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Sonstige Texte / Re: Nichts (AT)
« Letzter Beitrag von Uli am Heute um 00:13:14 »
ay eska

 :dops:  :dops:  :dops:

Deine Antwort macht Freude, danke schön!
Im Detail sage ich noch nichts dazu, wg Beeinflussung anderer Röster - das hole ich später nach.
Der Arbeitstitel allerdings … nun, der ist ein Problem. Weil ich nämlich genau gar keine Idee für einen Titel hatte, habe ich das gewählt, was mir als erstes eingefallen ist.  :cheese:

Nächste Woche gibt es den nächsten Teil, und ich hoffe, dass damit ein paar Dinge ein wenig ... nun, vielleicht klarer werden.

 :lover:

cheers, Uli
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Sonstige Texte / Re: Nichts (AT)
« Letzter Beitrag von eska am Gestern um 22:39:21 »
Hi Uli!

Ich mache es mal kurz und beantworte nur deine Fragen.

Zitat
Wie wirkt der Erzähler - besonders hinsichtlich seiner psychischen Verfassung?
Erstaunlich wenig irritiert, würde ich sagen. Er konstatiert, dass ihm etwas sehr Seltsames passiert ist, grübelt aber nicht darüber nach, was genau und wieso und wovon ausgelöst und ob besser oder schlechter und wie zurück zu sich selbst und... Es gäbe eine Menge Fragen, die er sich aber nicht stellt.
Er ist cool. Nicht im Sinne von toll, sondern losgelöst. Dass sie ihn abschießen wollen, ist bloß lästig. Dass er jemand anders ist, also sein gesamtes Leben sich umgekrempelt hat, nimmt er locker. Er vermisst nichts und stört sich nicht an seinem Auftrag (oder seiner Funktion?), eben das Geheimnis vor Entdeckung zu bewahren, ist aber auch nicht neugierig, wofür er sein Leben einsetzt.
Individuelle Züge, Wünsche, Ängste sind ab der 'Verwandlung' wie weggeblasen.
Wenn ich raten sollte, würde ich sagen: fremdgesteuert, wie eine Art Automat. Was hat die Programmierung ausgelöst, da in der UBahn?

Zitat
Die blanke Szene in der UBahn ist eine reine Aktion-Geschichte, klar, und nicht so erzählt, als ginge es um die Aktion - weil es eben darum nicht geht. Wird das ersichtlich, oder wirkt es nur wie ˋnicht gut erzählte Aktionszene ´?
Und wenn es ersichtlich ist: Was vermutet ihr, ist das Thema, um das es geht?
Auf mich wirkt die UBahn-Szene nicht wie schlecht erzählt, sondern wie inzwischen schon fast nebensächlich, eine von vielen Kampfszenen oder ähnlichem, die sich seitdem dauernd abspielen. Er erzählt es als den Ausgangspunkt. Aber wie er sich selbst fragt: Wem erzählt er es eigentlich? Und warum? Er wirkt nicht wie jemand, der Kontakt oder Verständnis sucht, Belastendes loswerden will oder sich rechtfertigen, Anerkennung einsammeln o.ä. Eine Verhörsituation ist es auch nicht. Memoiren schreibt er nicht.
Am ehesten erklärt er Leuten die Geschehnisse, die nicht involviert sind, nicht mitspielen (eine Alternativgesellschaft? Rebellen im Untergrund?
Insofern weiß ich nicht wirklich, was das Thema ist, aber beim Lesen geht es mir um das Pling im Kopf. Was ist da eigentlich los? Wer manipuliert ihn und wozu? Wer ist gut, wer böse? Was steht auf dem Spiel? Um welches Geheimnis geht es? Was und wie genau machen die das? Kommt er wieder zu sich?

Was ich nicht verstehe, ist dein Arbeitstitel.

Hoffe, das nützt dir.

Gruß,
eska
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Sonstige Texte / Nichts (AT)
« Letzter Beitrag von Uli am Gestern um 01:08:29 »
Hallo, Hölle!
Ich habe endlich mal wieder etwas geschrieben, nach viel zu langer Flaute - und hier ist es:
(Fragen am Schluss ...)


Nichts
Die Welt ist voller Geheimnisse, heißt es.
Geheime Labore, Kampftruppen, Schaltzentralen, Arsenale und all das - weiß ja jeder.

Aber es stimmt nicht.

Weil es eben jeder weiß, oder zumindest jemand.

