerfleischen! Gebt mir den Wein."
Also Meleann, das steht dir nun nicht zu, du machst ihn doch gerade fertig und das mit Absicht.
Nein, er hat gefragt, sie hat geantwortet. Vielleicht hat sie sogar einen Sekundenbruchteil lang überlegt, ob sie es tun soll.
Vielleicht schmeiße ich den Teil wieder raus, oder auch die ganzen Bezüge darauf, was er sich an Vorwürfen macht, aber die müssen an anderer Stelle wieder rein.

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Ihm zitterten die Hände; so überließ er ihr die Karaffe und versuchte, seinen Atem zu beruhigen und die Gedanken. Doch auch der halbvolle Kelch, den sie ihm hinschob, half dabei nicht.
Welche Gedanken? Wieso zittern ihm jetzt die Hände ... Meleann heiraten zu sollen ist also der größte Stressor?
Nein, das ist völlig außen vor, und seine Frage nach ihrer Verwandtschaft nur Ablenkung. Was ihn stresst, ist der ganze Rest.

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"Nein, Ihr habt ja recht. Selbstvorwürfe? Ja. Vor allem aber Ablenkung." Um nicht aussprechen zu müssen, wovon,
Kann man doch jetzt auch, nackig gemacht hat er sich ja schon.
Sie weiß es ohnehin, aber er kann es nicht aussprechen. Hm. Trotzdem kein Grund für den Satz.

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Bei allem, was das Tintenmädchen ihm verriet, wusste er dennoch nicht, wie er ihrem realen Ich jemals gegenüber treten, geschweige denn, ihr die Hand zur Vermählung reichen sollte.
Irgendwie find ich, er klingt da als wäre er der jungfräuliche schwächere Part ... ER ist ein Sensibelchen, ja, aber er ist ein Kerl und deine Gesellschaft nun nicht prüde.
In einem guten Teil dieser Beziehung ist er der schwächere Part, und deshalb geht die auch so gewaltig schief. ;D

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die Hand reichen ist nicht das Problem, das man in der Welt erst ein Kind zeugen muss, um was in trockenen tüchern zu haben, das ist ein Problem udn das Kinder eben sterben!
Pars pro toto, er umschreibt das lieber. Aber ich nehme an, irgendwo in dieser Szene muss es ihm konkret um die Ohren fliegen.

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und er eigentlich lieber neben seiner Frau in einem kalten Grab liegen würde. Da denkt er auch nciht dran. Wäre doch die Lösung. Melann, ich heirate euch, Gerowan macht mich darauf hin einen Kopf kürzer [...] und alle meine Probleme sind gelöst.
:cscreen: Vielleicht kriege ich so nen Kommentar irgendwo später unter, wenn er stockbesoffen ist und die Ironie nicht bemerkt. ;D

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"Das hier sollte Hargón mehr mitteilen, als dass Nilian von Talyssir einen eigenen Willen besitzt."
"Ihre Schwächen", fasste er in Worte, was ihm längst bewusst gewesen war. "Die Schwächen eines jungen Mädchens ausnutzen ... verachtenswert."
? Wie gesagt, begreife ich nicht. Und die Schwächen, hat sie Schwächen, die sich von anderen Blonden Mädchen unterscheidet? Und nochmal, wieso sollte das wichtig sein, wo du selbst den Plan nahegelegt hast, das der Thronfolger stirbt und der Regent sie dann schwängert und entsorgt. Dazu muss man keine Schwächen kennen. Das sie ein Kind ist ohne eigene Macht offensichtlich, ohne Chance auf eine eigene Entscheidung, nichts im Text erzeugt den Hauch eines anderen Bildes. Nur Eldran traut man Gewissensbisse deshalb zu, niemand anderem.
Fazit dieser ganzen Szene ist: er muss sie heiraten, es gibt keinen anderen Weg. Und er bekommt einen Ansatz einer Möglichkeit, sie dazu zu bringen: ihre Schwäche herausfinden und ausnutzen. Die kann ich hier natürlich nicht nennen, denn das wäre das Ende eines Handlungsstrangs, bevor er richtig begonnen hat.

