Autor Thema: Meine Hölle  (Gelesen 228 mal)

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Offline Shanaja

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Re: Meine Hölle
« Antwort #20 am: 25 November 2017, 20:56:46 »
Wie wäre es, wenn die Schreibmaschine und der Tisch durch Staffelei und Leinwand ersetzt würden? Die nachfolgenden Geschichten wären dann die in Worte gefassten Bilder.

Ui, das spricht mich gerade richtig an und macht mich meganeugierig. Es erweitert die Perspektive. Erklärt vielleicht auch, warum Rilyn dagegen votiert: Sie kennt beide Seiten, während ich nur aus der Perspektive des (Möchtegern-)Schreiberlings spreche (ähm, und aus der des Lesers).
Bin gespannt, wie es weitergeht.

Offline Xaranis

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Re: Meine Hölle
« Antwort #21 am: 25 November 2017, 22:26:30 »
Zitat
Dass dir der Typ unheimlich ist, ist ja nicht grundliegend falsch. Die düstere Stimmung wäre auch Absicht. Damit läge ich ich ja nicht neben meiner Zielsetzung.

Das Problem an der Sache ist: Psychopathen meide ich. Mein erster Impuls beim Lesen war: Für Menschen wie den gibt's Spezialisten. Mein zweiter Impuls war, die Lektüre damit zu beenden. Es ist einfach zu arg, das ganze. Zumindest für mich. Zu düster, zu schwermütig, zu negativ.

Zitat

In wiefern soll ich den Bogen bekommen? Soll der Dialog entfallen?


Mit Bogen bekommen meine ich, das aufzulösen, was du hier aufbaust. Dein Charakter erinnert mich an einen Zwangsgestörten, der mit einer Bürste so lange an den Fliesen schrubbt bis seine Hände blutig sind weil die verdammten Fliesen einfach nicht sauber genug werden. Er befindet sich in einem Korsett - oder wie du es nennst "eine innere Hölle". Das wirft für mich zwei Fragen auf:
1. Wo willst du hin mit deiner Geschichte? Wo willst du am Ende stehen und wie kommst du da hin? Ich halte das für ziemlich schwierig darstellbar, denke ich an die beschränkten Einflussmöglichen von geistig kranken Menschen, ihr Verhalten bewusst zu steuern und zu lenken.
2. Bist du diesem Charakter wirklich gewachsen? Das meinte ich mit "du hast ein Höllenross gesattelt".
  • Ich schreibe gerade: an meinem historischen Roman