Und was jemand weiß, ist kein Geheimnis.

Es gibt nur ein einziges wirkliches Geheimnis auf dieser Welt, und ... ich kenne es nicht. Natürlich nicht. Niemand kennt es.

Weil es ein ... weil es das Geheimnis ist.
Klar, oder?

Nicht?

Also gut, mir ist das auch alles ein wenig, nun ...

Es ist kompliziert. Sehr kompliziert.
Oder auch nicht, wie man es nimmt: Ein paar Leute versuchen hinter das Geheimnis zu kommen - das ich, wie erwähnt, gar nicht kenne - und ich versuche, das zu verhindern.

Auch deswegen, weil diese Leute andauernd versuchen, mich abzuschießen, und das ist ziemlich lästig.

Das Geheimnis muss also ziemlich wichtig sein, ich meine, ganz objektiv wichtig.
Subjektiv, also für mich, ist es lebenswichtig.
Oder tödlich, je nach dem.

Glücklicherweise bin ich ziemlich gut darin, mich nicht umbringen zu lassen, wenn ich auch keine Ahnung habe, wo ich das gelernt habe. Wahrscheinlich ist das ein Teil des großen Rätsels.

Tja.

Angefangen hat das alles vor ein sechs Tagen, letzten Samstag. Nachts um viertel vor zwölf, in der UBahn.
Also im UBahnhof Mitte, ja, der immer noch gesperrt ist. Seitdem.
Wegen technischer Störungen, und es ist ja kein Geheimnis, was das bedeutet, oder?


Ich ging ganz locker die Treppe runter, dachte an nichts böses, lächelte ein wenig, weil ich dachte, die Lady vom Tresen bestimmt am Dienstag wiederzusehen und achtete nicht weiter auf die drei Typen auf dem Bahnsteig.
Und etwas machte pling in meinem Kopf, ich hüpfte über das Geländer, rollte ab und sprang in den Tunnel, rannte ein paar Schritte und griff nach dem Ding an der Tunnelwand.

Bis zu diesem Moment wusste ich gar nicht, was eine Thermo-Rak ist, wie man sie bedient und was sie anrichten kann, aber … egal.
Jetzt wusste  ich es, und konnte die Garben aus den Halbautomaten der drei Typen korrekt beantworten. Und rechtzeitig, bevor sie ran waren.

Nicht korrekt zu beantworten wären die Fragen der Polizei und womöglich anderer Stellen gewesen, klar. Aber das Problem stellte sich auch gar nicht, weil ich seitdem ... jemand anders bin. In einer anderen Stadt.


Und nachdem drei Dutzend Termitgeschosse von jeweils 300 Gramm die Station abgefackelt hatten, hat auch niemand nach dem Verursacher der - Gasexplosion sagen sie - groß gesucht, denke ich.

OK. Solche Sachen meine ich.
Dinge, von denen ich nie etwas gewusst habe, und die dann, ganz plötzlich, einfach da sind. Ehrlich, ich würde das für Wahnvorstellungen halten, wenn mir das jemand erzählen würde. Ein Fall für die Geschlossene, mindestens.

Andererseits … wem sollte ich das schon erzählen wollen?


***

Also ... Fragestellung
Die wichtigste ist wohl: Wie wirkt der Erzähler - besonders hinsichtlich seiner psychischen Verfassung?
Die blanke Szene in der UBahn ist eine reine Aktion-Geschichte, klar, und nicht so erzählt, als ginge es um die Aktion - weil es eben darum nicht geht. Wird das ersichtlich, oder wirkt es nur wie ˋnicht gut erzählte Aktionszene ´?
Und wenn es ersichtlich ist: Was vermutet ihr, ist das Thema, um das es geht?

Das hier steht unter ˋsonstige Texte ´, um Beeinflussung durch eine Genre-Zuordnung zu vermeiden. Ich hoffe halt, dass der Text selber das leistet, ohne Coverbild und Klappentext etc ...

viel Spass mit der Grillgabel!
cheers, Uli
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Sonstige Texte / Re: Meine Hölle
« Letzter Beitrag von FF am 07 November 2017, 08:53:57 »
Hm.

Ich schließe mich an, der Text ist arg trost-, hoffnungs- und aussichtslos.