Alles, das ich nicht direkt kommentiert habe, steckt irgendwo in den anderen Punkten mit drin. Da ist eine Menge Bedarf an Plotarbeit, bevor ich an die Szene selbst nochmal rangehe. Jetzt jedenfalls, ohne sie dabei unweigerlich kaputtzuschreiben.
Danke fürs ausführliche Rösti, und nochmal sorry, dass ich erst so spät richtig antworte! :b5:

Alles Liebe, :kaffee2:
Ril
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Offline Rilyn

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #33 am: 14 April 2016, 13:11:13 »
Voll peinlich, drei Stücke, aber ich hab einen neuen Laptop, kein word drauf und kann keine Zeichen zählen uuund nirgendwo speichern ....
Ich hab's geschafft, die Antwort auf vier auszubauen. :denk:



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Der Text ist noch nicht so tief und lebendig und unvermeidlich grausam scön, wie er sein könnte. Er wirkt als wäre es eigentlich Meleanns Perspektive, die mag die Gefühlsdusellei gar nicht, deshalb regt sich Eldran nur auf und denkt zu wenig,
Jau, ich glaube auch, dass Madame da zu viel an sich reißt.

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lange Monologe muss es nciht geben, schon gar nicht einen, aber die Gedanken, die ihm kommen müssten bei dem Thema sind einfach zu stark und sein Leid!motiv. Kannst du hier nicht auf einen Satz reduzieren. Dann hat sich der Vertrauensbruch in den Vordergrund geschummelt, die Beziehung Meleann Eldran, die dann so nach verkappte Lovestory klingt. (Man wird sie DAS ärgern)
:cscreen:
Sie hegt großen Respekt für ihn, ich würde das beinahe Freundschaft nennen (das verbittet sich Eldran, gibt aber zu, dass der Respekt gegenseitig ist); aber Liebe ... näh. Ich bin nicht mal sicher, ob sie Gerowan liebt. Den kann sie immerhin lieben, denn er braucht nicht ständig einen Tritt in den Hintern.

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Nur er wird sie beschützen können und nebenher, ich denke Meleann ist da Praktisch, könnte sie doch durchaus passen, ein Bücherwurm für das Weichei.
Ich kriege nicht aus dem Kopf, wie er reagieren würde, wenn Meleann den Raum verlässt, nochmal zurück schaut und "Weichei" sagt. :teufel:
Du hast da voll ins Schwarze getroffen, das ist ihre Motivation, seinen Beschützerinstinkt ansprechen.

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Als Symbol fände ich es nett, wenn er den Alk an die Wand brettern würde.
Muss ich im großen Zusammenhang sehen, ob das passt. Sachen zerschmeißen ist nicht so sehr sein Ding, und den Alk überhaupt bewusst zu bemerken, wäre hier zu früh.

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Das bild, das falsche magische Gefühle erzeugt, kann dir da das Ideale Werkzeug sein, wo Meleann eben auch noch magisch ihm eine Reinwürgt, was er nicht vergessen wird. Dann braucht das bild auch keine große Politische Funktion haben, das sie es so benutzt, das macht es dann so bedeutend.
Uups. Das tut es nicht. :uhoh:
Vielleicht nehme ich das ganze magische auch wieder raus, auch, dass die Hofdame Zauberwirkerin ist, denn das ist ansich nicht nötig; Hauptsache, sie kann so zeichnen.
 
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Die Entwicklung wäre dann klar von passiv Eldran, zu aktiv den Plan angehen Nilian heiraten. und ihn dazu zu kriegen, da musste Melann eben die Keule rausholen, so wie sie ist und so kaputt wie Eldran ist, gings nicht anders.
:cheerful:

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Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr gezerrt  :b2: :b2: :b2:
*mampf* :cheese:
Nein, ganz und gar nicht, sondern genau die richtigen Stellen auf die Röstgabel gepiekt. Wenn ich das umschreibe bzw neu schreibe, werd ich mal darauf achten, ob sich das mit Quisilles Rösti deckt, den Eindruck habe ich nämlich. ;D Noch habe ich das nicht getan, denn im Moment bin ich nicht sehr schreibtechnisch drauf.

Nochmal alles Liebe!
Ril
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Offline Rilyn

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Re: Ein Gemälde
« Antwort #34 am: 18 September 2016, 04:39:00 »
Bitte auch ab in die Aschegrube. :b2:
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