Wie wäre es, wenn du aus dem äußeren Zwang einen inneren machst? Draußen scheint die Sonne, Türen und Fenster sind offen, dein Prota könnte rausgehen und den Sommer mit seiner Familie und seinem Labrador verbringen, aber. da. ist. diese. Schreibmaschine. Mit einem superneuen, wunderschönen, kaffeeschwarzen Farbband, das vor Wortgier nur so tropft (wobei du die SchrMsch vielleicht ein wenig modernisieren könntest...). Er KANN nicht rausgehen. Obwohl er's könnte.

Das würde mich neugierig auf die Geschichten machen. Und vielleicht möchte ICH dann am Schluss gar nicht, dass er aus der Hölle entkommt.
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« Letzter Beitrag von Zitatus am 01 November 2017, 13:06:49 »
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Sonstige Texte / Re: Meine Hölle
« Letzter Beitrag von Zitatus am 01 November 2017, 00:03:23 »
Danke Ril, danke Uli. Beide Antworten könnten mich tatsächlich weiterbringen. Der Prolog müsste also eher ein offenes Ende haben, einen Anreiz zum Happy End bieten und jenes auch schon andeuten, ohne es vorwegzunehmen. Die Zeitform ändern, damit der Leser die Situation als abänderlich ansieht. Felis Antwort lässt vermuten, dass ich den fiktiven Autoren vom realen deutlicher trennen muss.
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Sonstige Texte / Re: Meine Hölle
« Letzter Beitrag von Uli am 31 Oktober 2017, 23:30:22 »
nach langem Nachdenken:

ich bin mir nicht sicher, aber evtl. könnte eine andere Zeitform helfen. Der schlichte Satz ˋdies war meine Hölle ´ ... sagt ja nicht, dass sie es nicht mehr ist, aber eröffnet die Möglichkeit, das zu vermuten.

Letztlich denke ich, das Problem ist der Ich-Erzähler zusammen mit der Gegenwartsform. Das bewirkt, dass zum Zeitpunkt des Schreibens die Situation genau so ist. Immer noch so ist, genaugenommen.

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Sonstige Texte / Re: Meine Hölle
« Letzter Beitrag von Rilyn am 31 Oktober 2017, 23:16:02 »
Hoi Zitatus :)

Zitat
Persönlich finde ich's auch zu ausweglos.
Würde dem Protagonisten der Ausweg zu Anfang präsentiert, könnte ich doch keine Handlung darum aufbauen. Frodo wirf den Ring ja auch nicht zu Anfang ins Feuer und begibt sich dan auf die Quest.
Nee, aber er steht vor einem Problem: Was tun mit dem Ring? ... also sucht er eine Lösung bzw wird zu einer solchen geschubst. Im Fall deines Autors gibt es keinerlei Versuch, etwas in der Art zu tun.

Zitat
Zitat
Plotmäßig ebenso: es klingt wie das immergleiche Spiel, keine Spannung, keine wirklichen Fragen, keine Notwendigkeit außer diesem unbegründeten Zwang.
Aus diesem unbegründeten Zwang schreibe ich oft. Und so entstehen meine Geschichten. Ich schreibe - nicht, weil ich es will - sondern, weil ich es muss. Hört sich Scheiße an, ist aber so. Gott sei Dank, macht es meistens trotzdem Spaß.
Hoffe ich doch sehr. =)
Der Zwang darf auch unbegründet sein; der Haken innerhalb dieser Geschichte, gerade, wenn sie nicht abgeschlossen ist, bleibt, dass er nicht relevant ist. Der Autor schreibt, wie immer. Er bewirkt damit nichts und bezweckt nichts innerhalb seiner Hölle, das Außen ist schon dermaßen ausgeblendet, dass es hier nicht einmal mehr im Text einen Platz hat.

Zitat
Zitat
Der ist ansich okay, aber er führt eben zu nichts, nicht einmal zu dem Versuch, aus der Hölle auszubrechen oder sich herauszuschreiben, den Zweck der Hölle nutzen, um ihr eine Tür zu verpassen. Oder es zumindest versuchen.
Das wäre der weitere Handlungsverlauf der Rahmenhandlung: Der Hölle eine Tür verpassen.
Deute ihn an. Es muss nur eine Winzigkeit sein, eine Möglichkeit, vielleicht vom Autor unbemerkt; oder ein Wille, ein Funken Aufbegehren, ein Gedanke, der nicht gleich komplett niedergeschmettert werden sollte. Darf er zwar, aber das Ende muss gerade, weil es ja keine in sich geschlossene Geschichte ist, zum Weiterdenken, Hoffen, Lesen, eben zu Neugier animieren. Aktuell fährt es der Neugier nur übers Maul. Mehrfach. :grinwech:

Zitat
Zitat
Der Kubus der Kreativität ist ein verdammt dröger und schrecklicher Ort, das Schreiben wird beinahe als Last vermittelt, nicht als Flucht, nicht als Möglichkeit. Solange die Geschichten, die folgen werden, wie ein Produkt des hier vermittelten Aufgebens erscheinen, ein Produkt dieser unveränderlichen(!) Hölle, ist da auch nicht viel Motivation, sie zu lesen.
Ich will ja kein Handbuch für Selbstmörder schreiben. Viele der folgenden Geschichten sollen auch von Hoffnungen und ungewöhnlichen Auswegen erzählen.
Oh, das meinte ich damit gar nicht. Der Autor könnte auf der schönsten Karibikinsel sitzen und seinem Schreibzwang nachkommen, sich dabei des Lebens freuen und nichts weiter bezwecken als jeden Tag dasselbe: Schreiben. Aber mein Interesse zum Weiterlesen ist genauso gering. Vielleicht persönlich sogar geringer, weil ich finstere, düstere und dystopische Texte mag. Es ging mir hier nicht um den Inhalt, was ich nicht gerade gut ausgedrückt habe ... Im Fall des Karibikautors wäre da statt "Aufgeben" (was schon harter Tobak ist, mich aber persönlich eher emotional anspricht als ...) Belanglosigkeit. Oder etwas dergleichen. Es sei denn, er hätte einen Grund oder eine Motivation, an seiner Stagnation etwas zu ändern.

Zitat
Zitat
Zweiter Haken ist, dass der Schreiberling nichts an sich heran lassen will. Was nicht? Einflüsse, Eindrücke, Gefühle ...?
Also alles, was man zum Schreiben eigentlich gerade an sich heran lassen sollte. Oder sogar will. Wenn er in seine Geschichten flieht, dann arbeitet er mit solchen Eindrücken, ob es nun aktuelle sind oder alte. Aber der Dialog klingt danach, als habe er sich sein Gefängnis, ursprünglich gedacht als Bollwerk, selbst geschaffen. Er kommt mit irgendetwas nicht mehr klar und hat sich selbst weggeschlossen (da sich selbst und nicht z.B. seine Gefühle, nehme ich an, es geht auch maßgeblich um äußere Einflüsse, siehe Sicherheit).
Nimmst du anfängliche Aussagen eines Protagonisten immer als unumstößlich? Mache ich mich unglaubhaft, wenn meine Figur schließlich andere Erkenntnisse gewinnt? Es ist doch nur eine Ausgangssituation.
Nö, ich lese sie in seiner aktuellen Situation so. Aber der Text kommt zum einen nicht wie der Anfang einer größeren Handlung rüber - das kleine, unscheinbare Element einer begonnenen Geschichte fehlt, er gibt auf, oder hat vielmehr schon aufgegeben. Er spricht trotz des angedeuteten Konflikts ("Ist es das, was du wolltest?") dieselbe Sprache wie die Schatten ("Du schaffst eh nix" / "Ich bin hier sicher"*). Er hat sich aktiv eingebuddelt und bleibt dabei, und die Schatten schlagen in dieselbe Kerbe.
*(Freud the Cat lief gerade über meine Tastatur und tippte: siech)
Das ist zwar hervorragend für einen geplagten Autor, aber das ist das Gegenteil von Handlung, denn ...

Zitat
Zitat
Was bezweckt der Autor mit dem Schreiben, oder was genau empfindet er, wenn er es tun muss? Hier wirkt es ihm schon beinahe wie eine Last, aber eben nur beinahe. Das fände ich für eine eigenständige Geschichte oder Szene gut, aber für eine Rahmenhandlung oder auch nur Einleitung bringt es nix.
Es ist ihm eine Last. Warum taugt es als Einleitung nix?
Er tut nichts. Einfach gar nichts, er denkt nicht einmal daran. Das Eingeschlossensein ist wohl seine Wahl gewesen, wenn auch eine mittlerweile bereute. Er könnte ausbrechen wollen; aber er tut es nicht.
Das Schreiben ist ihm eine Last. Klar, er kann sonst nichts tun, aber er versucht auch nicht, sich dem Zwang zu widersetzen und die Last abzuschütteln oder umzulenken oder ihr einen Sinn, ein Ziel zu geben, und deshalb ...

Zitat
Zitat
Es klingt nicht einmal interessant. Er schreibt. Aber er könnte ebensogut Buchhalter sein.
Autsch. Das tut weh.
Sorry. Höllisch ehrlich, aber offenbar eins zu viel. Tut mir leid. :umarm:
Das Problem, weshalb er auch staubigste Büroarbeit machen könnte, ist, dass Schreiben als kreative Tätigkeit in deinem Text nicht vorkommt. Es ist nur noch Tätigkeit, Last, gefühlt immer gleich, ziellos ... es geht deinem Schreiberling nicht um Geschichten, denn an die denkt er gar nicht. Nur an die Schwierigkeiten. Aber was er da mühevoll tippt, was ihm das Geschriebene bedeutet, das, was im Folgenden zu lesen sein wird, fehlt völlig; und ebenso, was er mit dem Schreiben, mit Kreativität, erreichen könnte.

Ein paar Sachen, die ich hier geschrieben habe, hätte ich lieber letztes Mal schon gepostet, aber sie fielen mir partout nicht so konkret ein. Also hoffe ich, sie sind diesmal etwas hilfreicher. :kaffee2:
Denn die Grundidee vom Autor, der sich selbst in ein mentales Gefängnis geschrieben? gedacht? gefürchtet? hat, finde ich interessant und würde gerne rausfinden, wie es dazu kam.

Ein paar Gedanken noch, nicht unbedingt alle zum Text:
- Wie kam er in diese Situation? Weshalb ist dieser Ort so, wie er ist? Weshalb hat er seine Kreativität ausgesperrt oder anderweitig versteckt, vergessen, verbogen?
- Wie kommt er womöglich wieder raus? Was haben die Geschichten damit zu tun? -> Flucht! also muss er fliehen wollen.
- Was ist aus seiner Kreativität geworden an diesem Ort? -> Geschichten schreiben, Fluchtgedanken, in all dem liegt etwas, das Kreativität fordert. Wenn er sie wieder zu nutzen lernt, ist das am Ende eine Lösungsmöglichkeit.
- Was hindert ihn? Ich vermute, die Furcht vor dem, das ihn in diese Lage gebracht hat.

Liebe Grüße!
Ril
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Sonstige Texte / Re: Meine Hölle
« Letzter Beitrag von Zitatus am 31 Oktober 2017, 22:15:45 »
Puh, muss mich anschließen, es ist schwierig.
Der Anfang liest sich sehr gut - mit der Einschränkung dass ich nicht weiß, wo du mit deiner Geschichte hin willst. Stilistisch ein Treffer, es wirft Fragen auf und weckt düstere Vorahnungen. Macht also erst einmal neugierig.
Allerdings ist das alles zuuuuu düster für meinen Geschmack. Und noch düsterer geht es dann weiter. Spätestens beim inneren Monolog (mit so was bin ich immer verdammt vorsichtig!) bin ich dann bedient. Der Typ ist mir unheimlich. Passend zum heutigen Halloween.   :zitter:
Dass dir der Typ unheimlich ist, ist ja nicht grundliegend falsch. Die düstere Stimmung wäre auch Absicht. Damit läge ich ich ja nicht neben meiner Zielsetzung.
Zitat
Wie gesagt, ich weiß nicht, wohin du die Geschichte entwickeln willst und ob dir das Ganze dann aufgeht oder auf die Füße fällt. Klar ist nur, du hast da ein Höllenross gesattelt und ich habe meine Zweifel, dass du das auch geritten bekommst. Für meinen Geschmack solltest du schneller und in jedem Fall VOR dem Monolog den Bogen rum bekommen. Das wäre dann für mich nach dem dritten Satz.
In wiefern soll ich den Bogen bekommen? Soll der Dialog entfallen?
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Sonstige Texte / Re: Meine Hölle
« Letzter Beitrag von Zitatus am 31 Oktober 2017, 22:07:12 »
Ganz ehrlich?
Als unbedarfter Leser würde ich bei dieser Einleitung dröge betroffenheitsprosa eines depressiven erwarten und das Buch schnellstmöglich weglegen.

Und das ist ganz sicher nicht die Wirkung, die du erzielen wolltest, oder?

Nein. Ist es nicht. Bei den ganzen Reaktion, neige ich gerade dazu, das Projekt endgültig einzustampfen.
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